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Von Jannik Sorgatz

Torwart vermisst die Null Sommers Rutschpartie lässt Borussia zittern

Raffael gratuliert Yann Sommer zum Derbysieg.

Raffael gratuliert Yann Sommer zum Derbysieg.

Mönchengladbach - Nur wenige Minuten trennten Yann Sommer (31) noch von einer Premiere in der Rückrunde, von der ersten weißen Weste des Jahres. Borussia führte 2:0 im Derby. Keine Gefahr in Verzug, als Sommer in Ruhe zum Abschlag ausholte. Doch auf den glitschigen Rasen rutschte der Keeper mit dem Standbein weg.

Der Abschlag landete bei Kölns Mark Uth (28), der alle Gladbacher abschüttelte und Sommer den Ball zum Anschlusstreffer um die Ohren ballerte. Wenige Momente später war der Schweizer schon wieder in höchster Not zur Stelle und entschärfte die finale Ausgleichschance des FC, wieder gegen Uth.

Yann Sommer schon gegen den BVB mit Wacklern

Schon beim 1:2 gegen Borussia Dortmund am Wochenende war Sommer leicht weggerutscht, als er Achraf Hakimi (21) aufhalten wollte, wurde anschließend vom Marokkaner getunnelt. Und dann war da seine misslungene Kommunikation mit Denis Zakaria (23), an deren Ende Sommers Kollege mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden lag, weil der Torwart neben dem Ball auch seinen Oberschenkel getroffen hatte. Gleichzeitig entschärfte Sommer jedoch einen Kopfball von Thorgan Hazard (26) mit einer Weltklasse-Parade.

Seine Leistungen bewegen sich aktuell in einer Grauzone. Dass zwei Spiele in Folge mit Wacklern von Sommer schon an Formschwankungen grenzen, spricht für das Niveau, das er in den vergangenen beiden Jahren nicht nur bei Borussia, sondern auch in der Schweizer Nationalmannschaft erreicht hat. Nicht umsonst wählten ihn die Bundesliga-Profis in der Winterpause zum besten Torwart der Hinrunde.

Yann Sommer seit Dezember nicht mehr ohne Gegentor

Auch das Jahr 2020 begann für Sommer herausragend mit starken Leistungen gegen Schalke 04 und den FSV Mainz (GladbachLIVE-Note 1). Doch dann bekam die weiße Weste erste Flecken. Beim 2:2 gegen RB Leipzig Anfang Februar stürzte Sommer – Gladbach führte noch 2:0 – beim Rauslaufen über Zakaria, Patrik Schick (24) staubte ab.

Eine Szene der Kategorie „unglücklich“ für den Keeper: „Für mich ist das kein Torwartfehler im klassischen Sinne, sondern einfach eine Situation, in der ich den Ball in den Händen halte und unglücklich mit Denis zusammenstoße und mir der Ball runterfällt. Das gibt es halt einfach mal“, sagte Sommer im GladbachLIVE-Interview (hier lesen Sie mehr).

In der Hinrunde leistete er sich einen einzigen Patzer gegen Basaksehir Istanbul, als ihm ein Weitschuss durchflutschte – es war allerdings ein folgenschwerer beim 1:2, das das Aus in der Europa League bedeutete. Es dürfte Sommer selbst wurmen, dass die Null seit dem letzten Hinrundenspiel bei Hertha BSC (0:0) nicht mehr stand. Ihn persönlich darauf anzusprechen, ist aktuell wegen der Vorsichtsmaßnahmen gegen das Corona-Virus nicht möglich.

Abgesehen davon wäre es völlig falsch, nur Sommer mit in die Verlosung zu nehmen. Breel Embolo (23) erkannte nach dem Derby sogar ein gefährliches Muster: „Bis zum 2:0 hatten wir Köln im Griff. Dann kamen die komischen zehn Minuten, die wir uns in den letzten Wochen immer wieder selbst zuschreiben müssen. Da haben wir nicht die Kontrolle und reiten uns, auf gut Deutsch, selbst in die Scheiße.“

In Leipzig und gegen Hoffenheim kassierte Borussia zweimal spät den Ausgleich, in Augsburg und gegen Köln entging sie diesem Schicksal nur knapp.