Gladbachs Neuzugang spricht über seine Reise ins deutsche Oberhaus.
Schlaflose Nacht vor Gladbach-WechselFohlen-Neuzugang packt über Transfer-Thriller aus

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Nicolas Kühn steht vor seinem ersten Einsatz mit Borussia.
Aufregende Zeiten liegen hinter Nicolas Kühn (26). Sein Transfer in letzter Sekunde zu Borussia Mönchengladbach am letzten Tag des Transferfensters glich einem Thriller.
„Es war ein stressiger Tag, ich habe in der Nacht zuvor wenig geschlafen und bin jetzt umso glücklicher, dass alles funktioniert hat und ich jetzt hier bin“, gesteht der neue Mann bei den Fohlen in einem Interview mit der Webseite des Vereins.
Durchbruch bei Celtic Glasgow
Der Offensivmann wird für eine Saison vom Champions-League-Klub Como 1907 ausgeliehen, um am Niederrhein endlich im deutschen Oberhaus anzugreifen.
Lange Zeit wurde Kühn als ein riesiges, aber unentdecktes Talent im deutschen Fußball gehandelt. Im Jahr 2019 erhielt er die goldene Fritz-Walter-Medaille, eine Auszeichnung, die vor ihm schon Top-Spieler wie Kai Havertz und Florian Wirtz bekamen. Der Übergang zu den Profis war für ihn jedoch steinig, wie „rp-online.de“ berichtet. Er spielte für die Reserveteams von Ajax Amsterdam und Bayern München und war zudem bei Erzgebirge Aue in der Zweiter Liga aktiv. „Ich war relativ jung, als ich das erste Mal aus Deutschland weggegangen bin. Ich habe viele Erfahrungen gesammelt und viel gesehen“, blickt er zurück.
Seine Laufbahn nahm erst in Schottland so richtig Fahrt auf. Für Celtic Glasgow stand er eineinhalb Jahre im Rampenlicht und sog die knisternde Stimmung im Celtic Park mit seinen 60.000 Plätzen auf. Dort entwickelte er sich zu einem der aufsehenerregendsten Spieler und netzte in der Champions League sogar gegen seine früheren Vereine Bayern und RB Leipzig. Wegen dieser Auftritte sicherte sich Como 1907 im Jahr 2025 seine Dienste für stolze 19 Millionen Euro.
Für den trickreichen Flügelspieler lief es in Italien jedoch nicht nach Plan. Unter Coach Cesc Fabregas saß er oft nur auf der Ersatzbank und fühlte sich unwohl. Genau diese Lage öffnete Borussia die Tür. „Die Gespräche mit Borussia waren top. Relativ schnell war mir klar, dass ich das machen will“, verrät Kühn. Ein weiterer Pluspunkt war der Austausch mit Yannik Engelhardt, der auch für Como kickte und nach seiner Zeit bei den Fohlen nur Positives erzählte.
Auch ein weiterer Aspekt machte ihm die Wahl für Gladbach einfach. „Das war einer der Gründe, warum ich mich für Borussia entschieden habe. Ich glaube, es wird ein geiles Erlebnis im Borussia-Park zu spielen“, ist der 26-Jährige begeistert. Der Transfer ist für den in Wunstorf geborenen Profi zugleich eine Rückkehr in die Heimat, weil er jetzt wieder dichter bei Familie und Freunden sein kann. Privat gibt er sich als bodenständiger Typ, der die Nähe zu seinen Liebsten schätzt.
Auf dem Spielfeld möchte Kühn jedoch explodieren und die Anhänger mitreißen. „Ich suche gerne das Eins-gegen-eins, versuche, Tore und Assists zu liefern, dem Team natürlich zu helfen und einfach Spaß auf dem Platz zu haben“, beschreibt er seine Art zu spielen. Seine Mission ist eindeutig: Er möchte beweisen, was er draufhat, und sich im deutschen Oberhaus etablieren. Die erste Gelegenheit dafür bietet sich womöglich schon am Samstag (15.30 Uhr) in der Partie zu Hause gegen die SV Elversberg. (red)

