Stimmt hier was nicht?Warum ist Ko Itakura so günstig?

Ko Itakura sitzt auf dem Rasen.

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Ko Itakura ist zurück in Gladbach.

Ko Itakura ist zurück! Doch der Deal wirft Fragen auf.

Er ist wieder da! Ko Itakura trägt erneut das Trikot von Borussia Mönchengladbach, für die er zwischen 2022 und 2025 schon 80-mal auf dem Platz stand. Doch seine Rückkehr sorgt für mächtig Wirbel und offene Fragen.

Was steckt hinter dem Deal? Wieso lässt Ajax Amsterdam ihn so günstig ziehen? Und die große Sorge vieler Fans: Was passiert beim Asien-Cup im Januar? Der Japaner tritt die Nachfolge von Nico Elvedi an, dessen Transfer zu Leeds United am Mittwoch über die Bühne ging. Wir klären die spannendsten Punkte zu diesem Wechsel, den Sport-Boss Rouven Schröder schon viel früher einfädeln wollte.

Welchen Anteil hatte Schröder an diesem Transfer?

Wie intensiv hat sich Borussia um eine Wiedervereinigung mit Itakura bemüht? Bereits im Dezember suchte Schröder nach Verstärkung für die Abwehrzentrale. Nach dem Transferfenster im Januar deutete er an, dass eine Rückholaktion von Itakura im Raum stand.

„Wir hätten ihn als Leihe eventuell bekommen können. Aber trotzdem, da spielt ein anderer eine Rolle: Ajax ist ambitioniert, er hat da eine wichtige Rolle als zentraler Abwehrspieler, als Sechser. Wir hätten ihn gerne genommen“, offenbarte Schröder seinerzeit bei Sky. Als Notlösung kam stattdessen Kota Takai per Leihe von Tottenham Hotspur, der acht Einsätze für die Fohlen sammelte.

Als der Abschied von Elvedi zu Leeds United letzte Woche konkret wurde, nahmen Schröder und Chefscout André Hechelmann diverse Möglichkeiten unter die Lupe. Die Realisierbarkeit des Itakura-Transfers war lange unklar. Am Dienstag kam es dann zur entscheidenden Wende, da sowohl Ajax Amsterdam als auch der Spieler selbst auf Borussia zugingen. Das berichtet „rp-online.de“.

Welchen Anteil hatte Schröder an diesem Transfer? Die gemeinsame Vergangenheit bei Schalke hat die Kontaktaufnahme im Winter sicherlich erleichtert und sichergestellt, dass die Verbindung zu Itakura in den letzten Monaten bestehen blieb. Schröder ist seit Jahren ein Kenner des asiatischen Marktes und arbeitete bei früheren Jobs mit vielen japanischen Profis. „Sie sind sehr demütig, arbeitswillig, diszipliniert und wissbegierig und vor allen Dingen respektvoll gegenüber Klub und Mitspielern. Sie geben alles für ihr Team und passen gut in ein Gefüge“, erklärte Schröder kürzlich der „Bild“.

Zusammen mit Coach Eugen Polanski wurde im Sommer sogar ein Japanisch-Dolmetscher für den Verein engagiert. Die Tatsache, dass mit Daiki Hashioka, Zento Uno und Shuto Machino bereits drei seiner Landsleute für Borussia kicken, war wohl ein entscheidender Pluspunkt für Itakuras Entscheidung.

Wie erging es Itakura in der letzten Spielzeit? Im Sommer 2025 wechselte der Abwehrmann mit 28 Jahren zu Ajax Amsterdam, um seinen Champions-League-Traum zu verwirklichen. Die niederländische Liga kannte er bereits von seiner Station beim FC Groningen. Doch obwohl er meist spielte, wenn er einsatzfähig war, fand er in Amsterdam nie sein Glück. Seine Saisonbilanz: 24 Nominierungen für den Ligakader, davon 16 von Beginn an, plus sechs Auftritte in der Champions League. Nachdem Ajax Ende Januar aus der Königsklasse flog, setzte ihn eine Rückenverletzung fast zwei Monate außer Gefecht. Titel gab es keine, und in der Liga reichte es für den Verein nur für Platz fünf.

Was heißt der Transfer für die Finanzen der Borussia? Vor einem Jahr kassierten die Fohlen 10,5 Millionen Euro für Itakura. Nun zahlt der Klub laut Sky maximal vier Millionen Euro (inklusive möglicher Boni). Quellen aus den Niederlanden sprechen von etwa fünf Millionen Euro. Egal, wo die Wahrheit liegt: Für Gladbach ist es ein finanzieller Geniestreich, da gleichzeitig neun bis zehn Millionen Euro für Elvedi aus England auf das Konto wandern.

Aber warum gibt Ajax Itakura so preiswert ab? In den letzten Wochen wurde klar, dass der Japaner in den sportlichen Planungen für die kommende Saison keine zentrale Figur mehr war. Auf den ersten Blick ist der Verkauf ein Minusgeschäft für Ajax, doch die Gründe liegen tiefer. Finanzexperte José De La Verde analysiert auf X: „Individuell gesehen ist das kein gutes Geschäft: BMG macht ein Schnäppchen, weil Ajax Spieler loswerden muss. Im Ganzen ist das aber durchaus logisch: Es entsteht Spielraum im Kader und bei den Finanzen, indem man teure, überflüssige Spieler abgibt. Das tut ein bisschen weh, aber an einem Spieler festzuhalten, kann schmerzhafter sein.“ Zudem kann Ajax nun bis zum Transferschluss selbst aktiv werden. Ein weiterer Vorteil für Borussia: Sie waren der heißeste Kandidat und Itakura wollte unbedingt den Wechsel vollziehen.

Welche Gründe sprachen aus Itakuras Perspektive für eine Rückkehr? Am Niederrhein ist er sportlich an der Seite von Kevin Diks eingeplant. Wenn er fit bleibt, ist sein Platz in der Startelf sicher. Er kennt die Liga, das Umfeld im Borussia-Park und die Verantwortlichen. Sein erstes Bundesliga-Tor für Gladbach erzielte er übrigens am 19. August 2023 beim spektakulären 4:4 gegen Augsburg. Auch privat zieht es ihn wohl zurück nach Düsseldorf, wo er sich in der großen japanischen Gemeinschaft zu Hause fühlt. Erst vor Kurzem hat Itakura die Schauspielerin Haruna Kawaguchi geheiratet, und das Paar erwartet das erste gemeinsame Kind.

Welches Risiko geht Borussia mit diesem Transfer ein? Wie bei jeder Rückkehr besteht die Gefahr, dass es nicht wie erhofft läuft. Seine Verletzungsanfälligkeit ist der größte Minuspunkt. Demgegenüber stehen 31 Einsätze in der Saison 2024/25, die beweisen, dass er eine Spielzeit durchhalten kann. Der Vierjahresvertrag gibt vor allem Itakura Sicherheit, der bei Vertragsende 33 Jahre alt sein wird. Für Gladbach ist die Laufzeit ebenfalls vorteilhaft, da das Gehalt (vermutlich niedriger als Elvedis) auf vier Jahre verteilt wird. Da sein Kontrakt bei Ajax bis 2029 gültig war, war ein Vertrag bis 2030 wohl eine Grundvoraussetzung für den Wechsel. Die größte Sorge war jedoch der Asien-Cup im Januar, an dem auch Kevin Diks mit Indonesien teilnehmen könnte. Doch jetzt die Knaller-Nachricht: Itakura hat dem Verein wohl mitgeteilt, dass er auf das Turnier verzichten möchte!

Was dürfen die Fans von Itakura erwarten? Schon bei der WM hatte der Japaner mit Fitnessproblemen zu kämpfen. Nach seinem Urlaub stieg er erst Ende Juli wieder ins Training ein, zunächst nur allein. Erst seit etwa zwei Wochen trainiert er bei Ajax wieder mit der Mannschaft und stand am Sonntag erstmals im Pflichtspiel-Aufgebot.

Ein Einsatz von Beginn an im DFB-Pokal am Sonntag kommt aber wohl zu früh, hier steht Jan Leszczynski parat. Ob Itakura zum Bundesliga-Auftakt sechs Tage später bei voller Kraft ist, ist fraglich. Die Fans müssen sich also noch etwas gedulden. Er ist kein direkter 1:1-Ersatz für Elvedi, da ihm der Spielrhythmus fehlt. Eine Wertsteigerung seines Marktwerts von acht Millionen Euro oder ein gewinnbringender Weiterverkauf sind eher unwahrscheinlich.

Das Fazit ist klar: Ob der Itakura-Transfer ein Erfolg wird, hängt einzig und allein von seiner Gesundheit ab. Er bringt die von Gladbach so dringend benötigte Erfahrung mit, und die finanziellen Konditionen sind top. Dieser Wechsel hat eine Chance verdient. Seine Bundesliga-Qualität hat er bereits nachgewiesen. Und sein Verzicht auf den Asien-Cup ist für die Saisonplanung der Borussia Gold wert. (red)

Ko Itakura und Offizielle bei der Gladbach-Verabschiedung.

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