„Die letzten Chancen“ Vertrag aufgelöst: Ex-Gladbach-Profi schon wieder vereinslos
Amin Younes spielte von 2012 bis 2015 für die Profis von Borussia Mönchengladbach. Danach begann seine sportliche Odyssee.
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Ganze 15 Jahre trug er das Trikot von Borussia Mönchengladbach – jetzt ist er wieder vereinslos!
Amin Younes (32) lernte das Fußballspielen im Fohlenstall, wurde im Borussia-Park zum Profi absolvierte neben 37 Spielen für die Zweitvertretung auch 28 Partien für die Borussia-Profis.
Ex-Gladbacher Younes schon wieder vereinslos
Nach seinem endgültigen Gladbach-Abschied im Sommer 2015 entwickelte sich der ehemalige deutsche Nationalspieler (acht Länderspiele) zum Wandervogel. Im Sommer 2024 kam er bei Zweitligist Schalke 04 unter. Aber auch dort wurde er nicht glücklich – jetzt wurde sein Vertrag aufgelöst!
Die Königsblauen machten am Mittwochmorgen öffentlich, dass der Kontrakt des Mittelfeldakteurs, der regulär bis zum 30. Juni gelaufen wäre, frühzeitig aufgelöst wurde. Den Anstoß für die Verhandlungen gaben zu Beginn der Woche die Schalker, die sich an den 32 Jahre alten ehemaligen Nationalspieler wandten. Am Ende stand eine Trennung im gegenseitigen Einvernehmen.
Ein finanzieller Volltreffer ist diese plötzliche Maßnahme für Schalke jedoch nicht. Younes kassiert als Teil der Vereinbarung eine Abfindungszahlung. Die Summe soll sich in etwa mit den Gehältern decken, die ihm bis zum Ende der Spielzeit noch zugestanden hätten. Welche Summe die Knappen am Ende wirklich sparen, ist an Bedingungen geknüpft und richtet sich danach, ob Younes zügig einen neuen Klub außerhalb Deutschlands findet. Der wahre Grund für das abrupte Ende: Seine Perspektiven auf Spielzeit hatten sich durch die neuen Spieler im Winter extrem verschlechtert. Das berichtet die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“.
Für den Offensivmann gibt es jetzt nicht mehr allzu viele Möglichkeiten. Die Wechselfristen in den großen europäischen Ligen sind schon vorbei. Ein neuer Vertrag wäre für Younes nur noch in Nationen wie Russland (bis 19.02.), der Slowakei (bis 21.02.), Bulgarien (bis 24.02.) oder auch Polen (bis 25.02.) möglich. Jenseits von Europa bestünde rein theoretisch die Chance auf einen Transfer in die MLS in den USA (bis 26.03.).
Was die Sache brisant macht: Vor nur wenigen Wochen schlug Younes eine extrem gut bezahlte Offerte von Persija Jakarta aus Indonesien aus. Man hatte ihm dort für einen Zeitraum von anderthalb Jahren ein Netto-Einkommen von einer Million US-Dollar in Aussicht gestellt – aber der Profi sagte Nein.
Schalkes Sportvorstand Frank Baumann liefert die Begründung für den Schritt: „Entsprechend wollen wir ihm die Gelegenheit geben, unter anderem die letzten Chancen, die noch offene Wintertransferfenster bieten, zu nutzen.“ Und weiter: „Wir danken Amin für die gut eineinhalb Jahre auf Schalke und wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute.“
Younes selber zeigt sich dankbar für seine Zeit bei den Knappen und die Erfahrungen, die er machen konnte: „Ich wünsche dem Verein für die verbleibenden Spiele der Saison sowie für die Zukunft von Herzen alles Gute und viel Erfolg.“
Younes kam im Sommer 2024 und stand seither in 31 Spielen für die Königsblauen auf dem Platz, wobei ihm zwei Treffer und drei Assists gelangen. Zu einer echten Erfolgsstory entwickelte sich das Ganze aber nie. Bereits in der vergangenen Spielzeit agierte er mehr als Nebendarsteller statt als Führungsfigur.
Bei Coach Miron Muslic war er fast außen vor, da der Trainer schon im Sommer signalisiert hatte, dass der Spielstil von Younes nicht zu seiner Philosophie passt. Seinen finalen Auftritt für Schalke hatte er bei der 0:2-Pleite in Bochum Ende Januar. Trotzdem reichte es für fünf Einsätze in der zweiten Liga, was auch mit personellen Engpässen durch Verletzungen zusammenhing. (red)
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