„Müssen wir einfach lernen!“Gladbach-Coach schlägt Derby-Alarm

Trainer Alexander Blessin im Interview

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Trainer Alexander Blessin im Interview.

Nach dem 1:1 auf St. Pauli findet der Fohlen-Coach deutliche Worte für die Leistung seiner Mannschaft.

Für Borussia Mönchengladbach war der letzte Härtetest vor dem knisternden Rhein-Derby gegen den 1. FC Köln am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) ein ziemlicher Dämpfer. Gegen den Zweitligisten FC St. Pauli reichte es für die Truppe von Alexander Blessin nur zu einem 1:1. Dabei traten erneut die bekannten Defizite zutage, was dem neuen Übungsleiter sichtlich missfiel.

Dabei sah es am Millerntor anfangs richtig gut aus für die Fohlenelf. Mit frühen Balleroberungen und zügigem Umschaltspiel über Florian Neuhaus setzten sie Akzente. Besonders die Eckstöße von Kevin Stöger sorgten immer wieder für brenzlige Situationen.

Die Abwehr bleibt das große Sorgenkind der Gladbacher

Nachdem ein Kopfball von Jan Leszczynski noch am Aluminium gelandet war, war es kurz danach Tim Kleindienst, der in der 15. Minute per Kopf das Führungstor erzielte. Doch dieser Treffer war ein Wendepunkt. Plötzlich agierte Gladbach passiv, zog sich weit zurück und überließ dem Gegner die Kontrolle. Das berichtet „bild.de“.

Die fehlende Aktivität seiner Elf brachte Blessin nach der Partie sichtlich auf die Palme. „Im tieferen Block zu stehen, heißt aber nicht, inaktiv zu sein. Das müssen wir einfach lernen!“, bemängelte der 53-Jährige.

Die Abwehr bleibt das große Sorgenkind der Gladbacher. Bereits unter den vorherigen Trainern Eugen Polanski und Jan-Moritz Lichte musste man in vier Begegnungen 16 Gegentreffer hinnehmen.

Mit dieser Bilanz fährt man als Schlusslicht der Tabelle zum Derby nach Köln. „Wir haben insgesamt zu viele Torchancen zugelassen. Das 1:1 war gerecht, aber mir wäre es natürlich lieber gewesen, wenn die Null steht“, ergänzte der Coach.

Ein weiterer Kritikpunkt des Trainers war das Spiel nach Ballgewinn. „Da waren wir in der Vorwärtsbewegung zu behäbig und haben hinten auch zu viel zugelassen“, monierte er und beklagte zudem „ein paar dummen Ballverlusten“.

Seine abschließende Bewertung fiel daher zweigeteilt aus: „Die ersten 30 Minuten haben gezeigt, dass Qualität da ist. Aber wir haben noch was zu arbeiten, müssen uns verbessern und die Fehler abstellen.“

Einen amüsanten Fauxpas erlaubte sich übrigens Blessin, der zwischen 2024 und 2026 die Geschicke bei St. Pauli leitete, höchstpersönlich. Während der Halbzeit landete er versehentlich in der Umkleidekabine seines ehemaligen Arbeitgebers St. Pauli.

„Ich war wohl im Tunnel, habe aber nach ein paar Sekunden gleich gemerkt: Moment, hier bin ich falsch“, schilderte er die Situation mit einem Lachen. Wenigstens diesen Patzer kann er beim Derby am Sonntag ganz einfach verhindern. (red)