„Mad Dog“ gefeuertKuriose Situation für Ex-Gladbach-Profi – er macht’s jetzt wie Vogel

Spieler von Borussia Mönchengladbach bilden eine Freistoßmauer.

Copyright: IMAGO / Team 2

Spieler von Borussia Mönchengladbach stehen in einer Freistoßmauer beim Spiel gegen Borussia Dortmund am 14. August 2004.

Aktualisiert

Jan Schlaudraff war einst als Spieler bei Borussia Mönchengladbach aktiv. Nun ist er Geschäftsführer Sport in Österreich und erlebt eine turbulente Zeit, in der er jetzt auch als Trainer einspringen muss.

Plötzlich im Nachbarland in zwei Funktionen tätig!

Ein bekannter Ex-Spieler von Borussia Mönchengladbach erlebt gerade turbulente Zeiten in Österreich. Dort ist der ehemalige DFB-Nationalspieler bereits in sportlicher Funktion tätig und muss nun auch noch zusätzlich den Trainer-Posten bekleiden.

Gladbach-Verkauf ein Fehler? Ex-Nationalspieler blühte danach auf

In Heiko Vogel (47) erlebte zuletzt ein ehemaliger U23-Coach von Borussia Mönchengladbach eine ähnliche Geschichte. Im Januar 2023 übernahm der einstige Trainer der Regionalliga-Mannschaft, von 2020 bis 2022 im Amt, den Posten des Sportdirektors beim Schweizer Top-Klub FC Basel.

Vor wenigen Tagen wurde Vogel beim krisengebeuteltem Klub entlassen. Während seiner Zeit als Sportdirektor sprang der 47-Jährige dabei gleich zweimal als Interimstrainer ein: zunächst im Februar bis zum Ende der Saison und nun von Ende September bis zu seiner Entlassung.

Auch Ex-Fohlen Jan Schlaudraff (40) ist mittlerweile in einem Nachbarland tätig – und dann jetzt auch in Doppelfunktion. Der ehemalige DFB-Nationalspieler arbeitet seit Januar 2022 beim österreichischen Zweitligisten SKN St. Pölten als Geschäftsführer Sport.

Eigentlich wollte der Verein in dieser Saison um den Aufstieg in die Bundesliga mitspielen. Doch davon ist der SKN mittlerweile als Tabellenzehnter weit entfernt, weshalb Schlaudraff Ende Oktober die Reißleine zog und sich vom Trainerduo Stephan Helm (40) und dem einstigen Bundesliga-Profi Emanuel Pogatetz (40), der sich aufgrund seine Spielstils den Spitznamen „Mad Dog“ erarbeitete, trennte.

Bis ein Nachfolger für das Duo im Winter gefunden ist, nimmt der 40-Jährige das Zepter nun selbst in die Hand und wird in St. Pölten als Interimstrainer an der Seitenlinie stehen. Zwei Spiele hat er dabei bereits absolviert. In der Liga gab es ein 1:1-Unentschieden (29. Oktober) gegen den SV Ried, am Mittwoch (1. November) bezwang der SKN den SC Austria Lustenau im Pokal mit 4:0.

Als Spieler war Schlaudraff von 2002 bis 2005 bei Borussia aktiv. Dann wechselte er nach nur elf Einsätzen für die Fohlen-Profis zu Alemannia Aachen.

Den Deal dürften die Gladbach-Verantwortlichen im Nachhinein aber bereut haben. Die Fans hielten dem Verein vor, dass das Potenzial Schlaudraffs, der über Aachen beim FC Bayern München und in der Nationalmannschaft landete, nicht erkannt zu haben.

Zahlreiche Gladbach-Fans verfolgten diesen Karriereverlauf mit Wehmut und fragten sich, was denn gewesen wäre, wenn Schlaudraff am Niederrhein geblieben wäre.

Nach seinem Engagement in München wechselte der Ex-Borusse nach nur einem Jahr zu Hannover 96 und wurde dort zum Fanliebling und Leistungsträger. Im Sommer 2015 beendete er seine aktive Karriere. Seitdem feilt er an einer Karriere als Sportfunktionär. Zunächst war er bis Januar 2020 Sportdirektor in Hannover, nun arbeitet er in Österreich bei St. Pölten.

Hugo Bolin und Enzo Leopold klatschen sich beim Spiel ab.

Ausweichtrikot 2026/27 Medienbericht: So soll das neue dritte Trikot der Borussia aussehen