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TV-Geld-Ranking ist da Gladbach stürzt ab und büßt Millionen ein

Trainer Eugen Polanski gibt Anweisungen an der Seitenlinie.

Trainer Eugen Polanski beim Spiel von Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Heidenheim. 

Für Borussia Mönchengladbach gibt es schlechte Nachrichten, denn die aktuellen Zahlen zur Ausschüttung der TV-Gelder sind da.

Zunächst wirken die von der „Sport Bild“ publizierten Daten positiv: Exakt 52.339.720 Euro sind für die Spielzeit 2026/27 vorgesehen. Das sieht erst einmal nach mehr aus, als die circa 51 Millionen Euro aus der Vorsaison. Aber die Realität sieht anders aus.

Gladbach verzeichnet ein Minus von 2,6 Millionen Euro 

Von dem Betrag gehen noch 7,5 Prozent für Organisation und Spielbetrieb an die „Bundesliga“ (ehemals DFL). Nach diesem Abzug verbleiben für Gladbach lediglich 48,4 Millionen Euro vor Steuern. Das ist ein schmerzhaftes Minus von 2,6 Millionen Euro im Vergleich zur vorherigen Spielzeit.

Ursache für diese finanzielle Misere ist die Performance in der Bundesliga-Fünfjahreswertung. Vor allem die 1:3-Pleite in Augsburg kurz vor Saisonende schmerzte sehr, weil der FCA dadurch an den Fohlen vorbeiziehen konnte. Weder der temporäre Fünf-Millionen-Euro-Gewinn durch den 1:0-Sieg über Dortmund noch der 4:0-Triumph gegen Hoffenheim zum Abschluss konnten das Ruder noch herumreißen.

Diese Rangliste hat es in sich, denn die Saisons werden verschieden gewichtet: Die jüngste Spielzeit zählt fünffach, die davor vierfach, und so geht es weiter. Das berichtet „rp-online.de“.

Der Verteilungsmechanismus des Geldes ist ziemlich kompliziert. Es gibt einen Sockelbetrag für jeden Bundesligisten, der 50 Prozent des Gesamtvolumens darstellt. Der Großteil der übrigen Mittel wird jedoch leistungsabhängig ausgeschüttet. Stolze 43 Prozent hängen an der Säule „Leistung“, welche primär auf der Fünf-Jahres-Wertung beruht.

Die übrigen sieben Prozent verteilen sich auf die Säulen „Nachwuchs“ und „Interesse“, bei denen Kriterien wie Spielzeit für U23-Talente oder die TV-Einschaltquoten zählen. Jede einzelne Position, die ein Verein in dieser Leistungstabelle klettert oder fällt, bedeutet am Ende eine Differenz von etwa 2,5 Millionen Euro – genau hier haben die Klubs durch sportliche Leistung den größten Hebel.

Richtig bitter wird es für die Borussia, wenn man sich die Konkurrenz anschaut. Im Ranking der Liga landet Gladbach nur auf dem elften Platz. Unter all den Klubs, die seit fünf Jahren ununterbrochen in der Bundesliga sind, erhält lediglich der FC Augsburg eine Spur weniger Geld. Vereine wie der SC Freiburg, der VfB Stuttgart, die TSG Hoffenheim und Mainz 05 haben die Borussia im TV-Geld-Ranking inzwischen überholt. Diese finanzielle Überlegenheit gibt ihnen einen deutlichen Vorteil, der sich auch bei Transfers bemerkbar machen dürfte. Ganz oben steht der FC Bayern München, der etwa das Dreifache von dem bekommt, was Aufsteiger SV Elversberg erhält. 

Einen kleinen Lichtblick gibt es für die Borussia aber doch. Die Ausgangslage in der Fünf-Jahres-Wertung ist zu Beginn der kommenden Spielzeit extrem knapp. Die Borussia geht von Rang zwölf ins Rennen, mit nur einem Punkt Rückstand auf Werder Bremen und einem Zähler Vorsprung auf Union Berlin. Die Konsequenz ist klar: Die direkten Aufeinandertreffen mit diesen Rivalen sind mehr als nur normale Spiele – es geht nicht nur um drei Punkte für die Liga-Tabelle, sondern auch um Millionen im entscheidenden TV-Geld-Ranking. (red)