„Ich bin stärker“ Gladbach-Profi nach Horror-Verletzung mit Kampfansage
Zweikampf zwischen Nathan Ngoumou und Lukas Ullrich.
Copyright: IMAGO / Eibner
Nathan Ngoumou meldet sich zurück! Der Angreifer von Borussia Mönchengladbach kann nach einer endlos langen Zeit endlich wieder gegen den Ball treten.
Seit dem 6. Mai, als seine Achillessehne nach dem 1:1-Remis gegen den FC St. Pauli beim Cool-down riss, sind nun 13 Monate vergangen. „Es war meine erste große Verletzung. Es war eine schwere Zeit seitdem“, räumt Ngoumou ein. Heute aber macht er einen gelassenen Eindruck und strahlt Selbstsicherheit aus.
„Ich bin professioneller geworden“
Direkt nach der schlimmen Diagnose kündigte er an: „Ich werde stärker wiederkommen.“ Diese Ankündigung macht er jetzt wahr. „Ich bin stärker“, bekräftigt er mit einem Nicken. Die lange Ausfallzeit hat ihn sichtlich geprägt. „Ich glaube, ich mache mir mehr Gedanken als früher, ich schaue auf noch mehr Details. Ich würde sagen, dass ich professioneller geworden bin.“ Er fühlt sich jetzt parat für mehr, nachdem kleinere Dämpfer wie Muskelbeschwerden, die für eine solche Phase typisch sind, überwunden sind. Das berichtet „rp-online.de“.
Coach Eugen Polanski hat schon eine mögliche Kader-Rückkehr für die Partie am Sonntag (17.30 Uhr, DAZN) gegen Borussia Dortmund angedeutet. Ngoumou selbst schätzt die Lage nüchtern ein: „Ich denke, in den letzten drei Spielen ist alles möglich. Vielleicht gibt es gegen Dortmund das Comeback, aber wahrscheinlicher ist Augsburg oder Hoffenheim.“
Das Verlangen, wieder richtig zu spielen, ist enorm. Erst wenn er wieder auf dem Rasen steht, „werde ich wirklich zufrieden sein, jetzt bin ich nur im Training“. Er kann es kaum erwarten, die Atmosphäre im Stadion wieder aufzusaugen: „Ich denke die ganze Zeit daran, ich träume davon.“
Der Nationalspieler aus Kamerun hat die monatelange Auszeit für eine schonungslose Selbstreflexion genutzt. „Ich habe mir viele Spiele von mir angeschaut, habe viel analysiert“, berichtet er. Dabei konnte er deutliches Verbesserungspotenzial erkennen, woran er jetzt jeden Tag im Training akribisch arbeitet. Was genau soll besser werden? „Die Intensität, die Art, wie ich den letzten Pass spiele. Und der Abschluss. Das ist, glaube ich, das Wichtigste für mich.“ Er weiß, dass er sich als Angreifer in diesen Bereichen weiterentwickeln muss.
Seine Perspektive wurde durch die Verletzung ebenfalls verändert. Er sieht es mittlerweile als ein besonderes Gut an, seinen Lebensunterhalt mit Fußball bestreiten zu können. „Für mich ist es jetzt etwas Besonderes, überhaupt Fußball spielen zu dürfen“, so Ngoumou. Die fußballfreie Zeit sei die „bisher schwierigste Phase in meinem Leben“ gewesen. In Phasen der Unsicherheit stand ihm ein Mentalcoach zur Seite. Außerdem hat er einen neuen Ablauf etabliert: Eine Stunde vor dem Training erscheint er, um gezielt an seiner Achillessehne sowie der gesamten Muskulatur zu arbeiten.
Ngoumou geht im Sommer bei Borussia in sein finales Vertragsjahr. Überlegungen zu einer Vertragsverlängerung oder einem möglichen Transfer stellt er aber hinten an. „Das Wichtigste für mich ist: fit sein, einen klaren Kopf haben“, unterstreicht er. Er konzentriert sich voll und ganz auf die Vorbereitung im Sommer, um in Bestform zu kommen und dem Team eine Hilfe zu sein. Alle weiteren Themen werden besprochen, wenn es so weit ist. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.