Ablöse-Alarm am Niederrhein Es geht um fünf Stars – und um 20 Millionen Euro
Bleibt Nico Elvedi bei Borussia Mönchengladbach?
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Bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika liefert Nico Elvedi (29) eine absolute Top-Performance ab. In sämtlichen drei Partien der Gruppenphase stand der Abwehrmann die komplette Zeit für die Schweiz auf dem Feld, überzeugte mit exzellenten Statistiken im Passspiel sowie in den Duellen und hatte maßgeblichen Anteil am klaren Gruppenerfolg der Schweizer Nationalmannschaft.
Doch während in Gladbach Jubel über die starken Auftritte des Defensiv-Bosses herrscht, zieht hinter den Kulissen Unheil auf: Ein finanzielles Fiasko um ihn scheint unausweichlich!
Borussia: Ablöse-Druck bei Elvedi
Das Arbeitspapier des Eidgenossen bei Borussia Mönchengladbach ist lediglich bis 2027 gültig. Manager Rouven Schröder (50) steht unter Druck, ihn diesen Sommer zu veräußern, um eine ordentliche Ablöse zu kassieren. Allerdings mündete die Anfrage von Leeds United, trainiert vom früheren Gladbach-Trainer Daniel Farke (48), bislang nur in einer Offerte, die den Fohlen nicht ausreicht – 8,5 Millionen Euro, welche obendrein noch nicht mal in schriftlicher Form eingegangen sind.
Weitere Interessenten? Gibt es nicht! Dass er seinen Kontrakt nach fast elf Saisons bei Borussia nochmals ausdehnt, wird als extrem unwahrscheinlich angesehen. Sollte sein lang gehegter Traum von einem Transfer in die englische Top-Liga wieder platzen, dürfte er im kommenden Jahr einen ablösefreien Abgang anstreben. Das berichtet „Bild“.
Diese Lage ruft unschöne Déjà-vu-Erlebnisse an die desaströse Phase vor drei Jahren hervor. Seinerzeit gingen Top-Spieler von Bord, darunter Marcus Thuram (28, Inter Mailand), Ramy Bensebaini (31, Borussia Dortmund) und Matthias Ginter (32, SC Freiburg) – und das ohne jegliche Ablöse. Doch Elvedi stellt nicht die alleinige Gefahr für die Vereinskasse dar.
Ein ähnliches Problem gibt es bei Joe Scally (23), dessen Kontrakt ebenfalls 2027 ausläuft und der mit dem US-Team genauso überzeugend die Gruppenphase überstand. Zusätzliche Kopfschmerzen bereiten dem Manager die Personalien Florian Neuhaus (29), Kevin Stöger (32) und Nathan Ngoumou (26). Deren Verträge enden ebenfalls in nur einem Jahr, und für dieses Trio gestaltet sich die Situation auf dem Transfermarkt als besonders kompliziert.
Der Gesamtmarktwert dieses Quintetts beläuft sich auf 22,7 Millionen Euro! Ein Riesenbetrag, der dem Klub möglicherweise verloren geht. Der Sportchef zeigt sich aber entspannt: „Das Transferfenster ist noch sehr lang, es kann und wird noch einiges passieren. Bei den Zugängen sind wir immerhin sehr früh dran, schon vor der ersten großen Welle.“
Nun ist es an Schröder zu zeigen, dass er bei den Spielerverkäufen ein ähnlich glückliches Geschick beweist wie bei den schon fixierten Neuzugängen. (red)