Neuer starker Mann Schröder bei Gladbach immer mächtiger
Eugen Polanski und Rouven Schröder bei der Mitgliederversammlung.
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Rouven Schröder (50) ist bei Borussia Mönchengladbach der neue starke Mann.
Das zeigte sich nicht zuletzt bei der Debatte um Coach Eugen Polanski (40), über dessen Verbleib es heftige Diskussionen gab. Schlussendlich machte aber insbesondere Sportchef Schröder den Deckel drauf: Polanski darf weitermachen.
Auch weitere Ereignisse untermauern, wie Schröder seine Machtposition im Klub ausbaut. Während bei der Mitgliederversammlung beinahe die gesamte Chefetage kritische Töne erntete, überzeugte Schröder die Anhänger mit einer Ansprache, in der er „Mut“ zur neuen Devise erklärte. Das berichtet „bild.de“.
Seit er im Oktober das Ruder übernahm, hat Schröder eine Mannschaft aus loyalen Mitarbeitern um sich geschart. Durch die Berufung von André Hechelmann (41) für die Talentsuche und Christoph Menke-Salz (41) für die Lizenzspielerabteilung als frische Direktoren zementierte er frühzeitig seine Stellung im Vereinsgefüge.
Nachdem er seinen Coach Polanski wochenlang hingehalten hatte, machte er ihm eine deutliche Ansage. Schröder verlangt eine couragierte Spielweise, gesteigerte Intensität, ein Defensivkonzept mit Viererkette und die Förderung von Nachwuchsspielern. Dafür durfte Polanski bei der Zusammenstellung des Kaders mitreden. Ebenso steht ein Umbau des Trainerstabs an, bei dem Schröder ein gewichtiges Wort mitreden wird.
Schröder beweist auch bei der Neugestaltung des Kaders Härte. Wackelkandidaten bekommen klar zu verstehen, dass ihre Zeit abgelaufen ist. Ein Beispiel ist Torwart Jonas Omlin (32), der vor einem Transfer nach Basel steht: Durch den Deal mit dem preiswerteren Daniel Batz (35) aus Mainz wurde ihm der Abschied quasi nahegelegt.
Der Sportdirektor hat auf dem Spielermarkt schon vor der herausfordernden WM-Zeit Nägel mit Köpfen gemacht. Schnelle Vereinbarungen gab es mit Batz, Hugo Bolin (22), David Herold (23), Enzo Leopold (25), Yukhym Konoplya (26) sowie Zento Uno (22). Im Gegenzug spülten die Verkäufe von Rocco Reitz (24) für 20 Millionen Euro und Winsley Boteli (19) für 3,5 Millionen Euro frisches Kapital in die Kassen.
Bei jedem neuen Spieler implementierte Schröder sein Konzept von geringen Fixgehältern und großzügigeren Boni. Er verfolgt das Ziel, den Wettbewerb innerhalb des Teams auf sämtlichen Positionen zu intensivieren. Zwar sind seine Maßnahmen noch kein Garant für Triumphe, doch als Aushängeschild des Vereins vermarktet er sie clever und verleiht Gladbach damit zunehmend sein eigenes Profil. (red)
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