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Von Yannick Reinke

Gladbach-Comeback nach fast sieben Jahren „Super-Hirnli“ Favre kennt DIESE Borussia-Akteure noch bestens

Der künftige Gladbach-Trainer Lucien Favre (r.) klatscht mit Borussia-Verteidiger Tony Jantschke (l.) ab. Dieses Foto stammt vom DFB-Pokalspiel der Fohlen-Elf beim FC St. Pauli im Millerntor-Stadion am 10. August 2015. Beide blicken noch angespannt drein.

Der künftige Gladbach-Trainer Lucien Favre (r.) klatscht mit Borussia-Verteidiger Tony Jantschke (l.) ab. Dieses Foto stammt vom DFB-Pokalspiel der Fohlen-Elf beim FC St. Pauli im Millerntor-Stadion am 10. August 2015.

Lucien Favre (64) kehrt zurück! Fast sieben Jahre nach seinem Rücktritt im September 2015 nimmt der Schweizer Fußball-Professor („Super-Hirnli“) bald wohl wieder auf der Fohlen-Bank Platz. Viel ist in dieser Zeit im Verein passiert, doch ein paar Protagonisten aus der Mannschaft oder dem sogenannten Staff sind noch immer bei Borussia.

Ganze 13 Transferperioden gab es seit Favres Abschied, in denen Ex-Manager Max Eberl (48) den Kader gehörig umbaute. Schließlich brauchten die vier Trainer, die seitdem beim VfL tätig waren, eine Mannschaft, die ihren Vorstellungen entsprach. Dennoch sind noch sechs Profis im Kader, die auch schon unter Lucien Favre in Gladbach aktiv waren.

Gladbach: Diese Borussia-Profis kennt Lucien Favre noch

Yann Sommer (33) wechselte 2014 als Nachfolger von Marc-André ter Stegen (30) in den Borussia-Park und ist seitdem unangefochtene Nummer eins. In seiner einzigen vollen Saison unter Lucien Favre stand der Goalie in allen 48 Pflichtspielen (34 Bundesliga, vier DFB-Pokal, zehn Europa League) über die volle Distanz auf dem Platz. Dabei kassierte Gladbach nur insgesamt 39 Gegentreffer und blieb ganze 20-mal ohne Gegentor – ein Faustpfand auf dem Weg zu Platz drei in dieser Spielzeit! Unter Favre hatte Sommer einen Schnitt von nur einem Gegentor pro Spiel, ein Wert von dem Gladbach aktuell nur träumen kann. Favre kannte Sommer aus der Schweiz, war mit dessen Werdegang vertraut und hält große Stücke auf seinen Landsmann.

Bevor die Zeit von Nico Elvedi (25) bei Borussia so richtig losging, war Favres Ära beendet. Elvedi kam 2015 als 18-Jähriger vom FC Zürich, sein Landsmann setzte zu Saisonbeginn jedoch unter anderem auf Marvin Schulz (27) oder Andreas Christensen (26). An den ersten beiden Spieltagen stand Elvedi immerhin im Kader, bevor er danach bei der U23 spielte. Erst unter André Schubert (50) feierte er dann später sein Bundesliga-Debüt und entwickelte sich zur absoluten Stammkraft.

Tony Jantschke (32) erlebte unter Lucien Favre seine wohl beste Zeit bei den Fohlen und wurde zum „Fußballgott“. Unter Michael Frontzeck (58) kam Jantschke 2010/2011 auf nur acht Einsatzminuten und auch in den ersten beiden Spielen nach dem Trainerwechsel blieb dem damals 21-Jährigen nur ein Platz auf der Bank. Am 25. Spieltag stand er dann gegen Hoffenheim in der Startelf und verpasste nur noch eine Saisonminute. Jantschke hatte von da an einen Stammplatz, den er bis zu Favres Rücktritt nicht mehr verlor, erst als Rechts-, später als Innenverteidiger. 15.221 Minuten und 171 Pflichtspiele, Jantschke war elementar für den Weg von der Relegation in die Champions League.

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Als 2013 Christoph Kramer (31) nach Gladbach wechselte, rechnete wohl kaum jemand damit, dass der damals 22-Jährige ohne Bundesligaerfahrung von Beginn an eine Verstärkung sein würde. Favre vertraute Kramer jedoch von Beginn an und setzte ihn in 33 Bundesligaspielen ein, lediglich eine Gelbsperre verhinderte die volle Saison. Unter Favre wurde Kramer zum Nationalspieler, Weltmeister 2014 und unangefochtenem Stammspieler, bis er 2015 zurück zu Bayer Leverkusen ging.

Die Lücke, die Kramer mit seinem Abgang riss, sollte Lars Stindl (33) füllen. Den Kapitän von Hannover 96 verpflichtet zu haben, galt als Transfer-Coup, allerdings wusste Favre nicht so richtig, was er mit dem heutigen „Capitano“ anfangen sollte. Zunächst stellte er Stindl im zentralen Mittelfeld auf, danach im rechten Mittelfeld. Bei der Derbyniederlage gegen Köln im September 2015, Favres letztem Spiel als Gladbach-Coach, saß Stindl sogar 90 Minuten auf der Bank.

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Auch der Stern von Patrick Herrmann (31) ging erst mit Lucien Favre so richtig auf. Zwar kam der Flügelflitzer schon unter 2010 Michael Frontzeck zu seinen ersten Einsätzen, es dauerte aber bis zum Herbst 2011, dass sich „Flaco“ als Stammspieler etablierte und langfristig überzeugte. Unvergessen sein Auftritt am 20. Januar 2012, als Herrmann den FC Bayern beim 3:1 zum Rückrundenauftakt fast im Alleingang abschoss. In den drei Saisons von 2012 bis 2015 machte Herrmann unter Favre 32, 34 und 32 Bundesligaspiele und war fester Bestandteil der Mannschaft, die 2015 in die Champions League marschierte. Favre formte Herrmann zum Nationalspieler und Vereinsikone. 166 Partien absolvierte der 31-Jährige unter dem Schweizer, in denen er 35 Tore erzielte und 34 weitere vorlegte.

Königs, Bonhof & Co: Alte Bekannte auch unter den Gladbach-Bossen

Neben den Spielern gibt es auch im Trainer- und Funktionsteam sowie in der Geschäftsstelle noch zahlreiche Personen, die schon zu Favres erster Amtszeit teil des Klubs waren.

So wird Co-Trainer Frank Geideck (55) wieder zum Team des Schweizers gehören. Seit 2009 ist der gebürtige Bielefelder bei Borussia und stand seitdem Michael Frontzeck, André Schubert, Dieter Hecking (57), Marco Rose (45), Adi Hütter (52) und eben Lucien Favre als Assistent zur Seite.

Im medizinischen Bereich sind die Ärzte Stefan Hertl (62, seit 2003) und Heribert Ditzel (70, seit 1993) seit mehreren Jahrzehnten für die Gesundheit der Spieler verantwortlich. Außerdem arbeiteten auch Physiotherapeut Dirk Müller (53, seit 2006) und Masseur Adam Szordykowski (47, seit 2009) schon weit vor der ersten Favre-Ära beim VfL.

Noch viel länger ist Busfahrer Marcus Breuer (52) im Verein. Ab 1985 war der Grevenbroicher erst Jugendspieler, seit 1994 fährt er die Fohlen zum Stadion und ist als Zeugwart im Einsatz. Auch seinen Kollege Christian Rieger (30), der seit 2015 bei Borussia ist, hat Lucien Favre noch kennengelernt.

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In anderer Position wird Favre dagegen mit Christofer Heimeroth (40) zu tun haben. Zu seiner aktiven Zeit kam „Heimi“ als Vertreter von Marc-André ter Stegen und Yann Sommer auf nur einen Bundesligaeinsatz unter Favre: 2012 vertrat er für 13 Minuten den verletzten ter Stegen. Am 6. Dezember 2012 machte Favre Heimeroth allerdings ein besondere Nikolausüberraschung. Da das Weiterkommen in der Europa League schon feststand, gönnte der Schweizer seiner Nummer zwei den ersten Europapokaleinsatz seiner Karriere – und zugleich sein letztes Spiel im Gladbach-Trikot. Heimeroth bedankte sich beim 3:0-Sieg bei Fenerbahce Istanbul mit einer weißen Weste.

Heute ist Christofer Heimeroth als Teammanager für alles Organisatorische um die Mannschaft, wie beispielsweise Auswärtsreisen, verantwortlich.

Aus dem aktuellen Gladbacher Präsidium kennt Favre auch noch Präsident Rolf Königs (80), Vizepräsident Rainer Bonhof (70) und Hans Meyer (79).

Aus der Geschäftsführung Finanz-Chef Stephan Schippers (54), Mediendirektor Markus Aretz (55) und Sportdirektor Roland Virkus (55), der zu seiner ersten Amtszeit bereits Jugendkoordinator war.

Chefscout Steffen Korell (50) und Favre sind ebenfalls gute Bekannte.

Und Gladbach-Stürmer Alassane Plea (29) kennt Favre noch aus gemeinsamen Zeiten bei OGC Nizza.