Diese Ex-Fohlen sind jetzt Millionen wert!
Dramatische FehleinschätzungenGladbachs Ex-Talente starten durch – Borussia schaut in die Röhre

Copyright: IMAGO / Pro Shots
Winsley Boteli hat sich rasant entwickelt – allerdings nicht bei Borussia. Mönchengladbach.
Aktualisiert
Die Performance von Ex-Gladbacher Winsley Boteli kennt einfach kein Ende. Der 20-Jährige macht nach seiner überragenden Vorstellung in der Conference-League-Qualifikation gegen Ajax Amsterdam einfach weiter und zerlegt nun die Liga.
Er war der entscheidende Akteur beim 2:1-Erfolg seines Klubs FC Sion über den 21-maligen Champion FC Basel. Boteli schoss beide Tore und war damit der Matchwinner, der Sion mitten im Meisterschaftskampf hält. In elf Pflichtspielen hat der U21-Nationalspieler der Schweiz eine krasse Bilanz: zwölf Treffer und zwei Assists.
Winsley Boteli ist international heiß begehrt
In der Schweiz thront Boteli mit fünf Treffern ganz oben auf der Torjägerliste. Eine Entwicklung, die bei Borussia sicher für Bedauern sorgt. Der Stürmer mausert sich gerade zu einem der heißesten Angreifer-Talente Europas, untermauert durch seine fantastischen Scorer-Werte. Gerüchten zufolge denken Galatasaray Istanbul, Crystal Palace und der FC Porto über einen Deal in den nächsten Transferphasen nach. Das berichtet „BMG-News“.
Der 1,84 Meter große Angreifer ist zwar bis 2030 vertraglich an Sion gebunden, aber bei dieser rasanten Entwicklung ist ein Wechsel zu einem europäischen Spitzenverein im kommenden Sommer sehr wahrscheinlich. Es scheint absolut möglich, dass Boteli zum teuersten Abgang der Schweizer Super League wird.
Breel Embolo hält momentan mit seinem Wechsel 2016 für 26,5 Millionen Euro von Basel zu Schalke diesen Rekord. Beim FC Sion hat der Sportdirektor Boteli schon mal ein Preisschild von wenigstens 30 Millionen Euro verpasst. Angesichts seiner Leistungsexplosion wirkt eine Transfersumme im Bereich von 30 bis 40 Millionen Euro absolut denkbar.
Der Fall Boteli ist nicht das einzige Beispiel dafür, wie Gladbach in der jüngeren Vergangenheit die Entwicklung von Talenten massiv falsch bewertet hat. Said El Mala ist ein weiteres Paradebeispiel. Von 2017 bis 2021 trug der Profi des 1. FC Köln das Trikot der Fohlen, bis 2021 das Urteil fiel, er sei nicht gut genug. Es folgte ein Transfer nach Meerbusch. Heute kickt El Mala für den Erzfeind von Gladbach, sein Marktwert liegt mittlerweile bei mindestens 50 Millionen Euro.
Noah Sternberg ist ein weiterer Fall, den die Fohlen im Sommer 2023 nach Genk ziehen ließen. Mittlerweile hat der belgische U21-Nationalspieler eine so beeindruckende Entwicklung hingelegt, dass im Sommer ein Transfer für zehn Millionen Euro zu Ajax Amsterdam im Raum stand. Obwohl der Deal letztlich scheiterte, gilt er als nur vorübergehend geplatzt.
Falls alle drei Ex-Talente im nächsten Sommer einen Vereinswechsel vollziehen, könnte die Gesamtablöse auf etwa 100 Millionen Euro anwachsen. Eine unfassbare Summe, die zeigt, was für ein Vermögen der Borussia da entgangen ist. (red)

