TV-Experte Didi Hamann geht auf einen Gladbach-Profi los und würde diesen am liebsten mit einer Sperre bestraft sehen.
Wut-Anfall im TVHamann attackiert Gladbach-Star: „Hat mit clever nichts zu tun“

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Diese Szene machte Didi Hamann fuchsteufelswild.
Was für ein heftiger Ausbruch vor laufender Kamera! Dietmar Hamann hat sich den Gladbach-Stürmer Tim Kleindienst vorgeknöpft. Der TV-Fachmann äußerte nach der schmerzhaften 3:4-Niederlage von Borussia Mönchengladbach gegen den Liga-Neuling SV Elversberg massive Anschuldigungen gegen den Fohlen-Kapitän.
Der Grund für diese Schimpftirade: eine Spielsituation, die dem Tor von Hugo Bolin in der 44. Minute vorausging. Kleindienst hatte einen Einwurf extrem zügig ausgeführt.
Wegen Einwurf-Kontroverse: Hamann will sogar Sperre für Kleindienst
Das Problem an der Geschichte: Der Einwurf hätte eigentlich Elversberg zugesprochen werden müssen, weil Kleindienst in einem Zweikampf mit Lukas Keidel als Letzter am Ball gewesen war. Der Gladbacher Stürmer griff sich jedoch einfach das Leder und warf ein – die Szene wurde nicht zurückgepfiffen.
Der Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich bewertete die Aktion bei Sky zunächst als „unfassbar clever“. Doch daraufhin ging Hamann durch die Decke. „Patrick, Patrick, Patrick, Patrick!“, fuhr er ihm ins Wort. „Da muss ich dir jetzt was sagen. Das hat mit clever nichts zu tun. Das ist eine Unsportlichkeit!“ Obwohl Ittrich bei seiner Bewertung blieb, steigerte sich Hamann richtig in seine Wut hinein und stempelte das Vorgehen als „schlimmstenfalls eine grobe Unsportlichkeit“ ab: „Ich weiß nicht, ob er den für sowas sperren kann.“ Das berichtet „SPORT1“.
Ittrich musste ihn allerdings darauf aufmerksam machen, dass eine Sperre undenkbar sei, da die Regeln solche Vorkommnisse „nicht verankert“. Hamann legte aber nach und unterstellte Kleindienst volle Absicht. „Er weiß hundertprozentig, dass er den Ball ins Aus spielt“, polterte er. Sein unmissverständliches Urteil: „Für mich ist das keine Unsportlichkeit, sondern eine grobe Unsportlichkeit!“
Diese Situation zog weitere Konsequenzen nach sich: SVE-Coach Vincent Wagner, der schon verwarnt war, wurde nach einem Wortgefecht mit dem Referee Martin Petersen mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen. Letztendlich brachte der kontroverse Treffer den Fohlen aber gar nichts. Ein 3:1-Vorsprung wurde noch aus der Hand gegeben, die Partie endete mit einer 3:4-Pleite.
Hamanns Analyse zur Leistung der Borussia klang vernichtend: „Gladbach war ja wie ein Boxer in den Seilen, in der 12. Runde. Da hat ja gar keiner mehr angegriffen. Absolut auseinandergefallen“. (red)
