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Von Jannik Sorgatz

Ein bisschen fehlt immer Borussias Bilanz gegen die Top-Teams spricht Bände

Marco Rose herzt den einen Österreicher, Bayerns David Alaba, daneben der steht der andere, Gladbachs Stefan Lainer.

Marco Rose herzt den einen Österreicher, Bayerns David Alaba, daneben der steht der andere, Gladbachs Stefan Lainer.

München/Mönchengladbach - In dieser Liga weiß Borussia bereits, wo sie am Ende stehen wird: auf Platz fünf. Das 1:2 gegen den FC Bayern war Gladbachs letzter Auftritt gegen eines der anderen Spitzenteams. Mit nur sieben Punkten aus acht Spielen gegen Bayern, Dortmund, Leipzig und Leverkusen haben die Fohlen die schwächste Bilanz vorzuweisen – am Ende könnte sie auch das um die Champions League bringen.

Borussia Mönchengladbach bringt sich spät um ein Unentschieden

Trainer Marco Rose (43) hatte seiner Mannschaft vor dem Spiel bei den Bayern einen klaren Auftrag erteilt: „Wir müssen auch solche großen Spiele offen gestalten und gewinnen können, wenn wir große Ziele erreichen möchten.“ Offen war es in München lange, doch der späte Rückschlag in der 86. Minute brachte Borussia sogar um einen verdienten Punkt beim Rekordmeister.

Die ersten fünf Teams der Liga in den direkten Duellen:

  • 1. Bayern München - 8 Spiele - 14 Punkte
  • 2. Bayer Leverkusen - 8 Spiele - 11 Punkte
  • 3. Borussia Dortmund - 7 Spiele - 10 Punkte
  • 4. RB Leipzig - 7 Spiele - 9 Punkte
  • 5. Borussia M'gladbach - 8 Spiele - 7 Punkte

Dass die Bayern sich Platz eins in der Top-Team-Tabelle auch nur knapp gesichert haben, lässt erahnen, dass Gladbach gar nicht so viel fehlt. Doch vor allem in der Rückrunde hat immer ein bisschen gefehlt. In jedem Topspiel durfte Borussia in der Schlussphase mindestens noch von einem Punkt träumen. Manch ein Traum zerplatzte erst spät.

„Wenn du etwas mitnehmen möchtest, musst du aus deinen wenigen Großchancen etwas machen“, sagte Rose in München. Nur zehn Tore erzielte Borussia gegen die Großen der Liga. Schaut man auf die „Expected Goals“, die die Trefferwahrscheinlichkeit aller Abschlüsse wiedergeben, wären 15 zu erwarten gewesen.

Von den Last-Minute-Fohlen nichts mehr zu sehen

Rose treibt seine Jungs weiter an, allerdings lässt der Lerneffekt noch auf sich warten: „Es geht darum, bis zur letzten Minute, auch wenn du müde bist, aufmerksam zu verteidigen und zu versuchen, möglicherweise sogar vorne einen Punch zu setzen. Das sind Dinge, die wir uns erarbeiten müssen, wenn wir eine Spitzenmannschaft werden wollen.“

Im Herbst machten sich die Last-Minute-Fohlen einen Namen. Der Hinrundensieg gegen die Bayern in der Nachspielzeit war ihr letzter großer Moment, ein paar Tage später folgte schon der bittere Knockout in der Europa League. Seitdem hat Borussia enge Spiele häufiger verdaddelt als auf ihre Seite gezogen. Ob der Gegner groß (siehe München) oder klein (siehe Freiburg) war, schien dabei keine Rolle zu spielen.

Gladbachs Restprogramm: Wolfsburg, Paderborn, Hertha

„In den letzten Wochen haben wir uns häufiger selbst auf dem Platz geschlagen. Auch diesmal haben wir unseren Teil dazu beigetragen. Das ist am Saisonende, wenn es ans Eingemachte geht, eine schwierige Konstellation“, sagte Rose nach der unnötigen Pleite in München. Von Resignation will er dennoch nichts wissen.

Für die Champions League dürften gegen Wolfsburg, Paderborn und Hertha neun Punkte nötig sein. Der Haken: In der Hinrunde holte Borussia aus den drei Partien nur vier. Damals blieb die Herbstmeisterschaft auf der Strecke, was nach einer 35-Punkte-Runde nicht zu bemängeln war.

Nun geht es nicht nur um den Geldregen aus den Töpfen der Königsklasse, sondern um das Signal: Borussia kann auch liefern, wenn es drauf ankommt. Ein Hoffnungsschimmer: Auch Bayer 04 Leverkusen marschiert nicht Richtung Platz vier, zog nur mit einem Remis (1:1) auf Schalke vorerst an den Fohlen vorbei. Die Werkself muss noch gegen Köln, Hertha und Mainz ran. Das dürfte ein echter Krimi werden – in den Leverkusen von der Pole Position geht.