„Dann wäre ich wahrscheinlich mitgefahren“ Kleindienst packt über Nagelsmann-Anruf aus
Fußballspieler Tim Kleindienst nach einem Spiel von Borussia Mönchengladbach.
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Bitter für Tim Kleindienst (30)! Für den Spielführer von Borussia Mönchengladbach hat sich der große WM-Traum zerschlagen. Seine monatelange Zwangspause wegen einer Verletzung verhinderte eine Berufung in das DFB-Aufgebot.
Bundestrainer Julian Nagelsmann teilte dem Angreifer die niederschmetternde Neuigkeit am vergangenen Dienstag (19. Mai 2026) höchstpersönlich am Hörer mit.
Kleindienst über DFB-Absage: „Da jetzt hinterherzutrauern, ist Blödsinn“
Ist das eine gewaltige Enttäuschung für den Stürmer? Kleindienst zeigt sich im Interview mit „bild.de“ überraschend gefasst. „Was heißt Enttäuschung? Ich habe immer gesagt, wenn ich eine Absage bekomme, ist das normal“, erklärt der Angreifer. Dabei zu sein, wäre nach der ausgedehnten Pause „schon echt außergewöhnlich gewesen“.
Die Wahl des Nationaltrainers kann er verstehen, räumt aber ein: Hätte er zwei, drei weitere Partien in der Bundesliga absolviert, „wäre ich wahrscheinlich auch mitgefahren“. Die Tatsache, dass er überhaupt noch eine Option war, bedeutet ihm eine Menge und beweist, dass er vorher „nicht den schlechtesten Eindruck hinterlassen hat“.
Bevor ihn die Verletzung stoppte, zählte Kleindienst im DFB-Team zum Stammpersonal und traf in sechs Partien für Deutschland beeindruckende vier Mal. Bedeutet die verpasste WM das Ende seiner Nationalmannschaftskarriere? Absolut nicht!
„Ich wäre ja blöd, wenn ich jetzt sagen würde, dass meine DFB-Karriere nun vorbei ist“, macht er deutlich. Für ihn steht fest: „Am Ende gilt es einfach, weiter Leistung zu bringen. Und das ist mehr oder weniger altersunabhängig.“ Auch wenn er im August seinen 31. Geburtstag feiert, hat er die Hoffnung auf mehr Länderspiele nicht aufgegeben: „Ich hoffe, dass das Thema Nationalmannschaft für mich noch nicht vorbei ist.“
Das WM-Aus ist zwar „sehr schade“, jedoch für Kleindienst kein Anlass zur Resignation. „Da jetzt hinterherzutrauern, ist Blödsinn“, meint er. Sein ganzer Fokus liegt nun auf seiner körperlichen Verfassung. Anstatt die Weltmeisterschaft als Anhänger in den USA mitzuerleben – eine Überlegung, die es gab – hat er einen straffen Plan vor sich. „Ich werde wohl drei Viertel der freien Zeit weiter trainieren, um in der Sommervorbereitung körperlich wieder bei 100 Prozent zu sein.“
Ungeachtet seiner eigenen Enttäuschung fiebert er mit der DFB-Elf mit. „Ich traue den Jungs alles zu“, sagt der Gladbach-Profi. Die deutsche Auswahl sei nach wie vor eine „Top-Nation“. Er richtet einen Appell an die Anhänger, hinter dem Team zu stehen: „Wenn sich die Leute auf ein geiles Turnier freuen und ans Team glauben, kann das am Ende der Mannschaft noch einmal einen richtigen Schub geben.“ (red)
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