„Klar hat es Anfragen gegeben“ Gladbach-Profi im Winter weg? Stöger mit Ansage
Kevin Stöger hat sich zu den Gerüchten um einen Winter-Abgang bei Borussia Mönchengladbach geäußert.
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Borussias Kreativkopf Kevin Stöger (32) steht in Gladbach in der Kritik. Nach einer holprigen ersten Saisonhälfte gab es sogar Gerüchte um einen Blitz-Abgang im Winter.
Nun sorgt der Mittelfeld-Regisseur aber für klare Verhältnisse. Seine Ansage könnte deutlicher nicht sein: Ein Winter-Transfer ist für ihn ausgeschlossen.
„Der größte Verein, für den ich in meiner Karriere gespielt habe“
Der Nationalspieler aus Österreich räumte im Interview mit „sportbild.de“ ein, mit seiner Performance und den Einsatzminuten gehadert zu haben. Die Kritik empfand er selbst teilweise als gerechtfertigt.
Dennoch erteilte er sämtlichen Transfer-Überlegungen eine Absage. „Klar hat es Anfragen gegeben, ich habe aber sofort gesagt: Nein, ich will hierbleiben und wieder in Topform kommen. Für mich ist das Kapitel Gladbach noch lange nicht beendet“, so der Österreicher.
Riskiert er durch sein Bekenntnis zum Niederrhein nicht sogar die Teilnahme an der WM mit Österreich? Stöger hat dazu eine völlig andere Meinung. Gladbach ist für ihn „der größte Verein, für den ich in meiner Karriere gespielt habe“. Er sei stolz, bei Borussia zu sein: „Bei einem Verein wie diesem wird jede Woche ganz genau hingeschaut, wie ich mich präsentiere. Ich möchte hier wieder meine Bestleistung erreichen und mich damit Ralf Rangnick empfehlen.“
Zwar fällt er die Entscheidung allein, doch Rangnicks Ansicht habe für ihn Gewicht. Der Nationaltrainer habe ihm mit einer privaten Nachricht Kraft gegeben, was ihn „extrem positiv motiviert“ habe. Die Konkurrenz in der Nationalmannschaft sei zwar hart, aber der Traum, bei der WM dabei zu sein, sei für Stöger „das Größte“.
Aber wieso zündet er in Gladbach noch nicht wie damals in Bochum, als er in der Relegation 2024 gegen Düsseldorf mit zwei Treffern und zwei Assists zum Matchwinner avancierte? Stöger bezeichnet es als die „erste wirkliche sportliche Krise“ seiner Laufbahn, ist sich aber seiner Qualitäten bewusst. Genau dieses Spiel gegen Bochum, laut Stöger das beste seiner Karriere, sei sein Antrieb. Er gesteht, dass er zuletzt ein gutes Stück von seiner Bestform weg war, doch für die zweite Saisonhälfte hat er sich einiges vorgenommen.
Seine klare Ansage lautet: „Ich möchte Gladbach den wahren Kevin Stöger zeigen.“ Er will erneut mit dem überzeugen, was ihn ausmacht: Top-Chancen vorbereiten, Pässe in die Spitze und eine starke Laufleistung. Eigene Treffer sollen ebenfalls wieder folgen, denn er ist sich sicher: „Durch ein Tor oder einen Assist bekommt man schnell wieder ein größeres Selbstbewusstsein.“
Seine riskante Spielweise bietet Angriffsfläche, aber er ist überzeugt, dass seine Fähigkeiten ideal zur angriffslustigen Philosophie von Coach Eugen Polanski passen. Es kommt auf den richtigen Mix an, um Ballverluste zu minimieren, ohne dabei die eigenen Trümpfe aufzugeben. Der Trainer kennt sein Können und seinen Ehrgeiz.
Damit er wieder voll durchstarten kann, hat Stöger nicht nur mit Personal-Trainer Björn Schulz an seiner Physis gefeilt, sondern auch mental umgeschaltet. Er hat Instagram und anderen sozialen Netzwerken den Rücken gekehrt, um sich komplett auf das Wichtigste zu fokussieren. „Ich weiß noch nicht, ob ich mich dauerhaft davon trenne, gerade tut es mir aber sehr gut. Und es hilft mir, mich noch mehr auf das Training und die Familie zu fokussieren.“ (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.