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Von Judith Malter, Achim Müller

Ultras kommen gegen Bayern nicht Das sagt Gladbachs Geschäftsführer Schippers zur Entscheidung der Hardcore-Fans 

Gladbach muss beim ersten Bundesliga-Spiel der Saison 21/22 auf die Unterstützung der „Sottocultura“-Ultras verzichten. Das Foto zeigt die gut gefüllte Nordkurve im Borussia-Park am 25.01.2020,beim Bundesliga-Spiel gegen den FSV Mainz 05.

Gladbach muss beim ersten Bundesliga-Spiel der Saison 21/22 auf die Unterstützung der „Sottocultura“-Ultras verzichten.

Mönchengladbach. Wenn die Gladbacher am Freitag (13. August/20.30 Uhr) im Borussia-Park erstmals wieder vor einem größeren Publikum in die neue Bundesliga-Saison starten, bleibt ein Teil der VfL-Fanszene dem Stadion der Fohlen bewusst fern. Die Ultragruppierung „Sottocultura“ wird beim Auftakt-Match gegen den FC Bayern nicht im Borussia-Park sein. Das berichtet „Faszination Fankurve“ am Dienstag (10. August 2021) unter Berufung auf eine Stellungnahme der Gruppierung.

„Sottocultura “boykottiert vorerst Heimspiele der Gladbacher

Die Borussia-Ultragruppierung „Sottocultura“ wird am Freitag nicht bei Gladbachs Bundesliga-Auftaktmatch gegen Bayern München im Stadion sein. Grund dafür ist die Tatsache, dass nur ein Teil der Zuschauer wieder ins Stadion darf, die maximale Zuschauerzahl aber nicht ausgeschöpft werden dürfe. Neben der begrenzten Kapazität nennen die Ultras auch die geltenden Abstandsregeln sowie die Personalisierung der Karten als Grund für ihren Boykott.

Für die Gruppierung gelte nach wie vor, dass sich „volle Fankultur nur in vollen Fankurven“ entfalten könne. In einer Stellungnahme von „Sottocultura“ dazu heißt es: „Nach wie vor: Volle Fankultur nur in vollen Fankurven – unter dem obigen Titel haben wir vor ungefähr einem Jahr unsere Position zur Teilöffnung der Stadien bekanntgegeben. Wir sagten damals, dass unsere Vorstellung von Fankultur nicht mit einer deutlich begrenzten Kapazität, Abstandsregelungen und Ähnlichem vereinbar ist und wir die Spiele daher auf absehbare Zeit nicht besuchen werden.“

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Diese Position vertrete die Gruppierung mit Blick auf das kommende Spiel gegen Bayern München und wohl oder übel auch die nachfolgenden Heim- sowie Auswärtsspiele. „Solange die derzeitigen Regelungen rund um Kapazitätsbeschränkungen, Abstandsregeln und personalisierte Sitzplätze bestehen, ist eine Rückkehr für uns nicht vorstellbar. Wir wissen uns dabei in der Gemeinschaft zahlreicher Borussen aus der gesamten Fanszene, für die ein Stadionbesuch unter diesen Umständen leider nicht in Frage kommt. Wir kennen die nach wie vor besondere Situation und werden die Lage gegebenenfalls neu bewerten, wenn sich die Regularien und Bestimmungen zum Positiven verändern.“

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Die Unterstützung sichern sie dem Klub dennoch zu. „Bis dahin stehen wir weiter bedingungslos hinter unserem Verein, wenn auch nicht im Stadion, und fiebern dem Tag X entgegen, an dem dies endlich wieder möglich ist“, so der Wortlaut in der Stellungnahme.

Gladbachs Geschäftsführer Stephan Schippers (53) sagte dazu am Dienstag (10. August 2021) auf Nachfrage unserer Redaktion: „Es ist die freie Entscheidung der Ultras zu sagen: Wir kommen als Gruppe, organisiert, erst dann wieder, wenn wieder Normalität ins Stadion kommt. Das heißt, volle Personenzahl. Und das impliziert auch: Kein Abstand, keine Masken und dergleichen. Singen und miteinander freuen geht nicht unter der Maske – das ist ein Standpunkt, kann man nachvollziehen. Aber natürlich tangiert uns das. (...) Ich bin mal gespannt, wie die Stimmung gegen Bayern München wird.“

Für das erste Bundesliga-Spiel der Fohlen wurden rund 23.000 Karten verkauft. Die verminderte Kapazität ergibt sich durch die Vorgaben des Landes NRW sowie die Sieben-Tages-Inzidenz. Zudem wird die Anzahl an Zuschauern durch die Anordnung von freien und besetzten Plätzen im Schachbrettmuster begrenzt.