Borussia-Stimmen zum Union-Sieg Polanski: „Dann hätten wir vielleicht den Kürzeren gezogen“
Trainer Eugen Polanski beim Spiel von Borussia Mönchengladbach gegen Union Berlin.
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Was war das für ein wichtiger Sieg! Borussia Mönchengladbach konnte am Samstagnachmittag (28. Februar 2026) gegen Union Berlin (1:0) endlich wieder drei Punkte einfahren.
Die Mannschaft von Trainer Eugen Polanski (29) klettert in der Tabelle auf Platz zwölf und hat nun 25 Zähler auf dem Konto – drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Kevin Diks brachte die Fohlen in der 90.+4. Minute per Elfmeter in Führung und ließ seine Mannschaft jubeln.
Diks: „Heute hat einfach jeder für jeden im Team gespielt und gekämpft“
„Borussia.de“ hat die Stimmen zum Erfolg gegen Union gesammelt:
Rocco Reitz: „Dieser Sieg tut extrem gut. Vor allem vor eigenem Publikum. So wie das Spiel insgesamt gelaufen ist, haben wir es uns am Ende auch verdient, durch so einen Lucky Punch zu gewinnen. Es war extrem dramatisch. Heute musste alles stimmen: der Einsatz, die Aufteilung in den Räumen, das Spiel mit dem und gegen den Ball. Am Ende sind wir mit dem Sieg belohnt worden. Wenn man sieht, wie die Konkurrenz in der Tabelle gespielt hat, war es umso wichtiger, heute zu punkten. Aber jetzt schauen wir wieder nur auf uns und versuchen weiter, so viele Punkte wie möglich zu sammeln.“
Kevin Diks: „Es war ein ganz wichtiger Sieg heute. Die letzten vier Wochen waren schwierig, der Druck nach den ausbleibenden Ergebnissen war groß. Es war klar, dass es ein richtig hartes Stück Arbeit wird gegen Union Berlin – und das war es auch. Aber wir haben heute alles auf dem Platz gelassen und am Ende den Lohn dafür geerntet. Ich habe seit zwei Jahren kein Tor mehr aus dem Spiel herausgeschossen, also war ich im ersten Moment nach dem Treffer überglücklich. Aber dann kam der VAR, und es war Abseits.“
Und weiter: „Aber ich habe gelernt, dass du solche Rückschläge schnell wegstecken und dich wieder pushen musst. Deswegen war ich auch wieder voll da, als ich den Elfmeter geschossen habe. Wir dürfen uns nach diesem Sieg aber nicht ausruhen, wir müssen weiter hart arbeiten. Dieser Auftritt und dieser Sieg sollen kein Einzelfall bleiben, sondern so wollen wir nächste Woche wieder auftreten. Heute hat einfach jeder für jeden im Team gespielt und gekämpft.“
Philipp Sander: „Ich habe nichts anderes erwartet, als dass es heute ein hartes Stück Arbeit wird. Wir haben uns vor dem Spiel gesagt: Das gibt heute einen dreckigen Sieg! Trotzdem sind die drei Punkte in meinen Augen hochverdient. Wir waren die Mannschaft, die während des Spiels mehr versucht hat. Wir haben heute einfach nicht aufgesteckt, auch nach vergebenen Chancen oder dem zurückgenommenen Tor nicht. Riesenkompliment an die Mannschaft, das war heute ganz wichtig – natürlich auch für die Fans. Sie haben heute gesehen, dass wir unbedingt wollen und haben uns mit ihrer Unterstützung über die gesamte Spielzeit getragen. Wenn wir die Punkte holen, müssen wir uns mit den anderen Mannschaften in der Tabelle gar nicht beschäftigen. Wir wollen heute diesen Dreier genießen und ab nächster Woche wieder hart arbeiten.“
Wael Mohya: „Es war ein hart umkämpftes Spiel. Am Ende haben wir uns für unseren Aufwand belohnt – endlich. Zum ersten Mal als Teil der Startelf aufzulaufen, war einfach ein tolles Gefühl. Die Jungs haben mich heute super unterstützt. Die drei Punkte sind extrem wichtig. Wir machen immer weiter und geben nie auf – heute haben wir uns genau dafür belohnt.“
Trainer Eugen Polanski: „Es war ein verdienter Sieg. Wir mussten heute sehr lange ein hartes Brett bohren, und das hieß Union Berlin. Am Ende haben wir es zum Glück durchgebohrt bekommen. Das war ein Spiel, das in so einer Phase, in der wir uns befinden, schnell in eine Richtung gehen kann, dass es ein reines Kampfspiel wird. Und dann hätten wir gegen Union vielleicht den Kürzeren gezogen. Dementsprechend bin ich froh, dass die Mannschaft auch den spielerischen Ansatz gezeigt hat, ohne das Kämpferische zu vernachlässigen. Es ist eine Qualität von Kevin Diks, so nervenstark zu sein, dass er den Elfmeter reinschießt. Wenn man sieht, wie häufig er und auch Nico Elvedi heute in der Offensive aufgetaucht sind, dann sind das zwei gute Beispiele dafür, dass wir den absoluten Willen hatten, dieses Spiel auf unsere Seite zu ziehen.“