Borussia Mönchengladbach war am 9. Bundesliga-Spieltag beim Hamburger SV zu Gast. Noten und Einzelkritik zum Flutlichtspiel.
Gladbach-EinzelkritikEine glatte Sechs bei Fohlen-Rückschlag in Hamburg

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Musste zu Beginn der zweiten Halbzeit mit Gelb-Rot vom Feld: Ko Itakura
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Borussia Mönchengladbach wird die Rote Laterne nicht los. Zum Auftakt des 9. Bundesliga-Spieltags am Freitagabend (6. November) setzte es für die Mannschaft von Aleksander Blessin beim Hamburger SV eine 1:3-Niederlage.
Dabei waren die Fohlen gut ins Spiel gekommen, sorgten beim HSV für ein turbulentes Hin und Her. Der 1:1-Pausenstand nach Treffern von Muheim (11.) und Scally (44.) war leistungsgerecht. Der Knackpunkt des Spiels fand sich aber in Fohlen-Verteidiger Itakura. Blessin verzichtete in der Pause darauf, seinen gelbverwarnten Abwehrmann herauszunehmen. Die Ampelkarte folgte schon kurz nach Wiederanpfiff und später die Hamburger Siegtreffer durch Nandja (60.) und Grönbaek (70.).
Borussia Mönchengladbach gegen Hoffenheim: Fohlen in der Einzelkritik
Daniel Batz: Bei Muheims starkem Distanzschuss zum 0:1 chancenlos. Nach 13 Minuten mit einer starken Parade gegen El Ouahdi und fortan warmgeschossen. Parierte vieles, bekam im zweiten Durchgang gegen Nandja dann nicht mehr die Arme hoch. Und konnte auch bei Grönbaeks Traumtor nur hinterherfliegen. Note 3,5
Philipp Sander: Im Aufbau als zentraler Anker gefordert. Musste sich im eigenen Strafraum auch in unübersichtliche Zweikämpfe stürzen, in denen erst etwas anbrannte, als die Borussia in Unterzahl agierte. Note 4
Ko Itakura: Ein furchtbarer Auftritt des Japaners. Ging beim Abschluss von Muheim zum 0:1 nicht entschlossen hin. Hatte Glück, nach einer halben Stunde gegen Grönbaek, kein Gelb zu sehen. Wenige Minuten später dann überfordert Gelb verwarnt. Kassierte vor der Pause noch einen Beinschuss, der eine Großchance nach sich zog. Überraschend nach der Pause auf dem Feld. Räumte nach drei Minuten Grönbaek am Seitenaus ab, mit Gelb-Rot runter. Note 6
Fabio Chiarodia: Konzentrierte sich aufs Wesentliche und ließ sich in der turbulenten Anfangsphase nicht aus der Ruhe bringen. Als Ausputzer im Strafraum lange nervenstark. Schlug nach gutem Diks-Zuspiel indes ein Luftloch und konnte am Ende nicht mehr helfen, den Laden dicht zu halten. Note 4
Joseph Scally: Fleißig, aber auch ungestüm unterwegs. Bei einfachen Bällen in der Offensive manchmal nicht auf der Höhe. Den schwierigen Aufsetzer brachte der Abwehrmann dann aber gekonnt mit der Innenseite aufs Tor und hatte ein wenig Glück, dass Hack den Ball noch abfälschte. Das 2:2 hatte der US-Boy ebenfalls auf dem Fuß, blieb aber an Borneuw hängen. Note 3
Zento Uno (bis 81.): Schöner Schuss nach 20 Minuten von der rechten Strafraumecke, für den sich Fernandes stecken muss. Sehr umtriebig unterwegs, wollte an diesem Abend unbedingt etwas zeigen. In seinen Aktionen aber auch immer wieder übermotiviert unterwegs. Bei Grönbaeks Treffer zum 3:1 zu spät am Mann. Note 4
Florian Neuhaus: Ein Distanzschuss nach 21 Minuten und der Versuch das Mittelfeld in beide Richtungen zu ordnen. Hatte nicht die großen Momente und zeigte sich beim 1:2 zu passiv. Kurz vor Schluss fast noch mit dem Anschlusstreffer. Note 4
Lukas Ullrich (bis 81.): Emsig wie immer. Ein Abschluss ging nach acht Minuten knapp am HSV-Kasten vorbei. Indirekter Vorbereiter des 1:1. Glück, dass seine unfreiwillige Vorlage auf El Ouahdi nicht bestraft wurde. Mit beherzten Antritten auch in Unterzahl. Note 3
Robin Hack (bis 56.): Viel unterwegs, wenn auch nicht alles gelang. Guter Versuch nach 25 Minuten mit seinem Linksschuss aus der Drehung. Berührte den Ball zum Ausgleich entscheidend, wenn auch nicht gewollt. Note 3
Wael Mohya: War sich selbst für Defensivarbeit nicht zu schade. Dribbelte sich vorne auch mal fest. Behielt vor dem Pausenpfiff die Übersicht, als er Ullrich für eine Flanke freispielte. Nach dem Platzverweis Itakuras ohne Akzente nach vorne. Note 3,5
Shuto Machino (bis 81.): Gleich der überhastete Abschluss zu Beginn. Mohya wäre für ein Zuspiel besser gestanden. Bemüht, aber zu selten gekonnt. Wird sich so im Fohlen-Ensemble nicht festspielen können. Note 4,5
Kevin Diks (ab 56.): Übernahm die Rolle von Itakura, hatte allerdings beim 1:2 bald seine Aktien drin. Schob sein Team mit Kraft nach vorne. Doch ohne Glück. Note 4,5
Franck Honorat (ab 81.): Half mit Laufarbeit, für Entlastung zu sorgen. Mehr wurde es nicht. Note -
Lidberg (ab 81.): Zeigte sich als Zielspieler, konnte dem Spiel aber keinen entscheidenden Impuls mehr geben. Note -


