Nach Katastrophen-Saison Polanski im Training wie verwandelt
Eugen Polanski tritt im Training ganz anders auf als zuvor.
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Stillstand ist keine Option für Borussia Mönchengladbach! Diese Ansage machte Manager Rouven Schröder (50) nach der Aufarbeitung einer absolut verkorksten Saison klipp und klar.
Die Zahlen sprechen Bände: Rang 12, magere 38 Zähler und heftige 53 Gegentreffer waren eine enttäuschende Ausbeute. Viel schlimmer waren jedoch die Auftritte der Fohlenelf, die die Fans manches Mal zur Verzweiflung trieben. Schröder handelte und wechselte beinahe den kompletten Trainerstab aus, gewährte Chef-Trainer Eugen Polanski (40) jedoch eine weitere Bewährungsprobe.
Polanski setzt auf neue Taktik
Und diese Gelegenheit will der Coach jetzt unbedingt ergreifen! Schon in den anfänglichen Übungseinheiten präsentiert sich Polanski wie ausgewechselt. Er ist lauter, präsenter, greift ständig ein, gibt mit großen Gesten Anweisungen und verdeutlicht jedem Akteur seine Erwartungshaltung. Das berichtet „bild.de“.
Hilfe bekommt er dabei von seinen neuen Co-Trainern Jan-Moritz Lichte (46) sowie Markus Gellhaus (56). Die Vereinsführung hat eine eindeutige Anweisung erteilt: Mehr Mut im Spiel ist gefordert.
An der frischen Spielweise wird schon jetzt intensiv gearbeitet. Polanski lässt das Team auf kleinstem Feld üben, sich aus der Defensive herauszukombinieren – weite Bälle des Keepers sollen nur noch die absolute Ausnahme sein. Schluss mit der Fünfer-Abwehrkette und den zwei Zerstörern davor – das ist Geschichte. Ein entscheidendes Element der neuen Taktik ist stattdessen ein zusätzlicher, vierter Offensivmann, der wohl die Position des Zehners bekleiden wird.
Der Coach persönlich stellt den Anhängern eine veränderte Spielphilosophie in Aussicht, betont aber gleichzeitig, was am Ende zählt: „Wir haben klare Vorstellungen, wie wir spielen wollen, das muss natürlich der DNA dieses Vereins entsprechen. Aber natürlich geht es auch darum, Ergebnisse zu erzielen. Es wird keiner feiern, wenn wir ständig schön spielen, aber keine Siege holen.“
Er geht cool mit dem Druck um, der durch die zahlreichen Umstellungen jetzt komplett auf seinen Schultern liegt. Beanstandungen seien Teil des Geschäfts, meint der Trainer. Tatsächlich empfinde er die Lage sogar als „etwas entspannter“, weil er anders als in der letzten Saison von Beginn an die Vorbereitung mitprägen kann.
Die Zeit wird zügig offenbaren, ob diese Gelassenheit bleibt. Denn der Auftakt in die neue Spielzeit wird für die Borussia kein Zuckerschlecken: Los geht's mit dem Muss-Sieg im Pokal bei Schott Mainz am 23. August (15.30 Uhr), danach folgt der Hammer-Start in der Liga am 29. August (15.30 Uhr) in Leipzig. Im Anschluss warten die Duelle mit Neuling Elversberg sowie die Reise nach Freiburg. (red)