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Von Judith Malter, Achim Müller

Desolate Leistung und mehrere Stars kaputt Gladbach kassiert in Leverkusen bittere Derby-Haue

Gladbach-Kapitän Lars Stindl fasst sich an den Kopf. Borussia verliert das Rheinland-Duell (21. August 2021) bei Bayern Leverkusen mit 0:4.

Gladbach-Kapitän Lars Stindl fasst sich an den Kopf. Borussia verliert das Rheinland-Duell (21. August 2021) bei Bayern Leverkusen mit 0:4.

Leverkusen. Was für eine Derby-Abreibung! Gladbach geht am 2. Bundesliga-Spieltag im Rheinland-Gipfel (21. August 2021) bei Bayer Leverkusen mit 0:4 unter. Es setzte richtig Haue vom Werksklub für schlappe Fohlen. Und: Gladbach musste neben der Auswärtsklatsche auch noch die Ausfälle der Stars Thuram (Knie), Lainer (Verdacht auf Knöchelbruch) und Ginter hinnehmen. Für Adi Hütter (51) als neuen VfL-Coach gestaltete sich das erste Liga-Auswärtsspiel dieser Saison gleich zum Vergessen – ausgerechnet gegen seinen Ex-Schweiz-Kollegen Gerardo Seoane (42).

Gladbach im Rheinland-Duell bei Bayer Leverkusen chancenlos

Die Hausherren starteten wie aufgedreht, drängten Gladbach gleich in die eigene Hälfte. Und Leverkusen ging auch prompt in Führung. Bakker zog satt und trocken einfach mal aus der Distanz ab, VfL-Schlussmann Sommer schaute dem Ball nur nach, der klatschte an den Pfosten, sprang von dort zurück gegen den verdutzten Sommer, dann kullerte die Kugel zurück über die Linie. Billard-Eigentor, 1:0 für den Werksklub schon nach drei Minuten.

Bayer machte weiter Druck, Gladbachs Profis schnarchten immer noch. Schick zog nach Diaby-Zuspiel an der Strafraumgrenze auf, konnte dann ungestört abschließen, der Ball flog perfekt ins lange Eck, Sommer ohne Chance, 2:0 für Leverkusen nach acht Minuten. Borussia verpennte den Start völlig. 

Und es kam weiter dicke für die Fohlen. Zunächst hätte Hofmann auf 1:2 stellen können, doch dessen Schuss streifte nur den Pfosten. Kurz darauf fiel auch noch Stürmer Thuram verletzt (Knie) aus. 

Leverkusen ließ nicht locker, drängte auf den dritten Treffer. Schick hätte nach fast 40 Minuten alles klarmachen können, doch der Offensivspieler scheiterte an Yann Sommer. 

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Gegenseite: Lainer zog am Flügel Richtung Strafraum, Leverkusens Bakker haute den Österreicher übel um. Schiri Aytekin entschied mit Hilfe des Videoassistenten auf Strafstoß, Lainer war offenbar schon im Strafraum gewesen. Der Rechtsverteidiger musste nach dieser Szene verletzt vom Platz. Den fälligen Elfer konnte Gladbach-Kapitän Stindl allerdings nicht verwandeln, er scheiterte mit seinem Schuss kläglich an Torhüter Hradecky. 

Gegenzug, Bayer war kurz vor dem Konter-Treffer, doch der junge Scally rettete für die Fohlen. Pause.

Nach dem Wiederanpfiff kam Gladbach zunächst einmal. Neuhaus hatte gleich zwei Chancen, traf aber nicht. Leverkusen schien gewarnt, schaltete prompt einen Gang wieder hoch. Bakker bediente per Flanke Diaby, der zog ab, Bensebaini fälschte den Schuss noch ab, der landete unhaltbar für Sommer im langen Eck, 3:0 für Leverkusen.

Die rund 15.000 Bayer-Fans sangen: „Die Nummer eins am Rhein sind wir!“ 

Und Gladbach? Es ging nicht mehr viel zusammen. Zu allem Übel musste auch noch Nationalspieler Ginter verletzt raus. Borussia taumelte sichtlich, Leverkusen hätte auf 4:0 stellen können, doch Schicks Schuss knallte nur an den Pfosten. 

Stindl hätte für Gladbach nach rund 75 Minuten noch Ergebniskosmetik betreiben können, doch der Offensivakteur hatte auch in dieser Szene einen gebrauchten Tag erwischt.

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Leverkusen schüttelte sich kurz, drehte erneut auf, Schick verpasste es, den nächsten Treffer zu erzielen. Nächste Offensiv-Welle, Sommer rettete gegen Diaby, der allerdings auch im Abseits gestanden hatte.

Gladbach mit vier Gegentoren noch gut bedient in Leverkusen

Hofmann kam noch zur Großchance, um den Ehrentreffer für die Fohlen zu erzielen. Gelang nicht. Stattdessen fiel gleich auf der anderen Seite das 4:0. Sommer konnte einen Amiri-Schuss nur ins eigene Tor abklatschen.

Bayer im Rausch, der Anhang aus dem Häuschen („Oh, wie ist das schön“) – Gladbach hatte noch Dusel, dass es am Ende „nur“ ein 0:4 in der „BayArena“ setzte.