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Von Daniel Thiel

Muster schon bekannt Gladbach-Name fällt im Bayern-Kosmos – hängt mit Eberl-Zukunft zusammen

Max Eberl hält ein Handy in der Hand.

Max Eberl, hier am 22. Juli 2023 in Amt und Würden bei RB Leipzig, steht vor einem Engagement beim FC Bayern München. Zuvor arbeitete er von 1999 bis 2022 bei Borussia Mönchengladbach.

Neuer Klub, altes Muster!

Vor ziemlich genau zwei Jahren kündigte Max Eberl (50) tränenreich seinen Abschied bei Borussia Mönchengladbach nach fast 23 Jahren an. Der langjährige Fohlen-Manager steht 24 Monate später vor seinem zweiten Bundesliga-Job seiner Post-Gladbach-Ära.

Von Gladbach zum FC Bayern München? Hängt mit Eberl-Situation zusammen

Nach einem knappen Jahr bei RB Leipzig soll Eberl, das ist längst nur noch ein offenes Geheimnis, im Laufe der Rückrunde beim FC Bayern München in verantwortlicher Position einsteigen.

Bereits während seiner Zeit beim amtierenden DFB-Pokalsieger gab es ein Muster, das sich besonders in der Anfangszeit von Eberl hartnäckig hielt: Berichte um mögliche langjährige Fohlen, die Eberls Weg zu einem Bundesliga-Konkurrenten mitgehen könnten.

Vor seinem Rauswurf bei RB gab es etwa Gerüchte darum, dass Marcus Thuram (26), den Eberl 2019 aus Frankreich an den Niederrhein gelotst hatte, auf Spieler-Ebene seinem Ex-Manager folgen könnte. Bei den Verantwortlichen wurde Nils Schmadtke (34), seit Sommer 2023 Sportdirektor bei Borussia, in dieser Position auch bei RB Leipzig gehandelt – weil er aus gemeinsamer Gladbach-Zeit als Eberl-Vertrauter galt.

Ein weiterer Mann, bei dem unbestritten ist, dass er zu den engsten Kollegen Eberls in seinen erfolgreichen Jahren als Fohlen-Entscheider gehörte, wurde bereits in Leipzig ins Gespräch gebracht – nun fällt sein Name wieder: Steffen Korell (52).

Unter Eberl wurde der einstige Borussia-Kapitän zu Gladbachs Gehirn und Spezialwaffe in Sachen Kaderplanung – und zum wichtigsten Eberl-Unterstützer in Transfer-Verhandlungen.

Der 52-Jährige ist im Borussia-Umfeld so hoch angesehen, dass ihm als Erstes die Eberl-Nachfolge angeboten wurde. Allerdings entschied sich Korell, weiter in der zweiten Reihe zu bleiben – und arbeitet nun gemeinsam mit Geschäftsführer Roland Virkus (57).

Die „Sport Bild“ bringt Korell als Kandidaten für Bayern München ins Spiel, weil der FCB-Kaderplaner Marco Neppe (37) vor dem Aus steht – und es sich abzeichnet, dass dessen Nachfolger ein Eberl-Vertrauter sein könnte.

Wie realistisch ist ein solcher Schritt aber? Korell fühlt sich in seiner Rolle bei Borussia bekanntermaßen äußerst wohl, wollte vor zwei Jahren seine aktuelle Position als Lenker im Hintergrund nicht gegen eine Rolle mit mehr Macht – aber auch mehr öffentlicher Aufmerksamkeit – eintauschen.

Das spricht gegen einen Schritt zu dem Verein, über den in Deutschland mit Abstand am meisten berichtet wird – und der auch weltweit zu den absoluten Giganten des Fußballs zählt.

Bereits zu Eberls Leipziger Zeit konkretisierte sich nicht, dass Korell seinem langjährigen Kollegen zu einem der ambitioniertesten Bundesligisten folgt. Dem FC Bayern ist es aber in Zukunft immer wieder gelungen, Verantwortliche aus der zweiten Reihe von andern Bundesligisten loszueisen – etwa Michael Reschke (66), Laurent Busser (53, beide vorher bei Bayer Leverkusen) und Markus Pilawa (46, vorher BVB).

In Gladbach hat sich mittlerweile ein Dreiergespann, unterstützt von Chefscout Mario Vossen (48), gebildet: Schmadtke, Virkus und Korell stecken in Personal-Fragen intern die Köpfe zusammen, die beiden Erstgenannten teilen sich seit Saisonbeginn die Rolle als Borussia-Sprachrohr mit öffentlichen Auftritten.

Als weitere Kandidaten nennt die „Sport Bild“ Christopher Vivell (37), ehemals RB Leipzig und FC Chelsea, sowie Felix Krüger (36), mit dem Eberl in Leipzig zusammenarbeitete.

Das schon bekannte Muster, dass immer wieder Borussia-Namen bei Eberl-Klubs fallen, setzt sich nun auch bei den Bayern fort – allerdings gibt es aktuell wenig Grund, dass dem Borussia-Umfeld angst und bange werden muss.