Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Von Béla Csányi (bc)

„Es ist erbärmlich“ Ewald Lienen kommt bei Gladbach-Spiel die Wut hoch

Bei einem TV-Auftritt gestikuliert Ewald Lienen.

Ewald Lienen wurde noch während des Gladbach-Spiels gegen Mainz 05 am Sonntag deutlich.

Passend zum Tabellenstand ist auch die Laune bei Borussia Mönchengladbach im Keller. Das blutleere 1:1 gegen Mainz 05 am Sonntag (22. April 2026) sorgte im Umfeld für massive Enttäuschung, erhöhte auch den Druck auf Trainer Eugen Polanski (40).

Trotz eines überschaubaren Auftritts schnupperte Gladbach ganz lange an den drei Punkten, lag bis tief in die Nachspielzeit mit 1:0 in Führung. Dann brachte ein gleichermaßen später wie vermeidbarer Elfmeter die Mannschaft um den Sieg. Der frühere Borussia-Trainer Ewald Lienen (72) tobte schon während der Live-Übertragung des Spiels.

Gladbach-Szene bringt Ewald Lienen aus dem Konzept

Gemeinsam mit DAZN-Kommentator Michael Born zeichnete Lienen gerade die neueste Folge seines Podcasts „Der Sechzehner“ auf. Parallel ließen beide im TV das zu dieser Zeit stattfindende Gladbach-Spiel laufen, bei dem es Lienen beim Elfmeter-Pfiff zunächst die Sprache verschlug.

„Das glaube ich jetzt nicht“, sagte Lienen nach kurzer Pause, bezog sich damit auf den Elfmeter-Pfiff von Schiedsrichter Tobias Welz (48). Yannik Engelhardt (25) hatte dem eigentlich seitlich aus dem Strafraum herauslaufenden Phillipp Mwene (32) einen unnötigen Schubser mitgegeben, den Österreicher zudem unten am Fuß getroffen.

Auch wenn Mwene nicht gerade der Ruf als größter Sportsmann der Bundesliga vorauseilt und er spektakulär fiel, war der Pfiff besonders wegen des Fußtreffers korrekt. Engelhardts Armeinsatz hatte im Zweikampf zudem überhaupt nichts zu suchen.

Lienen aber sah es komplett anders. „Das ist doch lächerlich. Das ist eine Schwalbe von Mwene, eine klassische Schwalbe von Mwene. Er spürt die Hand im Rücken“, schimpfte er, richtete sich dann verzweifelt an den Schiri: „Herr Welz, nehmen Sie es bitte zurück. Es ist erbärmlich. Das ist erbärmlich, wenn das einen Elfmeter gibt.“

Dass der Elfmeter-Pfiff bestehen blieb und Nadiem Amiri (29) für die Mainzer verwandelte, besserte Lienens Laune wenig überraschend nicht. „Die freuen sich den Arsch ab. Es ist eine Schwalbe und sie freuen sich – wunderbar“, kommentierte er den Torjubel hörbar verstimmt und sarkastisch.