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Von Hannah Gobrecht

Angst zu versagen? Gladbach-Coach Rose dreht den Spieß um

Marco Rose hat die Messlatte in seinem ersten Jahr als Trainer von Borussia Mönchengladbach ganz schön hoch gelegt.

Marco Rose hat die Messlatte in seinem ersten Jahr als Trainer von Borussia Mönchengladbach ganz schön hoch gelegt.

Mönchengladbach - Explosiver Fußball, 65 Punkte, Champions-League-Quali. Das hat Borussias Chefcoach Marco Rose (43) im ersten Jahr mit seinem Team erreicht. Zweifel? Kennt der Fußballlehrer nicht. Im Gegenteil: Rose ist bereit, sich in der kommenden Saison am bisherigen Erfolg messen zu lassen.

„Wenn Du im Sport große Dinge erreichen möchtest, müssen Lust und Mut größer sein als mögliche Zweifel“, sagt Rose im aktuellen Mitgliedermagazin „FohlenEcho“. Wer die Borussen in der abgelaufenen Saison beobachtet hat, darf sich sicher sein: Diesen Satz wird er auch seiner Mannschaft in der vergangenen Saison immer und immer wieder eingetrichtert haben. Besonders im Saisonendspurt, als die Fohlen am 31. Spieltag auf Platz fünf abgerutscht waren, dürfte diese Denkweise eine besondere Rolle gespielt haben

Marco Rose geht mit gutem Beispiel voran

„Nach der Niederlage in München war uns klar, dass wir jetzt Siege brauchen, am besten gleich drei aus den verbleibenden Partien. Und irgendwann bist du dann so drin in diesem ‚Modus‘, dass du gar nicht auf die Idee kommst, zu zweifeln“, sagt Rose. Neun Punkte holten die Gladbacher bis zum Saisonende noch – Maximalausbeute. Herausforderung bestanden.

Rose entwickelt eine große Freude daran, solche Szenarien möglichst erfolgreich zu gestalten. Und seine Mannschaft zieht mit. „Ich habe den Jungs vor dem letzten Spiel gesagt, dass derjenige, der sich ein großes Ziel setzt, durchaus auch scheitern kann. Dieser Blick für die Realität bedeutet aber nicht, dass man anfängt zu zweifeln. Sondern man sollte einfach seine Chance sehen und alles dafür tun, das große Ziel zu erreichen“, so Rose.

In der abgelaufenen Saison schaffte er den Turnaround fast nach jeder Niederlage. Nur ein einziges Mal, beim SC Freiburg (0:1) und eine Woche später bei den Bayern (1:2), kassierte der VfL zwei Liga-Pleiten hintereinander.

Umso beachtlicher, dass darauf drei Siege in zwölf Tagen folgten. Borussia hat im ersten Rose-Jahr mit flottem Offensivfußball begeistert. Die 0:4-Pleite zum Auftakt in der Europa League gegen den Wolfsberger AC, das DFB-Pokal-Aus bei Borussia Dortmund und die Last-Minute-Niederlage gegen Istanbul Başakşehir wurden schnell abgehakt.

Marco Rose: „Daran ist nichts Beängstigendes“

Wäre Rose als Leichtathlet im Hochsprung aktiv, könnte behauptet werden, er hätte sich die Latte in seinem ersten Jahr ganz schön hoch gelegt. Er selbst dürfte allerdings den Ehrgeiz haben, sie in der kommenden Saison zu überspringen – oder sie zumindest nicht zu reißen. Rose sagt: „Dass man uns in Zukunft daran messen wird, daran ist für mich nichts Beängstigendes. Im Gegenteil, ich finde das spannend.“

Die Hürden im Pokal und in der Königsklasse dürften ihn immens reizen. „Es wird darum gehen, nicht stehen zu bleiben, sondern sich weiterzuentwickeln, Widerstände zu überwinden und auch Rückschläge zu verarbeiten, so, wie uns das diesmal auch sehr gut gelungen ist“, sagt Rose. Scheitern erlaubt er seinen Spielern. Zweifeln und Angst sind allerdings tabu.