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Von Hannah Gobrecht

Tiefe Traurigkeit Gladbachs Raffael sorgt sich um sein Heimatland

Raffael beobachtet die Auswirkungen der Corona-Krise in seinem Heimatland Brasilien mit großer Sorge.

Raffael beobachtet die Auswirkungen der Corona-Krise in seinem Heimatland Brasilien mit großer Sorge.

Mönchengladbach - In Brasilien breitet sich die Corona-Pandemie unaufhaltsam aus. Gladbach-Star Raffael (35), der in der Küstenstadt Fortaleza geboren wurde, macht sich große Sorgen um seine Landsleute. Der vierfache Familienvater beobachtet von Deutschland aus die Entwicklungen in seiner Heimat ganz genau.

„Ich empfinde Traurigkeit. Ich hätte nie gedacht, dass das passieren könnte. Viele Menschen sterben, viele Menschen hungern, viele Menschen sind verzweifelt. Ehrlich gesagt, quält es mich manchmal, es gibt mir ein Gefühl tiefer Traurigkeit. Ich habe wegen all dem, was passiert, auch schon Tränen verdrückt“, sagte Raffael dem brasilianischen Nachrichtenmagazin „Veja“, für das er ein „Quarantäne-Tagebuch“ geführt hat.

Raffael: „Die deutsche Bevölkerung ist sehr gewissenhaft“

Laut Medienberichten ist Brasilien inzwischen das Land mit den drittmeisten Corona-Fällen. Eine klare Strategie, die Ausbreitung des Virus zu verhindern, ist seitens der Regierung nicht wirklich zu erkennen. Raffael richtet daher einen Appell an die Menschen: „Als das Virus hier auftauchte, hielten die Bevölkerung und die Regierung zusammen. Die erste Sorge des Landes wurde die Pandemie. Das deutsche Volk ist sehr gewissenhaft, und als die Kontaktbeschränkungen eingeführt wurden, folgten sie diesen. Anders als in Brasilien war niemand auf der Straße“, sagte Raffael.

Durch Verwandte und Freunde bekommt er mit, welchen Verlauf die Corona-Krise in Brasilien derzeit nimmt. „Ich hoffe, dass unser Land die hier eingeführten Maßnahmen sieht und dass sich unsere Situation so schnell wie möglich verbessert.“

Raffael: Habe meine Familie besonders vermisst

Mit seiner Borussia hat „Raffa“ die Woche vor dem Liga-Neustart in Hotel-Quarantäne verbracht. „Ich wollte vor der Abreise nach Frankfurt kurz nach Hause fahren, weil ich nur 15 Minuten vom Vereinsgelände entfernt wohne. Ich wollte nur dorthin gehen und meine Kinder und meine Frau küssen“, so Raffael, der sich aber natürlich strikt an die strengen Maßnahmen des Klubs und der Deutschen Fußball Liga (DFL) hielt.

Dazu gehört auch, dass der Aufenthalt in den Mannschaftskabinen so kurz wie nur möglich sein soll. In Frankfurt zogen sich die Borussen deshalb schon im Hotel um. „Wir haben ungefähr zehn Minuten in der Umkleidekabine verbracht. Gleich danach sind wir auf den Rasen gegangen und haben uns aufgewärmt“, so Raffael.

Die untersten Reihen der Haupttribüne wurden in der Commerzbank-Arena zur Ersatzbank umfunktioniert. Ausgestattet mit Maske und einer eigenen Wasserflasche hat der Stürmer, dessen Vertrag Ende Juni ausläuft, die gesamte Partie von der Bank aus verfolgt. Im Top-Spiel um die Champions-League-Plätze gegen Bayer 04 Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr) wird Raffael wohl erneut nicht in der Startelf stehen.