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Von Judith Malter, Achim Müller

GladbachLIVE-Interview Neuer Vertrag im Fohlen-Stall? Das sagt Borussias Top-Verteidiger 

Nico Elvedi (r.) ist zu einem der besten Innenverteidiger der Bundesliga gereift. Seit 2015 steht der Schweizer Nationalspieler in Gladbach unter Vertrag.

Nico Elvedi (r.) ist zu einem der besten Innenverteidiger der Bundesliga gereift. Seit 2015 steht der Schweizer Nationalspieler in Gladbach unter Vertrag.

Mönchengladbach - Nico Elvedi zählt bei Bundesligist Borussia Mönchengladbach zum absoluten Stammpersonal. Der 23-Jährige hat in der abgelaufenen Saison gemeinsam mit Weltmeister Matthias Ginter (26) eines der besten Innenverteidiger-Duos in der Beletage des deutschen Fußballs gebildet. Elvedis Vertrag am Niederrhein hat sich wegen einer Klausel jüngst um ein Jahr verlängert. Was niemanden mehr überrascht haben sollte, denn diese Information ist seit über einem halben Jahr bekannt. Doch wie sieht es mit einem neuen Kontrakt beim VfL aus? Das sagt der Schweizer Nationalspieler im Interview.

Herr Elvedi, warum tun Sie sich so schwer, in Gladbach einen neuen Vertrag über das Jahr 2022 hinaus zu unterschreiben? Dass Ihr aktuelles Arbeitspapier sich wegen einer Klausel jüngst verlängerte, dass hatten Sie schon im Januar im Trainingslager in Jerez de la Frontera verraten. Manager Max Eberl würde gerne einen neuen Kontrakt mit ihnen aushandeln. Woran hakt es aus Ihrer Sicht?

Also während meiner Zeit in Gladbach gab es auch schon eine Vertragsverlängerung. Ich glaube also nicht, dass ich mich schwertue, Verträge zu unterzeichnen. Und zu Max Eberl haben mein Berater und ich ein ausgezeichnetes Verhältnis. Da herrscht gegenseitig immer offene Kommunikation und somit auf allen Ebenen Klarheit.  

Wechsel sei nicht geplant

Sie haben jüngst gesagt, dass Sie auch in der kommenden Saison in Gladbach spielen würden. Aber was passiert, wenn bis Ende Oktober ein Verein wie Bayern München, Manchester City oder Atletico Madrid Ihnen ein unmoralisches Angebot in Sachen Gehalt – und Borussia zugleich eines in Sachen Ablöse unterbreiten würde. Würden Sie dann trotzdem bleiben?

Ich habe gesagt, dass ein Wechsel nicht geplant ist. Daran hat sich auch nichts geändert. Und somit beschäftige ich mich heute auch nur mit dem Klub, bei dem ich unter Vertrag stehe.  

Ist Marco Rose der beste Trainer, unter dem Sie bislang in Gladbach gearbeitet haben?

Von Marco Rose kann ich unglaublich viel lernen. Er ist nicht nur fachlich top, sondern ein unglaublich positiver Mensch. Seine Begeisterung und Motivation sind sehr ansteckend! Das heißt aber nicht, dass die anderen weniger gut waren. Jeder Trainer hat seinen Stil und ich konnte von allen profitieren!  

Elvedi traut Borussia einiges zu

Gladbach spielt in der kommenden Saison in der Champions League. Für den Klub ein großer Erfolg. Ist Borussia damit schon am Maximum, oder trauen Sie der Mannschaft, sollte sie zusammenbleiben, sogar noch mehr zu?

Der vierte Platz war ein unglaublicher Erfolg! Ob es für weiter oben reicht, wird man sehen. Zutrauen tue ich es uns natürlich, denn die Qualität ist vorhanden.

Schon mal von einem Titel mit Borussia geträumt?

Ich träume sehr selten oder kann mich zumindest später nicht mehr daran erinnern. Aber nach Berlin zu fahren und das Pokalfinale zu gewinnen, das wäre schon ein Highlight, das ich gerne erleben möchte.

Haben Sie in Zeiten von Corona Angst um Ihre Gesundheit und die Ihrer Familie? Wenn ja, wie gehen Sie damit um als Profi-Sportler.

Angst habe ich keine, aber Respekt. Denn Gesundheit ist das höchste Gut eines Menschen. Darum halte ich mich auch an die Regeln der Behörden und an die Hygienevorschriften der DFL.  

Ihr Zwillingsbruder Jan ist nun zu Jahn Regensburg gewechselt. Wer von Ihnen beiden ist eigentlich der Zwilling, der ohne den anderen nicht kann?

Ich stehe im regelmäßigen Austausch mit meinem Bruder und bin sehr stolz und glücklich, dass er jetzt in der 2.Bundesliga spielt. Wir hatten immer ähnliche Interessen, nicht zuletzt den Fußball.  

Abschließend: Sie zählen zu den besten Innenverteidigern der Bundesliga. Trauen Sie sich zu, in der Schweizer Nationalmannschaft der neue Abwehr-Chef zu werden?

Je erfahrener man wird, desto mehr ist man auch bereit, Verantwortung zu übernehmen. In welcher Rolle das künftig sein wird in der Nationalmannschaft, das wird sich zeigen.

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