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Von Achim Müller

GladbachLIVE-Kommentar Warum der Name VfL Borussia in der Löw-Ära plötzlich einen Klang hat 

Bundestrainer Joachim Löw bei einer Pressekonferenz.

Bundestrainer Joachim Löw hat in der vergangenen Woche wieder vermehrt auf Profis der Gladbacher Borussia gesetzt. Und hat dafür auch einiges zurückbekommen.

Mönchengladbach - Binnen drei Tagen erzielen zwei Borussia-Profis jeweils ein Tor im Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Seien wir ehrlich, nur Hardcore-Gladbach-Nerds dürften aus dem Stehgreif runterrattern können, wann es das, wenn überhaupt, aus VfL-Sicht das letzte Mal gegeben hat.

Neuhaus und Ginter helfen Löw

Begonnen hatte der Gladbacher Tore-Spaß im Zeichen des Bundesadlers am vergangenen Mittwoch. Florian Neuhaus konnte bei seiner Länderspiel-Premiere gegen die Türkei (3:3) gleich einen wunderschönen Treffer erzielen. Was aus schwarz-weiß-grüner Perspektive in diesem Kontext weiter erwähnenswert hinzukam: Neuhaus traf nach einem von ihm selbst initiierten Doppelpass. In guter, alter Fohlen-Elf-Manier also, im Sinne eines Hennes Weisweiler.

Die seit Jahren anhaltende Spielkunst-Renaissance des VfL Borussia ist nun auf einmal bei Joachim Löw angekommen. Und das unverhofft, denn der Bundestrainer fischte in der Vergangenheit in zahlreichen Gewässern, häufig und gerne, allerdings nur äußerst selten am Niederrhein.

Am Samstag folgte dann der nächste Tor-Streich eines Borussen auf großer Bühne im DFB-Trikot. Gladbachs Abwehrchef Matthias Ginter leitete mit seinem Treffer in Jörg-Criens-Manier zum 1:0 letztendlich ein, dass Deutschland in Kiew, gegen die Ukraine, nicht nur den ersten Sieg (2:1) in der UEFA Nations League einfuhr, sondern zugleich auch das erste Erfolgserlebnis seit September 2019 feiern konnte.

Und sprechen wir es im gleichen Atemzug ebenfalls offen aus: Er half so maßgeblich mit, dass Löw eine erneute Job-Diskussion (vorerst) im Amt als Bundestrainer erspart bleibt.

Zudem: Mit Neuhaus und Ginter haben in den vergangenen zwei Länderspielen die einzigen Profis, die zurzeit bei einem NRW-Klub unter Vertrag stehen, für Deutschland treffen können. Dass mit Jonas Hofmann in diesem Zeitraum ein weiteres Fohlen bei Löw sein Debüt gab, darf dann guten Gewissens – Stand jetzt – als weiterer Indikator dafür ausgelegt werden, dass der VfL Borussia sich anschickt, den Status „Rheinland-Großmacht“ zurückzuerobern.

Kurzum: Akteure des VfL Borussia mischen in diesen Tagen der Corona-Länderspiele maßgeblich im DFB-Trikot vor einem Millionen-Publikum mit. Das kann, unabhängig vom sonstigen Auftreten der Nationalmannschaft, als eine Werbung für den VfL Borussia gedeutet werden.

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Was sich vor allem Gladbach-Manager Max Eberl (47) als Sportchef ans Revers heften kann. Der Fohlen-Stall ist wieder, dazu gleich für mehrere Spieler, ein Sprungbrett bis in die Nationalmannschaft. Das mag bundesweit noch nicht bei allen Beobachtern auf dem Neueste-Strömungen-Radar sein.

Gladbach erlebt gute DFB-Woche

Aber: Wetten, dass Max Eberl genau das mit berechtigt breiter Brust schon bald, in der kommenden Verhandlungs-Poker-Phase, mit in die Argumentations-Waagschale werfen wird, wenn es darum geht, weitere deutsche (und internationale) Top-Talente zum Champions-League-Klub vom linken Niederrhein zu lotsen. Gladbach hat daher eine gute (deutsche) Länderspiel-Woche erlebt.