Die Borussia ist nach einer Woche zum Vergessen mächtig unter Zugzwang.
Ansage vom Fohlen-ManagerDieses Versprechen gibt es nach der Verletzten-Misere

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Klartext von Borussia-Boss Rouven Schröder.
Der Auftakt in die frische Spielzeit hätte für Borussia Mönchengladbach kaum chaotischer sein können. Vor dem allerersten Auftritt zu Hause gegen den SV Elversberg dominierte eine Serie von Hiobsbotschaften und Enttäuschungen die Schlagzeilen.
Den Anfang machte die herbe 0:3-Pleite in Leipzig gegen RB, woraufhin Kapitän Tim Kleindienst mit scharfen Worten reagierte und seiner Mannschaft vorwarf, sie habe „Kindergartenfußball“ gespielt.
Schröder schwärmt von Kühn
Eine Flut an Verletzungsproblemen kam zu der sportlichen Enttäuschung noch hinzu. Bei einer Kollision verdrehte sich Neuzugang Daiki Hashioka den Hals so unglücklich, dass man vom Schlimmsten ausgehen musste. Zwar konnte Entwarnung gegeben werden, aber er wird zunächst nicht spielen können. Einen anderen Neuzugang erwischte es aber noch schlimmer: Enzo Leopold erlitt einen Kreuzbandriss.
Der Transfer von Nicolas Kühn war der einzige Hoffnungsschimmer in dieser Zeit und stimmte Coach Eugen Polanski sichtlich „glücklich“. Der Trainer fand lobende Worte für den Neuzugang: „Mit ihm haben wir jetzt einen Linksfuß, der das Eins-gegen-eins sucht, brutal schnell ist und in den vergangenen Jahren immer wieder für Torgefahr gesorgt hat“. Laut Polanski verleiht Kühn dem Team ein Element, „das wir in dieser Form noch nicht hatten“.
Sportchef Rouven Schröder lässt sich von der miesen Stimmung aber nicht anstecken. Ganz im Gegenteil, er zeigt sich kämpferisch und blickt optimistisch in die Zukunft. Seine deutliche Botschaft lautet: „Trotz allem plädiere ich dafür, dass wir nach vorne schauen. Wir müssen jetzt mit diesen Dingen umgehen, die passiert sind. Von daher bin ich trotzdem positiv“.
Schröder hat Vertrauen in die von ihm geformte Truppe und führt die starken 25 Anfangsminuten aus dem Leipzig-Spiel als Beleg für das vorhandene Potenzial an. Das berichtet „rp-online.de“.
Trotzdem ist die Anspannung vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr) gewaltig. Mit dem SV Elversberg kommt ein Neuling, der nach dem Sieg zum Start gegen Bayer Leverkusen nur so vor Selbstbewusstsein sprüht. Für die Fohlenelf ist ein Erfolg im eigenen Stadion beinahe alternativlos, will man einen totalen Fehlstart abwenden und für Ruhe im Umfeld sorgen. In Gladbach kann die Atmosphäre bekanntermaßen schnell kippen, eine Erfahrung, die Polanski schon im letzten Jahr machen musste.
Sämtliche Entscheidungsträger sind sich bewusst, dass die Zweifel der Fans trotz der vielen neuen Spieler im Sommer nur darauf warten, wieder durchzubrechen. Ein Grund für Polanskis Weiterbeschäftigung war laut Schröder dessen Entwicklung, etwa eine gestiegene Selbstkritik. Letztlich sind aber einzig und allein gute Resultate entscheidend, eine Forderung, die auch Berti Vogts schon äußerte.
Einen ganz besonderen emotionalen Antrieb gab Schröder dem Team noch mit auf den Weg, um die Motivation zu steigern. Der Sieg soll auch als Geste für den Teamkameraden dienen, der verletzt ausfällt. Der Sportchef machte klar, dass ein möglicher Triumph dem schwer getroffenen Enzo Leopold gewidmet ist: „Wir wollen für ihn am Samstag drei Punkte holen“. (red)

