„Dafür muss man Leistungen bringen“ Effenberg wundert sich über Reitz-Gerüchte
Hält sich nach der Pleite in Frankfurt das Trikot vors Gesicht: Rocco Reitz.
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Gladbach-Legende Stefan Effenberg hat am Sonntagvormittag im Sport1-„Doppelpass“ kein gutes Haar an Fan-Liebling Rocco Reitz von Borussia Mönchengladbach gelassen.
Der 57-Jährige sieht die Leistungen des U21-Nationalspielers im Zuge der sportlichen Fohlen-Krise äußerst kritisch!
Stefan Effenberg: „Das ist ein enormer Druck. Und er schwankt extrem in seinen Leistungen“
„Also Leipzig hat Interesse an Rocco Reitz?“, fragte Effenberg durchaus spöttisch in die Fußball-Talk-Runde bezüglich der jüngst aufkommenden Gerüchte um Borussias wertvollsten Spieler. „Dafür muss man aber gute Leistungen bringen“, beantwortete sich die Gladbach-Legende seine forsche Frage gleich selbst.
Mit der Entwicklung des Spielers ist Effenberg „überhaupt nicht zufrieden“. Eine Erklärung für die wackeligen Leistungen des zentralen Mittelfeldakteurs lieferte Effenberg gleich mit. „Ich glaube sehr wohl, dass ihn die Kapitänsbinde belastet.“
Der ehemalige Weltklasse-Mittelfeldspieler führte aus: „Wenn du ein junger Spieler bist, ein zentraler Spieler, musst du irgendjemanden an deiner Seite haben, der dich an die Hand nimmt und mitführt.“ Jetzt aber müsse Reitz führen.
Effenberg mit Klartext: „Das ist ein enormer Druck. Und er schwankt extrem in seinen Leistungen. Er ist in so einem Tief drin seit mehreren Wochen, finde ich.“
Dass zuletzt Manchester United, RB Leipzig und Bayer Leverkusen als mögliche Abnehmer gehandelt wurden, wundert Effenberg: „Ich glaube, dafür musst du dann gute Leistungen bringen, um eventuell zu einem von diesen Vereinen zu gehen.“
Auch der frühere Weltklasse-Verteidiger Markus Babbel stieg in die Kritik an Rocco Reitz mit ein. „Ich sehe es wie Stefan, dass er die Leistungen, die ich bei der U21 von ihm gesehen habe, bei Gladbach nicht in dieser Regelmäßigkeit hinbekommt“, so Babbel.
Markus Babbel über Rocco Reitz: „Er kann es in Gladbach nicht so zeigen“
Reitz habe zwar immer wieder gute Spiele dabei und sei „ein toller Junge, der richtig Spaß macht“. Aber: „Ich habe immer so das Gefühl, er kann es in Gladbach nicht so zeigen, wie er es eigentlich draufbekommt.“
Das Fazit der Experten: Gladbach müsse genau überlegen, wie es für den Spieler weitergehen soll. Ob eine mögliche Ablöse nicht besser genutzt werden könnte, um die Mannschaft breiter aufzustellen.
Doch auch bei diesem Szenario zeigt sich Markus Babbel skeptisch: „Ich habe die Sorge, dass die Gladbacher das Geld falsch einsetzen. Das haben sie ja schon bewiesen.“
Als Beispiel nannte Babbel Offensiv-Neuzugang Giovanni Reyna. Für Gladbacher Verhältnisse ein „exorbitant teurer Spieler“, der aber beim BVB kaum gespielt habe: „Das hat ja Gründe. Warum sollte der jetzt der große Heilsbringer bei Borussia Mönchengladbach werden?“