Bezeichnende SzenenGladbach-Frust entlädt sich nach dem Spiel

Wael Mohya steht nach dem Spiel vor der Nordkurve.

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Wael Mohya stellte sich nach dem Spiel der Diskussion mit den Ultras.

Aktualisiert

Ganz miese Stimmung bei Borussia Mönchengladbach schon am 2. Spieltag. Das zeigte sich auch beim Gang in die Kurve.

Borussia Mönchengladbach hat den Saisonstart vergeigt. Nach der 0:3-Auswärtsniederlage bei RB Leipzig am 1. Spieltag gab es eine Woche später auch zu Hause gegen Aufsteiger SV Elversberg null Punkte.

Bedenklich: Die Fohlen führten schon mit 3:1, verloren am Ende aber mit 3:4. Bei den Fans, die schon in der vergangenen Saison von ihrer Borussia alles andere als verwöhnt wurden, machte sich Unmut breit.

Ultras stinksauer auf Gladbach-Profis

Das bekamen die Profis zu spüren, als sie nach dem Abpfiff enttäuscht Richtung Nordkurve trotteten: Sie wurden mit Pfiffen empfangen. Mit der Reaktion einiger Spieler darauf waren derweil manche Fans in den Sozialen Medien nicht einverstanden.

Der Vorwurf richtete sich unter anderem an Kapitän Tim Kleindienst. Der nämlich, so berichten es Beobachter, sei sofort wieder umgedreht, als er die Pfiffe vernahm. Erst nach einer längeren Diskussion mit Sportboss Rouven Schröder sei er dann wieder zu den Ultras gegangen. Youngster Wael Mohya wiederum stellte sich demnach dem Gespräch mit dem frustrierten Anhang zunächst allein.

„2. Spieltag. Mannschaft wird unter Pfiffen und Beschimpfungen von der Kurve weggeschickt, vereinzelt hört man ‚Absteiger, Absteiger‘ aus der Nord. Einzig Wael Mohya, als 17-Jähriger, stellt sich den Ultras am Zaun. Leute, das wird ne lange Saison...“, schrieb ein User bei X. Ein anderer bezeichnete Kleindiensts Aktion als „unnötig“. Er sprach schließlich aber doch noch noch lange mit den Ultras.

Der Stürmer kämpft sich derzeit nach seiner langen Verletzungspause zurück. Gegen Elversberg lieferte er eine durchschnittliche Leistung (GladbachLIVE-Note 3,5) ab.

Nach der bitteren Niederlage legte er den Finger in die Wunde: „Wir führen 3:1 und haben alles im Griff. Das sollte gegen einen Aufsteiger reichen und was dann passiert, ist irgendwo unerklärlich. Sieben Gegentore in zwei Spielen, das ist alles andere als eine reife Defensivleistung, da müssen wir uns hinterfragen. Klar, wir haben junge Spieler in der Mannschaft und die machen auch Fehler, das gehört dazu, aber wir müssen innerhalb eines Spieles auch daraus lernen.“ (are)

Hugo Bolin und Wael Mohya auf dem Fußballfeld

Schon wieder! Gladbachs Pokal-Los kommt einem ziemlich bekannt vor