„Spielt um den Weltfußballer mit“ Kramer: Bei diesen zwei Ex-Fohlen lag er komplett daneben
Christoph Kramer prognostizierte einem Ex-Gladbacher die ganz große Karriere.
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Selbst die Besten irren sich mal gewaltig! Christoph Kramer, Weltmeister von 2014, hat nun im Podcast „Copa TS“ zwei krasse Fehlurteile offenbart. Vor allem bei einem ehemaligen Teamkollegen von Borussia Mönchengladbach lag Kramer völlig daneben.
Kramer räumte ein, sich bei zwei Profis „richtig doll vertan“ zu haben. Das berichtet „SPORT1“. Einer davon war Michaël Cuisance. Die damalige Einschätzung von Kramer ist unglaublich: „Ich dachte bei Cuisance wirklich, jetzt übertrieben gesagt – aber so habe ich ihn gerated damals – dass der irgendwann mal um den Weltfußballer mitspielt.“
„Ich dachte, Fraulo wird Stammspieler über Jahre bei Borussia“
Aber die Karriere verlief anders. Nach Stopps beim FC Bayern, Marseille, Venedig, Sampdoria und dem VfL Osnabrück landete Cuisance im Sommer 2024 bei Hertha BSC – und damit in der 2. Bundesliga.
Dabei startete seine Zeit am Niederrhein extrem hoffnungsvoll. Von 2017 bis 2019 zauberte Cuisance für die Borussia. Gleich in seiner ersten Saison gab es eine riesige Auszeichnung: Die Fans wählten ihn zum Spieler der Saison, obgleich er zumeist als Joker fungierte. Kramer beschreibt einen Kicker, der „irgendwas Verrücktes, Geiles hatte“ und damit die Fans in einer ansonsten mäßigen Spielzeit begeisterte.
Der Wendepunkt folgte aber. Cuisance wollte in seinem zweiten Jahr mehr erreichen und legte mit großem Ehrgeiz im Kraftraum los. „Da hat er ein bisschen was verloren“, lautet Kramers heutige Analyse. Der Mittelfeldmann aus Frankreich habe sich „bestimmt zwei, drei Kilo Muskelmasse aufgebaut“ und so an seiner „Geschmeidigkeit, von seinem Können verloren.“
Dieser Muskelaufbau war für einen Profi gewaltig, meint Kramer. Plötzlich war Cuisance ein komplett anderer Spielertyp, mit verändertem Körperschwerpunkt und einer neuen Spielweise. Einen Vorwurf wegen fehlender Motivation macht Kramer ihm aber nicht, ganz im Gegenteil: „Man kann ihm eigentlich nichts vorwerfen, weil er wollte, wollte, wollte. Aber ich glaube, dass er das Falsche gemacht hat.“
Die Schlussfolgerung ist eine bittere Lektion für Nachwuchshoffnungen: Es kann eine „ganz, ganz, ganz kleine Kleinigkeit“ den Unterschied machen, ob der Weg zum „Weltfußballer“ oder zum „guter Zweitligaspieler bei Hertha“ führt.
Doch nicht nur bei Cuisance lag Kramer mit seiner Prognose falsch. Auch Ex-Fohlen Oscar Fraulo schätzte er nicht richtig ein. „Ich dachte, Oscar Fraulo wird auf jeden Fall Stammspieler über Jahre bei Borussia Mönchengladbach“, so Kramer. In Wahrheit absolvierte Fraulo lediglich sechs Bundesliga-Spiele für Borussia. Nach einer zweijährigen Leihe zum FC Utrecht (2023/25) wechselte der Däne in diesem Januar für 400.000 Euro fest zum englischen Zweitligisten Derby County. (red)
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