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Von Achim Müller, Hannah Gobrecht

Borusse mit großzügigem Bayern-Soli Gladbach-Star hat Viertelmillion als Corona-Hilfe übrig

Florian Neuhaus (MItte) hat im Borussia-Park, am Niederrhein, sein sportliches Glück gefunden. Seiner bayerischen Heimat ist er weiterhin eng verbunden.

Florian Neuhaus (MItte) hat im Borussia-Park, am Niederrhein, sein sportliches Glück gefunden. Seiner bayerischen Heimat ist er weiterhin eng verbunden.

Mönchengladbach - Starke Geste eines Borussen mit bayerischen Wurzeln in Zeiten der Corona-Krise! Gladbach-Profi Florian Neuhaus (23) setzt sich mit einer bemerkenswerten Solidaritäts-Aktion für seinen Heimatort Markt Kaufering im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech ein.

In Kaufering Panini-Bilder gekauft

Kaufering hat etwas mehr als 10.000 Einwohner. Bis München sind es rund 65 Autobahn-Kilometer, bei günstiger Verkehrslage also keine Stunde Fahrt mit dem Pkw. Damit die Kleinstadt Kaufering auch nach „Corona“ noch eine wirtschaftliche Zukunft hat, Läden und Betriebe nicht schließen müssen, spendet Neuhaus eine großzügige Summe. Auf seinem Instagram-Kanal hat er sich inzwischen zu seiner Geste geäußert.

„Die Corona-Krise trifft uns alle. Sowohl mich als Fußballer, als auch jeden von euch. Unser alltägliches Leben pausiert und wir alle merken, was wirklich wichtig ist im Leben", beginnt Neuhaus seine Mitteilung.

Zu seiner Heimat fügt er an: „Hier habe ich das erste Mal auf einem Fußballfeld gestanden, das meiner Meinung nach beste Eis der Welt gegessen und alle mein Freunde kennengelernt. Ich habe mich entschieden, meine Heimat mit einer Spende zu unterstützen.“

Gladbach: Neuhaus mit großzügiger Spende an seine Heimat

Laut der „Sport Bild“ soll Neuhaus insgesamt 250.000 Euro zur Verfügung stellen. Er sagt dem Bericht zufolge dazu: „Ich bin als Kind in Kaufering aufgewachsen, es war beispielsweise mein tägliches Highlight, im Spielwarenladen ,Spielkiste‘ mein Päckchen Panini-Sticker zu kaufen. Dass es Läden wie diesen nicht mehr geben könnte, ist für mich unvorstellbar.“

Der Bürgermeister von Kaufering, Thomas Salzberger (SPD), hatte zuvor die Aktion „Kaufering hoit zam“ (Kaufering hält zusammen) ins Leben gerufen. Dem Bayern-Reporter der „Sport Bild“ sagte der Politiker: „Ich möchte mich bei Flo ganz herzlich bedanken. Wir sind stolz, ihn zu haben und würden ihn, sobald es möglich ist, auch gerne auszeichnen.“ 

Den Sozialdemokraten und Neuhaus verbindet noch etwas: Beide waren einst für den Fußball-Klub VfL Kaufering tätig. Der eine als Jugendtrainer, der andere als Jugendspieler. Neuhaus: „Es geht mir gar nicht um den Betrag, sondern genauso um die Gesten, die im Corona-Alltag helfen. Das kann auch der lokale Lieferservice sein oder der Nachbar, der den anderen unterstützt.“

Borussias Profi sagt weiter: „Ich bin so oft es geht in Kaufering, in der Regel einmal pro Monat.“ Neuhaus und die Liebe zu seiner Heimat Bayern. Sein Vater ist übrigens Fan vom FC Bayern München. Sein Berater heißt Christian Nerlinger (47), Ex-Bayern-Profi und Ex-Bayern-München-Sportdirektor.

Mittelfeldspieler Neuhaus' Karriere kam einst bei 1860 München richig ins Rollen, ehe sich wiederum der Ex-Münchner und aktuelle Gladbach-Manager Max Eberl (46) das Mittelfeld-Juwel Neuhaus 2017 ablösefrei angelte. „Flo“ hat mittlerweile bis 2024 am Niederrhein verlängert, mit Aline Restle, der Tochter von Fortuna-Düsseldorf-Kult-Physio Bernd Restle, ist er schon länger liiert.

Als Bayer glücklich im Rheinland

Bedeutet: Sportlich und privat hat Neuhaus im Rheinland sein Glück gefunden. Seine bayerischen Wurzeln jedoch nie vergessen. Und diese sind dem Einkommens-Millionär nun offenbar eine 250.000-Euro-Spende an seinen Heimatort Markt Kaufering wert gewesen.