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Von Achim Müller, Hannah Gobrecht

Blanke Borussia-Brust? Gladbach hält sich beim Thema Hauptsponsor (noch) zurück

Borussia ist auf der Suche nach einem neuen Hauptsponsor. Noch hält sich der Klub bedeckt darüber, wer im Sommer die Postbank auf der Trikot-Brust der Fohlen-Elf ablösen wird.

Borussia ist auf der Suche nach einem neuen Hauptsponsor. Noch hält sich der Klub bedeckt darüber, wer im Sommer die Postbank auf der Trikot-Brust der Fohlen-Elf ablösen wird.

Mönchengladbach - Die Uhr tickt. Für Borussia Mönchengladbach. Der VfL sucht einen neuen Hauptsponsor. Der Deal mit der Postbank endet nach elf Jahren zum 30. Juni. Ein Nachfolger soll her.

Coronakrise ist nicht hilfreich

Was einer Mission bedurfte, welche durch die globalen Folgen der Corona-Pandemie den Entscheidern am Niederrhein in den vergangenen Monaten alles andere als leichtgefallen sein dürfte. Es gibt wohl kaum einen ungünstigeren Zeitpunkt für einen Fußball-Bundesligisten, als mitten in der Coronakrise, diesen Sommer also, einen potenten Geldgeber präsentieren zu müssen.

Das Szenario „blanke Brust“ machte deshalb, hinter vorgehaltener Hand, bereits rund um den Borussia-Park die Runde. Nach Recherchen unserer Redaktion sollte es dem VfL allerdings gelungen sein, dieses Worst-Case-Szenario abzuwenden. Borussia wird aller Voraussicht nach alsbald den Postbank-Nachfolger präsentieren.

Gerüchte nehmen immer mehr zu

Allerdings hält sich der Verein weiterhin bedeckt darüber, wie das neue Firmen-Logo auf den ebenso neuen Trikots von Ausrüster Puma ab dem 1. Juli heißen wird. Auf Nachfrage unserer Redaktion teilte der Klub mit: „Es gibt noch nichts zu vermelden.“

Jüngst tauchten im Internet Gerüchte in den sozialen Netzwerken auf, der neue Hauptsponsor sei ein niederländisches Unternehmen. Dazu würden auch die Farben des neuen Partners, anders als der gelbe Postbank-Balken, zum VfL passen. Prompt kursierten Namen wie die Versandapotheke „DocMorris“ durch die digitalen Klatsch-Plattformen.

Eberl: Das ist kein einfacher Job

Manager Max Eberl (46) sagt – Stand jetzt – zumindest das auf Nachfrage: „Ich weiß, dass Guido Uhle (Prokurist Sponsoring, Anm. d. Red.) mit seinem Team und Geschäftsführer Stephan Schippers zusammen da wirklich mit heißer Nadel stricken. Dass da gerade alles versucht wird, in die Wege zu leiten. Wenn wir es fix haben, dann können wir es auch verkünden.“

Eberl betont weiter: „Jeder kann sich vorstellen, dass das kein einfacher Job ist in der heutigen Zeit. Aber da haben wir sehr großes Vertrauen in unser Team. Ich denke, da sind wir auf einem sehr, sehr guten Weg. Und der ist nicht mehr lange.“

Europapokal-Teilnahme hilfreich

Bis zu sieben Millionen Euro soll die Postbank bezahlt haben, jährlich, wenn Borussia sportlich nahezu das Optimum, sprich, die Champions-League-Teilnahme, herausholen konnte. Der neue Hauptsponsor, so der ursprüngliche Plan der Macher, sollte um die zehn Millionen pro Jahr berappen. Dann kam die Pandemie.

Hilfreich für Schippers, Uhle & Co. dürfte sein, dass Borussia im kommenden Jahr auf jeden Fall in einem internationalen Wettbewerb vertreten sein wird. Die Europa-League-Teilnahme ist Gladbach bereits sicher. Sollte es am Saisonende gar die Champions League sein, könnte die Nummer „neuer Hauptsponsor“ dadurch auch noch einmal – Stichwort Verhandlungssumme – zusätzlich befruchtet werden.