Keine Zukunft am Niederrhein Gladbach-Boss greift bei zwei Profis hart durch
Vor zwei Jahren gingen sie vorne weg, heute sollen sie sich einen neuen Verein suchen: Tomas Cvancara (2.v.l.) und Grant-Leon Ranos (2.v.r.) gehen im Sommer 2024 zwischen Luca Netz (l.) und Lukas Ullrich (r.) zum Auftakttraining am Borussia-Park.
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Ein frischer Wind fegt durch den Borussia-Park! Rouven Schröder hat schon beim Coaching-Team ordentlich aufgeräumt, indem er sich von Vereinsikone Oliver Neuville und Guido Streichsbier verabschiedete.
Jetzt ist die Mannschaft an der Reihe. Die große Überraschung zum Start der Vorbereitung: Ein Duo mit gültigen Arbeitspapieren war nicht anwesend und soll sich umgehend einen neuen Klub suchen. Im Fokus stehen dabei Tomas Cvancara sowie Grant-Leon Ranos.
Rouven Schröder über Grant-Leon Ranos: „Für ihn gibt es einen Markt“
Für Grant-Leon Ranos ist die Situation glasklar. Der Stürmer hat die Erlaubnis erhalten, sich nach einem anderen Verein umzusehen, obwohl sein Vertrag noch eine Saison läuft. Dazu fand Schröder deutliche Worte: „Grant-Leon haben wir freigestellt, damit er sich einen neuen Verein suchen kann. Ich denke, dass er auf jeden Fall etwas finden wird, für ihn gibt es einen Markt.“
Ranos, der vor drei Spielzeiten von der zweiten Mannschaft des FC Bayern kam, schaffte bei Gladbach nie den Durchbruch. Seine Leih-Stationen in Kaiserslautern und Braunschweig verliefen ebenfalls enttäuschend. Das berichtet „bild.de“.
Die Situation von Tomas Cvancara gestaltet sich sogar noch komplizierter. Für den tschechischen Spieler gibt es bei Borussia keine Perspektive mehr, er gilt mit einer gezahlten Summe von fast 11 Millionen Euro als einer der größten Fehleinkäufe in der Klubhistorie.
Eine Ausbeute von lediglich sechs Treffern und einem Assist in 49 Partien in der Bundesliga spricht eine deutliche Sprache. Momentan absolviert er nach einem Eingriff an den Adduktoren nur ein separates Programm, aber alles deutet auf eine Trennung hin. Selbst seine Leih-Engagements bei Antalyaspor und Celtic Glasgow waren nach vielversprechendem Beginn nicht von Erfolg gekrönt.
Im derzeitigen Aufgebot ist für Cvancara einfach keine Position frei. Auf dem rechten Flügel haben Franck Honorat, Nathan Ngoumou und Hugo Bolin die Nase deutlich vorn. In der Angriffsmitte ist er gegen Tim Kleindienst sowie Neuzugang Isac Lidberg ebenfalls chancenlos.
Wenn es Rouven Schröder gelingt, wenigstens einen Bruchteil der ursprünglichen Transfersumme zu erzielen, könnte man das bereits als einen Teilerfolg verbuchen. (red)