Wut-Abrechnung nach Augsburg-Pleite Schröder und Polanski gehen auf Profis los
Gladbach-Coach Eugen Polanski wirkt zunehmend ratlos.
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Ein gewaltiger Rückschlag für die Gladbacher! Gerade mal eine knappe Woche nach dem bejubelten 1:0-Sieg über Dortmund gab es die bittere Pille: eine 1:3-Pleite in Augsburg.
Von der erhofften Befreiung und dem Schwung war nichts zu sehen. Im Gegenteil, die Darbietung der Fohlenelf machte die Bosse stinksauer. Nach Spielende redeten Manager Rouven Schröder und Coach Eugen Polanski Klartext.
Rouven Schröder kann eine Sache nicht nachvollziehen
Rouven Schröder brauchte nach der Partie offenbar einen Moment für sich in der Umkleide, bevor er die Enttäuschung in Worte fasste: „Die größte Qualität erfolgreicher Sportler ist es, konstant zu liefern und nachzulegen. Das haben wir nicht geschafft“.
Vor allem die Entstehung des zweiten Treffers gegen sein Team brachte den Sportchef sichtlich in Rage. Das Team gab nach einem eigenen Einwurf etwa 70 bis 80 Meter entfernt vom eigenen Kasten drei Duelle hintereinander her. Für Schröder war das „absolut unverständlich“. Das berichtet „rp-online.de“.
Ebenso war Eugen Polanski sichtlich bedient. Für ihn war es ein Rätsel, weshalb das Team die Performance aus der Dortmund-Partie nicht wiederholen konnte. „Genau diese Leistung von Dortmund abzurufen, nach vorne zu spielen, mutig zu sein, zu attackieren und Duelle zu gewinnen – all das haben wir vermissen lassen“, monierte der Trainer. Er legte nach: „Es muss eine Gier auf Erfolg da sein, wir müssen unangenehm sein. Doch wir waren sehr angenehm für den Gegner“.
Polanski ließ sich auch von der Startphase nicht blenden, obwohl sein Team circa 70 Prozent Ballbesitz hatte. Er bezeichnete es als „vermeintlich Kontrolle“, weil wichtige Aspekte fehlten: energische Sprints in die Tiefe, sichere Passkombinationen und der erforderliche „Punch“ bei der Arbeit gegen den Ball. Die Angriffsaktionen der Gladbacher waren größtenteils zahnlos. Zahlreiche Torschüsse gingen daneben oder die aufmerksame Defensive von Augsburg konnte sie abwehren.
Zwar sorgten die eingewechselten Robin Hack, Giovanni Reyna und Hugo Bolin für ein wenig mehr Betrieb, aber die Durchschlagskraft blieb aus. Wegen zwei Toren aus Abseitsposition und etlichen Glanztaten von Keeper Moritz Nicolas hätte Augsburg das Spiel sogar deutlicher für sich entscheiden können. Reynas Anschlusstor tief in der Nachspielzeit diente nur der Statistik. Zum Schluss kritisierte Polanski: „Sich selbst dahin zu pushen und auch meinen Partner noch mal mitzuziehen, das war definitiv zu wenig“.
Dieser Auftritt war für Polanski keine Empfehlung für eine Weiterbeschäftigung über die Saison hinaus. Im finalen Auswärtsmatch lieferte das Team ihm kaum Unterstützung. Schon jetzt kündigte Schröder an, dass die Mentalität der Truppe im Sommer auf den Prüfstand kommt und es darum gehen wird, „gute Entscheidungen zu treffen“. Die ständige Unbeständigkeit der Fohlen bleibt eine riesige Baustelle. (red)
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