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Vier Mann für zwei Plätze Gladbachs Mittelfeld-Casting ist eröffnet

Philipp Sander, Mert Koemuer, Dimitris Giannoulis im Kampf um den Ball.

Philipp Sander, nimmt den Konkurrenzkampf im Mittelfeld an.

Im Gladbacher Mittelfeld wird alles auf den Kopf gestellt! Coach Eugen Polanski hat eine echte Herausforderung vor sich: Er muss eine völlig neue Besetzung für die Doppelsechs formen, denn Rocco Reitz (jetzt bei RB Leipzig) und Yannik Engelhardt (wieder bei Como 1907) sind weg.

Die beiden waren zuletzt im Zentrum der Mannschaft gesetzt. Engelhardt fungierte dabei als der typische Zerstörer, während Reitz die Rolle des vorstoßenden Achters übernahm.

Können Zento Uno und Enzo Leopold die Lücke füllen?

Um diese entstandene Lücke zu füllen, hat Gladbach zwei interessante neue Spieler geholt: Da ist zum einen Zento Uno (22), der vom japanischen Top-Klub Shimizu S-Pulse an den Niederrhein wechselt und sofort eine wichtige Funktion übernehmen soll. Sportchef Rouven Schröder charakterisiert den körperlich starken Japaner als „defensiv denkenden, taktisch disziplinierten, zweikampf- und laufstarken Mittelfeldspieler mit den größten Stärken im Spiel gegen den Ball“.

Und dann ist da noch Enzo Leopold, der von Hannover 96 kommt, wo er Kapitän war. Er scheint wie gemacht für die Position von Reitz, um als Spielgestalter aus dem Rückraum zu agieren. Das berichtet das Fachmagazin „Kicker“.

Die große Frage bei den beiden Liga-Neulingen ist, wie zügig sie sich an die gestiegene Geschwindigkeit und körperliche Härte anpassen können. Aber die Konkurrenz schläft nicht. Da die Borussia plant, wieder mit einer Vierer-Abwehrreihe und dem 4-2-3-1 als Basisformation zu spielen, werden zwei Positionen frei. Und zwei bereits bekannte Gesichter wollen da mitmischen: Philipp Sander und Jens Castrop.

Polanski hatte Sander, der bei Holstein Kiel noch den Rhythmus vorgab, in der letzten Saison zweckentfremdet und ihn rechts in der Dreier-Abwehr aufgestellt. Jetzt aber soll der spielkluge Profi mit seinen sicheren Pässen wieder auf seine gewohnte Rolle in der Mitte zurückkehren.

Ebenso will Jens Castrop, einer der Senkrechtstarter der vergangenen Saison, in die Zentrale. Der Ex-Nürnberger hat bislang hauptsächlich auf der Flügelposition als Dauerläufer geglänzt. Castrop ähnelt mit seiner Spielweise am ehesten dem gegangenen Reitz: bissig in den Duellen und mit viel Power beim schnellen Umschalten.

Eine komplett andere Situation ergibt sich für Florian Neuhaus. Für den Top-Verdiener scheint in diesem internen Wettbewerb kaum Platz zu sein. Der Verein möchte ihn am liebsten von der Gehaltsliste bekommen, um Budget freizuschaufeln.

Obwohl er unter Polanski kurzzeitig wieder aufblühte, saß er seit Februar meist nur noch auf der Bank. Spannend wird nun, ob Neuhaus, dessen Kontrakt bis 2027 läuft, dieses Mal für einen Transfer bereit ist. (red)