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Von Marcel Schwamborn

EXKLUSIV-Interview mit DFB-Star Ginter verrät im EM-Camp: Neuer Vertrag in Gladbach? So laufen die Gespräche wirklich 

Matthias Ginter im Trainingslager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Seefeld (Österreich).

Matthias Ginter im Trainingslager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Seefeld (Österreich) am 29. Mai 2021.

Seefeld - Matthias Ginter (27) ist fast schon ein alter Turnier-Hase. Zwei Weltmeisterschaften, Olympische Spiele, Confed-Cup – nun steht der Verteidiger von Borussia Mönchengladbach vor seiner ersten Europameisterschaft mit der deutschen Nationalmannschaft. GladbachLIVE hat mit Borussias Abwehrchef (Marktwert 35 Millionen Euro), der inzwischen schon 38 Länderspiele absolviert hat, im Trainingslager der DFB-Elf in Seefeld (Österreich) gesprochen.

  • Gladbachs Nationalspieler Matthias Ginter im exklusiven Interview 
  • Der Abwehrspieler spricht über die nahende EM, den erforderlichen Teamgeist und die Rückkehrer Thomas Müller und Mats Hummels
  • Ginter spricht auch über seine Zukunft bei der Borussia: „Ich sehe die EM nicht als Bühne für andere Vereine“

Nationalspieler Ginter stellt sich in Seefeld den Fragen unserer Redaktion

Sie waren 2014 in Brasilien beim WM-Titelgewinn dabei und auch 2018 beim Fiasko in Russland. Welche Lehren ziehen Sie im Vorfeld der EM daraus?

Beide Turniere haben gezeigt, was mannschaftliche Geschlossenheit ausmacht. Einen Turniergeist innerhalb der Mannschaft zu entwickeln, ist enorm wichtig. 2018 war das nicht so vorhanden, 2014 war es überragend. Deshalb ist es unser Ziel, wieder solch eine eingeschweißte Truppe zu werden und uns als Turniermannschaft zu präsentieren.

Kann man das vorher schon merken?

Im Nachhinein kann man das immer sagen, dass man es gespürt hat. Der richtige Teamspirit kommt vor allem dann auf, wenn man erfolgreich ist. 2018 ist der Start gleich nicht gelungen durch das 0:1 gegen Mexiko, 2014 mit dem 4:0 gegen Portugal war es natürlich ein Unterschied, wie man ins Turnier startet. Solch ein Gespür kann man schon entwickeln. Wir haben gute Charaktere dabei, deshalb bin ich relativ optimistisch.

Welche Defizite und Stärken sehen Sie beim deutschen Team?

Defensiv müssen wir kompakter und stabiler werden. Offensiv sollten wir nicht so viele Chancen brauchen, um Tore zu erzielen. Wir haben aber ein gutes Positionsspiel mit dem Ball und sind in der Lage, Gegnern weh zu tun. Die deutschen Tugenden auf den Platz bringen, gegen alle Widerstände ankämpfen, das haben wir im Blut.

Wie denken Sie über die Rückkehrer Thomas Müller und Mats Hummels?

Grundsätzlich lädt der Bundestrainer zu Turnieren die formstärksten und qualitativ stärksten Spieler ein. Die beiden haben eine sehr gute Saison gespielt. Es war sicher Thema, dass sie, wenn sie zurückkommen, auch spielen. Es macht schon Sinn, auch wenn niemand einen Freifahrtschein bekommt. Natürlich geht es letztlich um Leistung. Sie haben es sich absolut verdient, dabei zu sein. Natürlich will jeder spielen und sein eigenes Ego befriedigen. Aber beim Turnier geht’s in erster Linie um die Mannschaft.

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Was haben Sie sich für die EM vorgenommen? Auf welcher Position sehen Sie sich?

Ich bin nicht festgefahren auf eine Position, ich kann mehrere Positionen spielen. In allererster Linie geht es mir darum, gesund zu bleiben. Dann will ich natürlich erfolgreich mit der Mannschaft sein. Wenn ein Rädchen in das andere greift, dann ist wahnsinnig viel möglich. Das ist auch mein persönliches Ziel, dabei zu helfen und erfolgreich zu sein. Der Mannschaftserfolg ist mir sehr wichtig, weil ich mich als Teamplayer sehe.

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Ihren 2022 auslaufenden Vertrag in Mönchengladbach haben Sie immer noch nicht verlängert. Ist die EM für Sie auch ein Schaufenster?

Natürlich mache ich mir schon mal Gedanken, aber das ist kein Thema, das mich hemmt. Ich sehe die EM nicht als Bühne für andere Vereine. Ich bin hier, um mit Deutschland erfolgreich zu sein. Ich bin auch relativ entspannt, es gab noch keine Gespräche oder Verhandlungen. Deswegen denke ich, dass auch während des Turniers nichts stattfinden wird. Daher dürfte da in den nächsten Wochen nichts passieren. Nach der EM und nach dem Urlaub werden wir uns zusammensetzen und darüber sprechen.

Ginter hat weder mit Hütter noch mit Eberl bereits gesprochen

Sie hatten angekündigt, dass Sie vor einer Vertragsverlängerung Gespräche mit Adi Hütter und Max Eberl führen wollen. Hat es die gegeben?

Nein, die hat es noch nicht gegeben. Beide Vereine (Gladbach und der neue Trainer Hütter mit Frankfurt, Anm. d. Red.) hatten noch bis zuletzt Ziele und waren im Tagesgeschäft gebunden. Daher gab es noch keine näheren Gespräche. Der Verein und ich sehen das aber sehr entspannt. Wir wissen um die gegenseitige Wertschätzung, deswegen passiert da vorerst nichts. Nun liegt mein Fokus voll auf dem Turnier.