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Von Jannik Sorgatz, Hannah Gobrecht

Wendt verkündet überraschende Nachrichten Doch seine Zukunft bei Borussia ist noch unklar

Oscar Wendt hatte zuletzt allen Grund zur Freude: Der Linksverteidiger von Borussia Mönchengladbach ist zum dritten Mal Vater geworden.

Oscar Wendt hatte zuletzt allen Grund zur Freude: Der Linksverteidiger von Borussia Mönchengladbach ist zum dritten Mal Vater geworden.

Mönchengladbach - Oscar Wendt hat mit Borussia schon einiges erlebt. Der Schwede trägt schließlich schon seit 2011 das Gladbach-Trikot. Im Sommer läuft sein Vertrag aus. Wir haben beim Linksverteidiger nachgehakt, wie seine Zukunftspläne aussehen. Außerdem spricht Wendt darüber, wie seine Familie in Schweden mit der Corona-Krise umgeht und die Netflix-Serie „Tiger King“.

Gleich zu Beginn des GladbachLIVE-Interviews hat uns Wendt allerdings mit einer erfreulichen Nachricht überrascht.

Oscar, wie geht es Ihnen und Ihrer vierköpfigen Familie?
Uns geht es sehr gut, danke der Nachfrage! Klar sind die Zeiten ohne Kindergarten und Schule für unsere Kinder anders. Aber wir haben in dieser Zeit auch unser drittes Kind bekommen, eine Tochter. Wir sind nicht mehr zu viert, sondern zu fünft. Und es ist auch sehr schön, dass wir die erste Zeit mit dem jüngsten Familienmitglied alle gemeinsam zu Hause verbringen konnten.

In Ihrer Heimat Schweden sind die Corona-Maßnahmen nicht so streng wie in Deutschland: Es gibt keine Kontaktsperre, Restaurant haben sogar geöffnet. Wie gehen Ihre Eltern und Freunde dort mit der Situation um? Wie beurteilen Sie das aus der Ferne?
Zunächst: Es weiß ja irgendwie gerade niemand hundertprozentig, was richtig und was falsch ist. Das wird man wohl erst nach einiger Zeit sehen. Hoffentlich geht das alles schnell vorüber. Schweden hat in der Sache eine etwas andere Philosophie, die die Menschen selbst mehr in die Verantwortung nimmt. Aber es gibt auch dort Sicherheitsmaßnahmen und Einschränkungen. Ich finde, dass die Schweden, die ich kenne, damit bislang gut umgehen. Ich kann auf jeden Fall beide Seiten der Herangehensweise an die Corona-Krise verstehen.

Oscar Wendt: Zwischen Baby-Glück und Hausaufgaben

Hand aufs Herz: Ist Ihnen in den vergangenen Woche zu Hause manchmal die Decke auf den Kopf gefallen?
Nein, auf keinen Fall. Das kann ich wirklich nicht sagen. Ich dachte am Anfang, als es hieß Schulen, Kindergärten und Spielplätze bleiben zu, dass es jetzt ein bisschen intensiver zu Hause werden könnte. Sechs Wochen kleine Kinder ohne soziale Kontakte zu beschäftigen kann hart sein. Aber ich muss sagen, dass es eigentlich gut gelaufen ist. Als dann unser drittes Kind dazukam, war es ohnehin nur noch Freude und ein großes Glück. Mit jetzt drei kleinen Kindern geht die Zeit zu Hause auf jeden Fall schnell vorbei. Ich habe mit unserer ältesten Tochter auch Schulaufgaben gemacht: Wow, muss ich sagen. Obwohl sie erst in die erste Klasse geht, hat sie schon echt viele Hausaufgaben! Aber das ist gut, sie ist jeden Tag zwei Stunden damit beschäftigt.

Sie gelten als leidenschaftlicher Serien-Junkie. Was haben Sie sich zuletzt angeschaut? Am meisten wird aktuell über „Tiger King“ und die neue Chicago-Bulls-Doku gesprochen.
Also, jeder der etwas mit Sport zu tun hat, kennt Michael Jordan. Er ist einer der berühmtesten Sportler aller Zeiten. Als Sportler muss man „The Last Dance“, die Chicago Bulls-Doku, einfach gucken. Das ist auch das, was ich zuletzt gesehen habe. „Tiger King“ ist etwas ganz anderes, und irgendwie wahnsinnig. Aber das kann man auch schauen.

Serien-Liebhaber Oscar Wendt ist ein Fan von „True Detective“

Können Sie uns die drei besten Serien nennen, die Sie je gesehen haben?
Oh, gar nicht so einfach. Auf Platz eins sehe ich „True Detective“, aber nur die erste Staffel. Auf Platz zwei ist bei mir „Band of Brothers“. Den dritten Rang teilen sich „The Sopranos“ und „Game of Thrones“.

In den Trainingsgruppen arbeiten Sie positionsspezifisch. Wie sehen die Trainingsinhalte bei den Verteidigern aus?
Es ist natürlich alles ein wenig anders als sonst. Wir können insgesamt mehr taktisch arbeiten. Zum Beispiel was das Positionsspiel und das Zusammenspiel in der Defensive angeht. Dazu machen wir auch ordentlich was für die Fitness. Bis jetzt war dieses etwas andere Training aber richtig gut und macht mehr Spaß als erwartet. Ich bin positiv überrascht, wie gut es bis jetzt gelaufen ist.

Wie groß ist die Lust bei Ihnen, wieder richtige Zweikämpfe zu absolvieren?
Riesengroß natürlich. Es kribbelt. Dieses Wettbewerbsgefühl, dass du in den Spielformen sonst im Training mit Zweikämpfen hast, das fehlt uns. Aber das steigert noch einmal den Hunger und die Lust darauf, dass es wieder richtig losgeht, und das bringt uns hoffentlich Erfolg.

Ihr Vertrag läuft – Stand jetzt – in zwei Monaten aus. Können Sie den Fans Hoffnung machen, dass sie Sie noch mal im Stadion von den Rängen aus anfeuern können oder werden Sie sich eventuell vor leerer Kulisse verabschieden müssen?
Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich mich bei Borussia unglaublich wohlfühle und gerne bleiben würde. Wir führen darüber auch Gespräche.

Oscar Wendt lobt Ramy Bensebaini

Sie haben es mit vielen Konkurrenten auf Ihrer Position hinten links zu tun gehabt: Filip Daems, Nico Schulz, jetzt Ramy Bensebaini. Ist Ramy bislang der stärkste?
Ich finde, alle drei sind tolle Spieler. Pippo (Filip Daems, Anm. d. Red.) spielt ja nicht mehr, aber er war echt stark. Nico hat in den letzten Jahren ein tolle Entwicklung genommen. Ramy hat es, seit er bei uns ist, richtig gut gemacht. Er ist gut angekommen in der Mannschaft und schnell ein Teil unseres Teams geworden. Er ist wirklich sehr stark, und die Konkurrenz tut uns beiden gut. Der Trainer freut sich sicher auch über zwei gute Alternativen.

Wann auch immer Ihre Zeit in Gladbach endet, wird es danach noch weitergehen für Sie als Profi?
Ich habe ja schon oft gesagt, dass ich mir vorstellen kann, meine Karriere als Profi in Schweden ausklingen zu lassen. Aber derzeit – und hoffentlich noch lange – liegt mein Fokus nur auf Borussia.

Falls bald ein Termin für die Fortsetzung der Bundesliga bekanntgegeben wird: Wie glücklich wären Sie, dass es endlich wieder losgeht?
Wenn es dann so weit ist, wird das schön für uns alle sein. Wenn wir wieder spielen, könnte das auch ein Zeichen dafür sein, dass es für alle wieder in die richtige Richtung läuft, dass die Sicherheitsmaßnahmen greifen. Nicht nur im Fußball, sondern für alle Menschen. Wenn du mitten in einer Saison eine solche Pause hast, weil ein Virus die ganze Welt stilllegt, ist die Sehnsucht nach ein bisschen Normalität – auch wenn Spiele ohne Zuschauer immer noch weit weg davon sind – riesengroß. Das gilt, glaube ich, auch für alle, nicht nur für Fußballspieler.

Wie stehen Sie zu den Stimmen, die einer Wiederaufnahme der Bundesliga kritisch gegenüberstehen?
Ich hoffe nur, dass wir irgendwann wieder spielen dürfen. Ich glaube, niemand würde uns spielen lassen, wenn es ein zu großes Risiko gäbe. Hoffentlich können wir den Menschen ein wenig Freude bringen, wenn wir wieder spielen. Aber: Die Sicherheit aller steht natürlich im Vordergrund.