Vom Streichkandidaten zum Retter in der Not: So kann es gehen, wie der Fall von US-Profi Joe Scally jetzt zeigt.
Irre Borussia-WendeSchröder spricht Machtwort bei Fohlen-Profi

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Gladbachs Joe Scally kämpft mit Antonio Nusa von RB Leipzig um den Ball.
Was für ein verrücktes Comeback für Joe Scally! Der US-Boy war bei Borussia Mönchengladbach eigentlich schon so gut wie weg. Sportchef Rouven Schröder wollte ihn zusammen mit Florian Neuhaus und Tomas Cvancara loswerden.
Aber: Cvancara ist schon weg, für ein Jahr ohne Kaufoption zu seinem Heimatklub FC Hradec Kralove in Tschechien. Und Neuhaus? Der kassiert seine vier Millionen Euro Gehalt und wird wohl trotzdem weiter auf der Tribüne schmoren. Für Scally hat sich die Situation hingegen komplett gedreht.
Schröder schließt für Scally die Tür: „Er hat es hervorragend gemacht“
Warum die plötzliche Meinungsänderung? Eine krasse Verletzungsserie auf der Position des rechten Verteidigers ist schuld. Erst erwischte es den Top-Neuzugang für diese Rolle, Yukhym Konoplia. Der Mann mit Champions-League-Erfahrung von Schachtjor Donezk zog sich einen Riss des Innenbandes im Knie zu.
Dann verletzte sich auch noch sein Backup, der Japaner Daiki Hashioka, beim Match in Leipzig und fällt mit einer Nacken-Stauchung aus. Durch diese Pech-Serie wird Scally plötzlich wieder gebraucht.
Weil bis zum Transferschluss kein geeignetes Angebot von einem europäischen Spitzenklub für den WM-Fahrer auf dem Tisch lag, haben die Bosse allen weiteren Wechsel-Überlegungen einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Rouven Schröder sprach ein Machtwort in Bezug auf einen möglichen Wechsel in Länder mit noch offenen Transferfenstern wie die Türkei, Portugal oder Saudi-Arabien: „In diesen Fenstern wird sich nichts mehr tun.“ Das berichtet „bild.de“.
Der Sport-Boss hatte außerdem lobende Worte für die Haltung des Profis parat: „Wir müssen bei Joe auch nicht darüber diskutieren, welchen Wert er mit seinen 150 Spielen für Gladbach hat. Und als er in Leipzig für Hashioka in die Partie kam, hat er es hervorragend gemacht und sich voll reingehauen.“
Aus finanzieller Sicht ist die Situation jedoch brenzlig. Das anstehende Transferfenster im Winter bietet die letzte Möglichkeit für die Borussia, für den US-Amerikaner noch Geld zu sehen. Sein Marktwert ist von 12 Millionen Euro im Jahr 2024 mittlerweile auf 7 Millionen gefallen. Das absolute Worst-Case-Szenario für den Klub: Wenn auch im Winter kein Transfer klappt und Scally den Verein im Sommer dann zum Nulltarif verlässt. (red)

