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Wende im Transfer-Poker Darum hat Gladbach jetzt die besten Karten

Nico Elvedi steht auf dem Platz.

Nico Elvedi ist schon eine gefühlte Ewigkeit in Gladbach. 

Im Transfer-Hickhack um Nico Elvedi gibt es eine Wende! Eine krasse Neuigkeit bezüglich seiner Zukunft platzt herein, während der 29-Jährige für die Schweiz eine starke WM spielt und mit dem Team als Gruppenerster das Sechzehntelfinale erreicht hat: Die Zügel hält nun wieder Borussia Mönchengladbach in der Hand.

Eine im Kontrakt des Schweizers festgeschriebene Option zum Ausstieg ist mittlerweile erloschen. Das verschafft den Fohlen eine erheblich bessere Position bei Verhandlungen. Seit Jahren zählt Elvedi zu den absoluten Stützen bei Borussia. Er machte in der vergangenen Bundesliga-Spielzeit 33 Spiele mit und musste nur eine Partie aufgrund einer Gelbsperre aussetzen. Kein anderer Akteur bei Gladbach kam auf mehr Spielzeit. 

Gerüchte um Leeds United – kein Angebot von Daniel Farke

Was ihn so kostbar macht, ist seine extreme Verlässlichkeit, da Blessuren bei ihm seit langer Zeit eine große Ausnahme sind. Es überrascht deshalb nicht, dass sich ständig andere Klubs melden. Als möglicher Käufer war zuletzt Leeds United im Gespräch, wo Ex-Gladbach-Coach Daniel Farke tätig ist, doch eine handfeste Offerte liegt anscheinend noch nicht vor. Das berichtet „90min.de“.

Ein Weggang von Elvedi würde eine Ära beenden. Im Aufgebot ist er der Profi mit der längsten Vereinszugehörigkeit, schon 2015 wechselte er vom FC Zürich zu den Borussen. Seither hat er mit dem Verein alles miterlebt, von der Champions League bis hin zum Kampf gegen den Abstieg. Der Abwehrspieler erzielte in bisher 364 Einsätzen für die Fohlen 19 Treffer und leistete bei 13 Toren die Vorarbeit.

Gladbach kann den Preis jetzt selbst festlegen, da die Klausel nicht mehr greift. Man munkelt, dass der Klub erst bei einer Offerte in zweistelliger Millionenhöhe überhaupt gesprächsbereit wäre.

Zu seiner eigenen Zukunft hat Elvedi bislang kein Statement abgegeben und dürfte das WM-Rampenlicht nutzen, um seinen Preis weiter nach oben zu schrauben. Intern setzen die Bosse bei Borussia jedoch weiterhin auf ihren Verteidigungs-Boss und möchten seinen Kontrakt, der bis 2027 datiert ist, ausdehnen – eventuell erneut mit einer Option zum Ausstieg. Gleichzeitig schaut sich der Verein aber nach einem zusätzlichen zentralen Verteidiger um.

Es wird sich vermutlich erst nach der WM zeigen, ob dieser Neuzugang lediglich die Kaderdichte verbessern soll oder bei einem möglichen Weggang von Elvedi dessen Lücke füllen würde. (red)