Ullrichs Albtraum-Tag Gladbachs Youngster kassierte doppelte Lektion
Machte in Frankfurt keine gute Figur: Gladbach-Verteidiger Lukas Ullrich (r.).
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Für Borussia Mönchengladbach war die 0:3-Pleite bei Eintracht Frankfurt eine herbe Enttäuschung. Aber für einen Akteur entwickelte sich das Spiel zu einer ganz besonders schmerzhaften Erfahrung: Lukas Ullrich.
Sein missratener Auftritt wurde durch eine bestimmte Szene symbolisiert. In der 34. Spielminute lenkte er einen Torschuss von Ayoube Amaimouni-Echghouyab so ab, dass Torwart Moritz Nicolas beim 0:2 keine Chance mehr hatte. Diese unglückliche Aktion brachte die Fohlen entscheidend in Rückstand.
Ullrich bekommt in Frankfurt eine Lektion in Sachen Effektivität erteilt
Dabei hätte dieser Tag eigentlich dem 21-Jährigen gehören sollen. Ullrich ist seit dem Weggang von Luca Netz der unumstrittene Stammspieler auf der linken Defensivposition. Die taktische Ausrichtung der Frankfurter verschaffte ihm viele Möglichkeiten, sich in der Offensive zu zeigen, denn er bekam reichlich Platz.
Aber Zählbares sprang nicht heraus. Einmal segelte eine Flanke ohne Bedrängnis hinter das Gehäuse, ein anderes Mal schoss er aus engem Winkel daneben. Das Kernproblem fasste Coach Eugen Polanski zusammen: „Wir waren sehr oft in der Box des Gegners, doch dann haben wir einfache Querbälle nicht an den Mann und die Schüsse nicht aufs Tor gebracht“. Das berichtet „rp-online.de“.
Ullrich bekam von gleich zwei Frankfurtern eine Lektion in Sachen Effektivität erteilt. Zunächst machte ihm sein Pendant auf der Gegenseite, Nathaniel Brown, vor, wie es richtig funktioniert. Der linke Verteidiger der Eintracht vollendete einen Doppelpass eiskalt und technisch brillant zum 1:0 – und das mit seinem schwächeren Fuß.
Und als wäre das nicht genug, traf auch noch Ullrichs direkter Kontrahent, der noch unerfahrene Amaimouni-Echghouyab, mit einem sehenswerten Schlenzer zum 2:0. Für den Gladbacher war das eine doppelte Abreibung.
Was die Sache besonders brisant macht: Gemeinsam mit Brown wurde Ullrich Vize-Europameister mit der deutschen U21, doch schon damals bekam der Frankfurter mehr Einsatzminuten. Inzwischen hat Brown sein Debüt für das A-Nationalteam gegeben und sein Marktwert wird auf 35 Millionen Euro geschätzt – der von Ullrich liegt bei sieben Millionen. Der gebürtige Berliner muss jetzt beweisen, dass er seinen Stammplatz mit beständigen Leistungen rechtfertigen kann. Diese riesige Gelegenheit ließ er in Frankfurt ungenutzt. (red)
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