Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Gladbach-Knipser Dieser Trainer rettete Tabakovics Karriere

Haris Tabakovic kämpft im Spiel gegen den FC Bayern um den Ball.

Haris Tabakovic kämpft im Spiel gegen den FC Bayern um den Ball.

Haris Tabakovic (31) hat in seiner Profizeit schon unter 29 unterschiedlichen Coaches gespielt und ist momentan der unverzichtbare Torgarant im Angriff von Borussia Mönchengladbach.

Aber was die wenigsten wissen: Seine Laufbahn hing vor nicht allzu langer Zeit am seidenen Faden. Mit 26 Jahren, das war 2020, fand er sich nach einem Kreuzbandriss beim ungarischen Verein Diósgyőri plötzlich ohne Vertrag wieder – und vielversprechende Angebote lagen nicht auf dem Tisch.

Alexander Kiene: „Haris war zunächst skeptisch“

In dieser heiklen Situation kam Alexander Kiene (48) ins Spiel. Der deutsche Übungsleiter trainierte zu der Zeit Austria Lustenau in Österreichs zweiter Liga und meldete sich bei Tabakovic. „Haris war aber zunächst skeptisch, weil es nur die zweite Liga war“, blickt Kiene zurück.

Es war eine Menge Überredungskunst nötig, doch weil der Angreifer beinahe ein ganzes Jahr ohne Spielpraxis war, gab er am Ende sein Okay. Das berichtet „bild.de“.

Der Neuanfang erforderte vollen Einsatz! Drei Elemente waren laut Kiene von zentraler Bedeutung. Zuerst die mentale Verfassung. „Wir haben sehr viele Einzelgespräche geführt“, so der Trainer. Um nach der schlimmen Verletzung besser mit Tiefschlägen umgehen zu können und die von Kiene erwartete Leader-Rolle zu übernehmen, holte sich Tabakovic obendrein einen Mentalcoach.

Zweitens: Der Angreifer musste wieder an seinen Körper glauben. Spezielles Athletik- und Torschusstraining half dabei entscheidend. Der dritte Aspekt war die taktische Ausrichtung: „Wir haben hoch verteidigt, hatten kurze Wege zum Tor und haben mit vielen Pässen und Flanken in die Box gearbeitet“, erläutert Kiene. Das sei eine „Win-Win-Situation für alle Beteiligten“ gewesen.

Der Erfolg spricht Bände: Für Lustenau netzte Tabakovic in 48 Pflichtpartien unglaubliche 46 Mal ein und legte zudem elf Tore auf. Diese Hammer-Statistik wirkte wie ein Turbo für seine Laufbahn. Über Austria Wien führte sein Weg zu Hertha BSC, wo er mit 22 Treffern zum besten Torjäger der 2. Bundesliga avancierte. Danach kam der Transfer nach Hoffenheim und die Leihe an den Niederrhein.

Mittlerweile ist Tabakovic (8 Länderspiele/3 Treffer) auch im Nationalteam von Bosnien ein etablierter Spieler. Kiene ist begeistert: „Am Ende hat er all das erreicht, weil er ein Vollprofi ist, der wirklich für den Fußball lebt.“ Auch neben dem Rasen arbeitet der Stürmer an sich, liest Bücher über Gründertum und belegt bei der Fifa einen Kurs für Sportmanagement. Die Verbindung zu seinem Mentor ist bis heute nicht abgerissen.

Kiene besitzt anscheinend ein goldenes Händchen für Torjäger, denn er verhalf auch der Laufbahn von Stuttgart-Star Deniz Undav (29) zum Aufschwung. Nachdem Undav in Bremen aussortiert worden war, schaffte er unter Kienes Leitung in Havelse den Sprung nach vorn. Kiene, der in seiner Zeit als DFB-Stützpunkttrainer ebenfalls Niclas Füllkrug (33) vom AC Mailand betreute, ist derzeit als TV-Fachmann tätig und bereit für eine neue Herausforderung bei einem Klub. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.