Robin Hack hat vor dem 2. Spieltag mit Borussia Mönchengladbach über zahlreiche aktuelle Borussia-Themen gesprochen.
„Aktuell weit hergeholt“Gladbach-Star stellt ein Ziel erst mal hinten an

Copyright: IMAGO / Fotostand
Robin Hack und Alysson Edward mit Ball.
Für Borussia Mönchengladbach bedeutete die 0:3-Niederlage in Leipzig einen bitteren Rückschlag zum Auftakt der Spielzeit. Robin Hack erlebte das Spiel als ein Wechselbad der Gefühle.
Der 28-Jährige stand nach einer schier endlosen Verletzungspause, bedingt durch einen Innenmeniskusriss und danach einen Muskelfaserriss, zum ersten Mal wieder in der Startelf. Das enttäuschende Resultat überschattete allerdings die Begeisterung über seine Rückkehr.
Robin Hack unzufrieden mit dem Gladbach-Start
Der Auftritt sorgte auch innerhalb der Mannschaft für Unzufriedenheit. Kapitän Tim Kleindienst nannte es sogar „Kindergarten-Fußball“. Für diese schonungslose Aussage hat Hack durchaus Verständnis.
Er räumte im „Sport1“-Interview ein, dass der Auftritt noch deutlichen Verbesserungsbedarf gezeigt habe: „Wenn man sich anschaut, wie die Gegentore entstanden sind, kann ich schon verstehen, warum er das gesagt hat.“
Auch bei Hack sorgte der Auftakt für ein erstes Grummeln und die Sorge vor einer ähnlichen Entwicklung wie in der vergangenen Spielzeit. Ein Szenario, das „nicht passieren“ dürfe, wie Hack betonte: „Wir haben viele Spieler im Kader, die seit mehreren Jahren hier sind. Wir wissen, was uns zuletzt gefehlt hat und was wir besser machen müssen. Deshalb hätte ich mir gerade in so einem Spiel mehr Gegenwehr gewünscht.“
Die Nervosität vor der Partie zu Hause gegen den Neuling Elversberg am Samstag (15.30 Uhr) ist schon greifbar. Hack äußert sich lachend dazu: „Das kennen wir ja. Druck ist hier meistens auf dem Kessel.“ Er verlangt eine komplett neue Einstellung: eine höhere Gangart, eine solidere Abwehr und mehr Entschlossenheit in der Offensive.
Von manchen seiner Teamkollegen zeigt sich Hack besonders beeindruckt. Über Wael Mohya gerät er ins Schwärmen: „Der Junge hat außergewöhnliche Qualitäten.“ Außerdem sei er von Mathieu Nguefack „sehr positiv überrascht“, dessen Tempo, Finten und Vielseitigkeit in der Mitte er hervorhebt.
Was die Zukunft angeht, existiert der Traum von einem Debüt bei der deutschen Nationalmannschaft für Hack weiterhin, obwohl er diese Entwicklung realistischerweise als „aktuell natürlich weit hergeholt“ bewertet.
Sein vorrangiges Ziel ist unmissverständlich: „Erst einmal muss ich performen, erst einmal muss ich Leistung bringen.“ Er konzentriert sich nun komplett darauf, für die Borussia alles zu geben und insbesondere verletzungsfrei zu bleiben. (red)

