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„Trainingsgruppe B“ oder Abgang? Neuhaus-Entscheidung bei Gladbach gefallen

Florian Neuhaus rauft sich genervt und frustriert die Haare.

Florian Neuhaus geht in sein letztes Vertragsjahr in Gladbach.

Ein echtes Schreckensszenario erlebte Florian Neuhaus (29) im letzten Drittel der Saison bei den Fohlen. Der Mittelfeldspieler war in Top-Form und landete trotzdem fast durchgehend auf der Ersatzbank.

Ganze zwölf von 14 möglichen Spielen schaute er nur zu, bei elf davon wärmte er sich komplette 90 Minuten umsonst auf. Die absolute Krönung des Ganzen: Am 19. April gegen Mainz wurde er sogar komplett aus dem 20-Mann-Aufgebot gestrichen. Von Coach Eugen Polanski (40) bekam er seit Anfang Februar nur zwei mickrige Joker-Einsätze mit einer Gesamtspielzeit von 42 Minuten.

Borussia will Florian Neuhaus loswerden

Doch Neuhaus lässt sich von nicht vertreiben! Seine Entscheidung steht felsenfest: Wenn am 12. Juli die Vorbereitung startet, wird er bei den Fohlen antreten. Es gilt als offenkundig, dass der Klub den Großverdiener mit seinem Gehalt von etwa vier Millionen Euro jährlich am liebsten abgeben würde, da sein Vertrag nur noch ein Jahr läuft. Das berichtet „Bild“.

Sportchef Rouven Schröder (50) ließ durchblicken, dass es mit manchen Profis Unterhaltungen geben wird, bei denen „ein Wechsel für alle das Beste wäre“. Gleichzeitig stellte er klar: „Aber es ist auch klar, dass wir bestehende Verträge respektieren.“

Zwang wird es also offenbar keinen geben. Im Gegensatz zu früheren Zeiten brauchen Akteure wie Neuhaus, Tomas Cvancara (24) oder Kevin Stöger (32) keine Degradierung in eine „Trainingsgruppe B“ zu befürchten. Auch ein Spielverbot, wie es Nico Elvedi (29) im Jahr 2023 traf, soll es nicht geben.

Der Spieler selbst gibt den Glauben an eine positive Wendung nicht auf und rechnet sich am Niederrhein weiterhin Chancen aus. Er schiebt im Urlaub sogar zusätzliche Trainingseinheiten, um sich für den Platz im kreativen Zentrum zu empfehlen.

Interessant dabei: Bei seinem Start im September des Vorjahres hatte Polanski den zehnmaligen Nationalspieler noch in den höchsten Tönen gelobt und als „herausragenden Fußballer“ bezeichnet. Von diesem Zuspruch war in der zweiten Saisonhälfte aber nichts mehr zu spüren.

Sein Selbstbewusstsein hat der 29-Jährige aber keineswegs eingebüßt und zeigt sich angriffslustig. „Im Fußball kann es manchmal ganz schnell gehen, wichtig ist nur, sich nie hängenzulassen und immer weiter Vollgas im Training zu geben“, ließ er kürzlich verlauten. Das ist jetzt seine klare Mission: Er will sich seinen Platz im Team auf der Zehn hinter Tim Kleindienst (30) zurückholen! (red)