Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Ex-Borusse vor dem Pokal-Wunder Dieser Trick kann ihn in den DFB-Pokal katapultieren

Trainer Bekim Kastrati jubelt mit erhobenen Armen

Trainer Bekim Kastrati jubelt mit erhobenen Armen.

Ein Mann mit Fohlen-Stallgeruch steht vor dem ganz großen Wurf! Bekim Kastrati, der einst viermal für Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga auflief, trainiert heute den Oberligisten SC St. Tönis 11/20. Mit seiner Truppe hat er es erstmals in der Klubgeschichte ins Halbfinale des Verbandspokals geschafft. Am Mittwoch, 25. März (ab 19.30 Uhr), steigt dort das Hammer-Duell gegen den Liga-Rivalen FC Büderich.

Dieses Spiel könnte für beide Vereine die Eintrittskarte in den DFB-Pokal bedeuten. Der Grund ist eine spezielle Regelung im Wettbewerb. Im anderen Halbfinale begegnen sich der 1. FC Bocholt aus der Regionalliga West und Drittligist MSV Duisburg. Sollten die favorisierten „Zebras“ aus Duisburg siegen und am Ende der Saison unter den ersten vier der 3. Liga stehen, wäre der Finalverlierer ebenfalls für den nationalen Pokal qualifiziert – egal, wie das Finale ausgeht. Das berichtet „FVN.e.V.“.

Ex-Fohlen Bekim Kastrati träumt vom DFB-Pokal

„Das ist für unseren Verein eine einmalige Chance“, sagt der 46-jährige Kastrati, der mit seiner Familie in Mönchengladbach wohnt und als Immobilienkaufmann arbeitet. Die Vorfreude sei „riesengroß“. Die Erinnerungen an die bisherigen Liga-Duelle mit Büderich sind rosig: Einem krachenden 5:0 in der Hinrunde ließ St. Tönis einen 4:3-Sieg im torreichen Rückspiel folgen.

Trotzdem warnt der Ex-Profi vor zu viel Euphorie. „Ich erwarte einen heißen Kampf“, sagt der frühere albanische Nationalspieler, der zwei Länderspiele absolvierte. „Im Hinspiel hatten wir einen sehr guten Tag, das zweite Aufeinandertreffen hätte aber auch anders ausgehen können“, so der Coach des SC. Schließlich hat der FC Büderich im Viertelfinale mit dem Wuppertaler SV (1:0) einen Regionalligisten sensationell rausgeworfen.

Die krasse Entwicklung des SC St. Tönis, der 2012 noch in der Kreisliga B spielte, ist eng mit Kastrati verbunden. Der zweifache Familienvater fing 2018 beim Vorgängerklub DJK Teutonia St. Tönis an und führte das Team direkt von der Bezirksliga in die Spitzengruppe der Landesliga. In der Saison 2019/2020 genügte der zweite Platz nach dem Corona-Abbruch für den Aufstieg in die Oberliga.

Nach zwei Aufstiegen und einem achten Platz in der ersten Oberliga-Saison ging Kastrati für ein kurzes Gastspiel zum damaligen Viertligisten SV Straelen. „In Straelen hatte ich keine gute Zeit“, blickt er zurück. Währenddessen fusionierte sein alter Verein zum heutigen SC St. Tönis 11/20. Als der neue Klub in der Saison 2023/2024 in Abstiegsgefahr schwebte, kam Kastrati zurück, verhinderte den Absturz und etablierte die Mannschaft in der Oberliga. „Zum Glück war es die richtige Entscheidung“, lautet sein Fazit.

Während seiner Zeit als Profi bei der Borussia hat der einstige Stürmer viel erlebt. Vor über 20 Jahren gab er sein Bundesliga-Debüt für Gladbach. Im Kader stand er damals neben Stars wie Giovane Elber, Oliver Neuville und Eugen Polanski. „Giovane Elber war mein Idol, von ihm konnte ich mir im Training viele Dinge abschauen“, verrät Kastrati. Der Draht zu Polanski ist nie abgerissen: „Bei ihm war schnell abzusehen, dass er sich durchsetzen wird. Wir tauschen uns gelegentlich über WhatsApp aus.“

Zwei schwere Kreuzbandrisse stoppten eine längere Profi-Laufbahn von Kastrati. „Ich habe mich nach den schweren Verletzungen durch Fleiß und Disziplin immer wieder zurückgearbeitet. Diese Werte will ich an meine Mannschaft weitergeben“, erklärt er. Trotz der Erfolge und des aktuellen vierten Tabellenplatzes bleibt der Verein auf dem Boden. Ein Aufstieg in die Regionalliga kommt wegen der fehlenden Infrastruktur nicht infrage. „Wir sind Feierabendfußballer“, betont Kastrati, dessen Mannschaft nur dreimal pro Woche trainiert und sich den Platz oft teilen muss.

Trotzdem fühlt sich der Trainer „pudelwohl“ und hat seine Zusage für eine weitere Saison bereits per Handschlag gegeben. Sollte der Pokal-Coup gelingen, hat er auch schon einen Traumgegner im Visier: „Ein Duell mit Borussia Mönchengladbach wäre die Kirsche auf der Sahnetorte.“ Und für den Fall, dass der MSV Duisburg die nötige Vorarbeit leistet, gibt es einen verrückten Plan: „Wir werden dann mit der gesamten Mannschaft ein Duisburger Heimspiel in der 3. Liga besuchen und uns als MSV-Fans outen.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.