Mohya steht hoch im Kurs Gladbach-Juwel könnte Klopps Nationalelf der Zukunft prägen
Wael Mohya könnte die DFB-Zukunft prägen.
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Nach dem WM-Desaster in Nordamerika ist für den Deutschen Fußball-Bund Schluss mit Vertröstungen. Julian Nagelsmann ist weg, und mit Jürgen Klopp soll ein neuer Wind in die Nationalelf kommen.
Der Erfolgstrainer hat bereits signalisiert, dass er das Amt annehmen wird – ein Signal der Aufbruchstimmung. Doch während die Verbandsbosse letzte Details klären, stellt sich die entscheidende Frage: Wie sieht Deutschlands Nationalelfmannschaft der Zukunft aus?
Das größte Versprechen: Wael Mohya
Die Antwort fällt eindeutig aus: Sie wird jung, sie wird talentiert – und sie trägt Spuren von Borussia Mönchengladbach. Denn beim DFB halten sie in diesen Tagen sehr viel von einem Namen, der bislang nur Fachleuten und aufmerksamen Fans ein Begriff ist: Wael Mohya.
Mit gerade einmal 17 Jahren wird Wael Mohya im Klub bereits als ein Gesicht der Zukunft gehandelt. Der offensive Außenspieler ist nicht nur ein herausragendes Talent im Gladbacher Nachwuchs – er ist ein Name, mit dem der Verein seine kommenden Jahre plant. Sein Marktwert wird bereits auf rund 17 Millionen Euro geschätzt, eine beachtliche Summe für einen so jungen Spieler. Doch die Zahlen erzählen nur die halbe Geschichte.
Was die Verantwortlichen im DFB-Verband besonders fasziniert: Mohyas Entwicklungskurve ist steil, sein Potenzial scheint grenzenlos. Er bringt genau das mit, was der deutschen Mannschaft in Nordamerika fehlte – Leichtigkeit, Überraschungsmomente, die Fähigkeit, Spiele aus dem Nichts zu entscheiden. Technisch versiert, schnell und gleichzeitig bereits mit einer reifen Spielübersicht für sein Alter ausgestattet, soll Mohya zum Aushängeschild einer neuen Generation werden.
Doch da ist noch eine Besonderheit, die die Sache kompliziert macht: Der Teenager könnte auch für Marokko spielen. Der DFB weiß also, worauf es ankommt – es braucht keinen Druck, keine großartigen Versprechungen, sondern vor allem Zeit und das richtige Umfeld, damit Mohya seine Entwicklung in der Bundesliga fortsetzen kann. Ein junger Mann mit dieser Verantwortung auf den Schultern, aber auch mit diesem unglaublichen Rückenwind.
Im Klub wird mit großer Ruhe und Geduld an ihm gearbeitet. Das ist der Gladbach-Weg: Talente entwickeln, nicht überfordern. Genau das macht Mohya so wertvoll für die Zukunft der Nationalelf unter Klopp.
Neben Mohya arbeitet der DFB an mehreren Ecken gleichzeitig. Im Tor könnte Jonas Urbig vom FC Bayern bereits in absehbarer Zeit die deutsche Nummer eins werden. Der 22-Jährige hat die Qualität für diese Position – Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg betont, dass Urbig „jetzt ran muss“. Das berichtet die „Bild“.
Auf der Außenbahn ruhen die Hoffnungen auf Lennart Karl (18), dem Top-Talent von Rekordmeister Bayern München, das sich kurz vor der WM verletzte. Wäre er fit gewesen, hätte Karl wohl in der Startelf gestanden. Hinzu kommen Said El Mala (1. FC Köln, 19), Jamie Leweling (VfB Stuttgart, 25) und der erst 16-jährige Kennet Eichhorn, der gerade von Hertha zu Bayer Leverkusen wechselte.
Im zentralen Mittelfeld könnten sich Aleksandar Pavlović (FC Bayern, 22) und Felix Nmecha (Dortmund, 25) neu beweisen. Vor allem Nmecha hatte bei der WM gute Phasen, fiel dann aber ab. Der Neuanfang mit Klopp gibt ihnen die Chance, es anders zu machen. Tom Bischof vom FC Bayern, gerade mal 21, wird von vielen Experten bereits als „neuer Kimmich“ gehandelt – eine immense Erwartungshaltung, aber auch ein großes Kompliment.
Auch hinten gibt es Hoffnungsträger. Nathaniel Brown (23) wechselt zum FC Bayern und dürfte sich dort zum stabilsten deutschen Außenverteidiger der kommenden Jahre entwickeln. In der Innenverteidigung können Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund, 26) und Jonathan Tah (FC Bayern, 30) weiterhin das Rückgrat bilden. Waldemar Anton (29) vom BVB und Malick Thiaw (Newcastle, 24) bekommen mehr Spielzeit. Auch der Ex-Kölner Yann Bisseck (25) vom italienischen Meister Inter Mailand könnte zur Mannschaft stoßen.
Ein Name, der neu ins Blickfeld rückt, ist der 19-jährige Finn Jeltsch vom VfB Stuttgart. Auch Nnamdi Collins (22) von Eintracht Frankfurt könnte verstärkt zum Einsatz kommen. Und dann ist da noch der 18-jährige Rafael Pinto Pedrosa vom Karlsruher SC, ein Rechtsverteidiger, auf den viele Hoffnungen ruhen.
Im Sturm ist die Lage komplexer. Kai Havertz (27) wird weiterhin unverzichtbar sein, Nick Woltemade (24) hat alle Chancen auf eine regelmäßigere Rolle. Die große Überraschung könnte die Rückkehr von Kevin Schade (24) sein. Der Brentford-Stürmer wurde von Nagelsmann ignoriert, nicht mal schaute sich der Trainer ein Spiel an, bevor er ihn aussortierte. Unter Klopp könnte Schade eine echte zweite Chance erhalten. Der 21-jährige Nicolò Tresoldi (21) vom FC Brügge wird im DFB ebenfalls sehr geschätzt und könnte bald sein Debüt bekommen.
Was diese Liste zeigt, ist eine bemerkenswerte Häufung von Talenten, die zeitgleich bereit für die nächste Stufe sind. Es ist kein Trauerspiel, sondern eine Chance. Und es ist besonders für Borussia Mönchengladbach eine gute Nachricht: In Wael Mohya hat der Verein eines der heißesten Eisen im Feuer, das für die deutsche Zukunft steht – ein Spieler, an den die Verantwortlichen glauben und den sie mit aller Ruhe entwickeln wollen.
Klopp wird diese Generation formen. Aber es sind die Klubs wie Borussia Mönchengladbach, die sie hervorbringen. Wael Mohya und Gladbach – das könnte eine besondere Geschichte werden.