Rekord-Deal ohne Profi-Minute Dieser Abgang spült Millionen in die Fohlen-Kasse
Winsley Boteli spielte in Gladbach nie bei den Profis.
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Ein echter Transfer-Knaller am Niederrhein! Winsley Boteli kehrt Borussia Mönchengladbach den Rücken und sorgt für einen Rekord-Verkauf. Das Besondere: Obwohl er keine einzige Minute im Profi-Team spielte, bringt sein Transfer so viel Geld wie kein anderer Spieler vor ihm ohne Einsatz in der ersten Mannschaft.
Der FC Sion, wo Boteli als Leihgabe und Super-Joker voll einschlug, hat die Kaufklausel aktiviert. Dadurch fließen satte 3,5 Millionen Euro in die Kasse der Gladbacher.
Rouven Schröder holt das Maximum raus
Sportdirektor Rouven Schröder zeigte sich in den Gesprächen von seiner harten Seite. Die Hoffnung des FC Sion und seines bekannten Präsidenten Christian Constantin, einen Rabatt auszuhandeln, ließ der Gladbacher Manager eiskalt platzen. Als Erster verbreitete Transfer-Insider Fabrizio Romano die Neuigkeit am Samstagmorgen.
Für die Fohlenelf stellt sich nun die aufregende Frage, was die Schweizer mit dem 19-jährigen Talent anstellen: Wird er gehalten oder sofort mit Gewinn weiterveräußert? Falls der FC St. Gallen am Sonntag das Pokalfinale gegen den Zweitligisten FC Stade Lausanne-Ouchy gewinnt, würde Sion sogar in der Qualifikation für die Conference League spielen. Namhafte Vereine wie der FC Brügge haben Boteli schon im Visier, nachdem er in der letzten Saison in nur 651 Spielminuten acht Ligatore schoss. Das berichtet „rp-online.de“.
Ein perfektes Beispiel für solch eine Vorgehensweise lieferten die Belgier vor zwei Jahren. Seinerzeit holte sich Brügge den griechischen Senkrechtstarter Christos Tzolis von Fortuna Düsseldorf für 6,5 Millionen Euro. Dies geschah nur wenige Wochen, nachdem die Fortuna ihn für 3,5 Millionen Euro per Kaufoption fest unter Vertrag genommen hatte. Mittlerweile beträgt der Marktwert von Tzolis satte 30 Millionen Euro. Bei Boteli soll sich Gladbach eine Beteiligung bei einem Weiterverkauf von rund zehn Prozent gesichert haben.
Obwohl der Deal noch nicht offiziell verkündet ist, erweist sich der Verkauf für die Fohlen schon jetzt als Volltreffer. Boteli, vor vier Jahren aus der Nachwuchsabteilung von Servette Genf verpflichtet, gibt den Gladbachern früh in der Transferperiode finanzielle Möglichkeiten für zusätzliche Verpflichtungen.
Mit Daniel Batz, der ablösefrei von Mainz 05 kommt, und David Herold, der für 3,5 Millionen vom Karlsruher SC wechselt, stehen bereits zwei Neuzugänge fest. Außerdem soll Zento Uno von Shimizu S-Pulse für einen sechsstelligen Betrag aus Japan verpflichtet werden und der Transfer von Yukhim Konoplya (ablösefrei von Schachtar Donezk) ist fast in trockenen Tüchern.
Ein Blick zurück: Vor einem Jahr konnte die Borussia zu diesem Zeitpunkt die wesentlich geringere Ausstiegsklausel für Shuto Machino bei Holstein Kiel nicht bedienen. Stattdessen zahlte der Klub Ende Juli ganze sieben Millionen Euro.
Die bittere Konsequenz: Machino versäumte entscheidende Abschnitte der Vorbereitung und hat in Gladbach bis heute nicht richtig Fuß gefasst. Gepaart mit den Ersparnissen aus der Winterpause und dem zeitigen Abgang von Rocco Reitz im März ist der Verein seiner Position aus dem Vorjahr meilenweit enteilt.
Zusätzliches Geld könnte schon bald in die Kassen fließen, wenn sich die Borussia mit dem KSC auf eine feste Verpflichtung von Leih-Angreifer Shio Fukuda verständigt. Der Boteli-Transfer, obwohl der Spieler offiziell gar nicht Teil des Profi-Teams war, beschleunigt damit indirekt ein anderes bedeutendes Ziel: die Kaderverkleinerung. (red)
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