„Quasi durchgearbeitet“ Gladbach-Star greift wieder neu an
Fußballspieler Tim Kleindienst in Spielerkleidung.
Copyright: IMAGO / Beautiful Sports International
Ein Bild, das die Herzen der Gladbach-Fans höher schlagen lässt!
Am Sonntag begann für Borussia Mönchengladbach die Vorbereitung bei perfektem Wetter mit Sonne pur und Temperaturen um die 30 Grad. Etwa 1600 Fans pilgerten in den Borussia-Park, um den Startschuss live mitzuerleben. Im Mittelpunkt: Ein Comebacker, der fast wie eine Neuverpflichtung wirkt – Kapitän Tim Kleindienst ist zurück auf dem Platz!
Für mich ist Julian Nagelsmann ein guter Trainer gewesen
Der Stürmer fiel wegen einer Knieverletzung beinahe die gesamte Saison 2025/26 aus. Seine einzigen Liga-Einsätze waren zwei kurze Auftritte und ein Mini-Comeback für fünf Minuten gegen Hoffenheim. Jetzt soll Kleindienst endlich wieder durchstarten.
Sportchef Rouven Schröder ist voll des Lobes: „Tim macht einen hervorragenden Job. Er hat während der Urlaubsphase quasi durchgearbeitet und strotzt vor Selbstvertrauen.“ Der Sportchef ist optimistisch, dass der Kapitän voll belastbar ist, mahnt aber auch zur Vorsicht: Man müsse ihn nach der langen Zwangspause eventuell auch mal zügeln. Das berichtet „Kicker“.
Nach dem ersten Training war Kleindienst selbst sichtlich erleichtert und strahlte. „Das ist jetzt eine ganz andere Situation als im Mai. Da kam ich aus einer Scheißsaison, so muss man das ja nennen“, sagte er offen. „Jetzt kann ich von Tag eins an mittrainieren. Darauf habe ich hingefiebert.“ Der Stürmer kündigte an, er werde „alles dafür tun, um bestmöglich an die 100 Prozent Matchday-Fitness ranzukommen“, wisse aber auch, dass dies „ein paar Spiele brauchen“ wird.
Auch die neuen Gesichter waren bei der rund 90 Minuten langen Trainingseinheit am Start: Daniel Batz, Yukhym Konoplia, David Herold, Enzo Leopold, Jan Leszczynski und Isac Lidberg mischten direkt mit. Einzig Zento Uno trainierte nach seiner Blessur noch für sich. Doch alle Augen richteten sich auf Kleindienst, dessen Power dem Team spürbar gutgetan hat.
Der geplatzte Traum von der WM ist für den sechsmaligen Nationalspieler mittlerweile Geschichte. Das schnelle Scheitern der deutschen Nationalmannschaft bezeichnet er als „bitter“. Dass er selbst nach der ewig langen Verletzung nicht nominiert wurde, war für ihn keine Überraschung. „Schade ist es natürlich, aber am Ende weiß man ja auch nicht, ob man gespielt hätte oder nur mitgefahren wäre. Von daher ist alles in Ordnung.“
Obwohl er die Debatten um den Trainerposten beim DFB nach dem Turnier mitbekommen hat, hielt er sich mit einer Meinung zurück. „Da ist nicht mein Thema“, meinte Kleindienst. „Für mich ist Julian Nagelsmann ein guter Trainer gewesen, aber jeder kennt ja auch das Fußballgeschäft.“
Stattdessen konzentriert er sich voll und ganz auf die kommende Spielzeit mit den Fohlen. Er hat eine deutliche Vision für den Auftritt der Mannschaft: „Dass man davon spricht, dass Spiele gegen Borussia Mönchengladbach unangenehm sind, dass wir eklig sind.“ Der Spielführer verlangt eine Steigerung bei den „Basics“, die in der letzten Saison manchmal vermisst wurden. Er ist bereit, als Leader und Mentalitätsmonster wieder die Führung zu übernehmen. (red)