„Wollen Krawall und Klopperei“Minister Reul platzt nach Derby-Skandal der Kragen

Herbert Reul im Anzug mit Krawatte

Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa

Herbert Reul hat sich zu den Derby-Krawallen geäußert.

Beim Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach kam es auf der Tribüne zu Krawallen. NRW-Innenminister Herbert Reul platzt der Kragen.

Die schlimmen Vorkommnisse während des Rheinderbys zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach, haben nun ernste Folgen. Die Bilanz des Chaos: Böller, die auf den Rängen landeten, eine zerstörte Plexiglasscheibe und insgesamt sechs Verletzte. Die Polizei hat bestätigt, dass zwei Zuschauer, einer davon ein Kind, eine Ordnerin sowie drei Einsatzkräfte zu Schaden kamen.

Nun mischt sich auch die Politik ein und spricht Klartext. Herbert Reul (CDU), der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, ist stinksauer und verlangt strengere Überprüfungen bezüglich Pyrotechnik.

Herbert Reul: „Sie missbrauchen den Fußball“

„Wieso kommt dieses Zeug immer noch ins Stadion?“, fragte Reul und betonte, es könne nicht im Sinne der Klubs sein, „dass solche Menschen im Namen ihrer Mannschaft zündeln, prügeln, randalieren“. Das berichtet „rp-online.de“.

Zum Ausbruch der Gewalt kam es, nachdem Said El Mala in der 67. Minute das 2:1-Siegtor für den FC erzielt hatte. Auf der im Oberrang des Kölner Stadions kam es im Bereich der Gästefans zu Auseinandersetzungen.

Wie auf den Bildern zu sehen war, haben Gladbach-Anhänger davor eine Trennscheibe aus Plexiglas zwischen den Sektoren mit Notfallhämmern eingeschlagen. Daraufhin zündete man Feuerwerkskörper und Raketen, von denen einige auch in den Bereich der Kölner Anhänger gelangten.

Reul setzte mit seiner Schelte noch einen drauf: „Wer mit Sturmhaube im Stadion steht, der will keinen Fußball sehen. Der sucht Ärger.“ Solche Personen würden nicht nur die Ränge demolieren, sondern auch den Fußball als Fest für Familien.

„Die wollen Krawall und Klopperei. Sie missbrauchen den Fußball als Bühne für ihre Gewaltexzesse“, meinte der Politiker. Mit diesem Benehmen erweisen die Chaoten ihren Vereinen und sämtlichen echten Fans einen „Bärendienst“.

Auch von den Klubs gibt es eine Reaktion. Philipp Türoff, der Geschäftsführer von Köln, hat eine zügige Untersuchung der Geschehnisse angekündigt. Er strebe an, „dass eine Familie im Oberrang Nord sitzen kann, ohne Angst zu haben“, wie er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ mitteilte. (red)