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Sommer-Abgang Youngster weg: Borussia lässt sich pfiffige Klausel in Vertrag schreiben

Yannick Michaelis im Borussia-Training im Zweikampf mit Rocco Reitz.

Yannick Michaelis hat Borussia Mönchengladbach in Richtung Hansa Rostock verlassen.

Vor rund zwei Wochen hat Borussia Mönchengladbach Yannick Michaelis an Hansa Rostock abgegeben. Den 19-jährigen Angreifer, der bei der Fohlen-U23 zu den absoluten Schlüsselspielern gehörte, zieht es an die Küste.

Die Kogge ließ damit einige Mitbewerber hinter sich, denn auch Fortuna Düsseldorf hatte ein Auge auf den jungen Mann geworfen. Seine Bilanz von vier Treffern und elf Assists in der West-Staffel der Regionalliga hatte für ordentlich Furore gesorgt.

Borussia hat das letzte Wort

Bei Hansa soll Michaelis eine Schlüsselfigur für die Mission Wiederaufstieg ins deutsche Unterhaus werden. Sein Kontrakt bei der Borussia hatte eigentlich eine Laufzeit bis 2028. Trotzdem gaben die Fohlen ihn für eine geringe Summe ab, haben sich im Gegenzug jedoch eine pfiffige Vereinbarung gesichert. Diese umfasst nicht nur einen Anteil bei einem Weiterverkauf, sondern ebenso ein sogenanntes „Matching Right“. Das berichtet „Bild“.

Konkret heißt das: Gladbach muss über jede Offerte, die Rostock für Michaelis bekommt, informiert werden. Die Borussia kann dann mit dem Gebot mitgehen und den Angreifer zurück an den Niederrhein lotsen.

Der Offensivakteur selbst erklärt seine Entscheidung für den Wechsel wie folgt: „Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mir schnell gezeigt, dass Hansa der richtige Schritt für mich ist. Der Verein hat einen klaren Plan und ich hatte direkt das Gefühl, dass hier großes Vertrauen in junge Spieler gesetzt wird. Ich freue mich auf die neue Herausforderung.“

Hansas Sportdirektor Amir Shapourzadeh räumte ein, dass man schon eine ganze Weile um die Dienste des 19-Jährigen gebaggert hatte. Michaelis sei mit einer deutlichen Perspektive gelockt worden. „Ich glaube, dass wir schon sehr, sehr lange an dem Thema dran sind, dass wir sehr lange sehr gut vorgearbeitet haben und Yannick einen sehr, sehr klaren Plan aufgezeigt haben, ähnlich wie es vielleicht dann bei Ryan war“, so Shapourzadeh.

Zugleich dämpft er die Erwartungen, damit der Neuzugang nicht zu viel Last auf den Schultern trägt. „Er ist ein Spieler, der sehr hoch veranlagt ist, aber man sollte auch aufpassen, dass man ihm jetzt keinen Riesenrucksack aufbindet. Er ist 19 Jahre alt, hat eine hohe Talentdecke und soll hier die nächsten Schritte machen und behutsam aufgebaut werden.“

Die Parallelen zu Ryan Naderi sind dabei offensichtlich. Auch dieser Angreifer war 2024 von der Gladbacher U23 für einen Betrag unter einer Mio. Euro nach Rostock gewechselt. Nach einer beeindruckenden Spielzeit mit acht Toren ging es für ihn 2026 für die stolze Summe von sechs Mio. Euro weiter zu den Glasgow Rangers – ein Geschäftsmodell, das für Hansa erneut aufgehen und sich durch die Vereinbarungen auch für die Borussia lohnen könnte. (red)